Mittwoch, 19.09.2012 KG + PT

DruckversionPDF-Version

Heute Abend geht es mir nicht so gut, körperlich meine ich. Die Therapie war heute mächtig anstrengend, sowohl die KG als auch das PT. Wie ich bereits geschrieben habe, ist es schmerzmäßig im rechten Bein ein "Kommen und Gehen". Zeitweise sind die Schmerzen nur sehr gering und ich denke, ich hätte auch dort (genauso wie am Rücken) das Schlimmste überstanden und dann kommt wieder so ein Tag wie heute, an dem ich dort sehr starke Schmerzen habe. Ich beschreibe es mal so: Es fühlt sich bei manchen Bewegungen dann so an, als wenn mir jemand mit einem spitzen Messer unter die Kniescheibe stechen würde. Wie gesagt, an manchen Tagen merke ich dort so gut wie nichts, höchstens mal ein leichtes Ziehen, aber heute waren diese stechenden Schmerzen mal wieder sehr intensiv. 

Deswegen habe ich heute Abend auch "Nägel mit Köpfen" gemacht. Ich habe vorhin mit meinem Trainer darüber gesprochen (also über meine "Idee", mit der Wassergymnastik wieder anzufangen, weil mir das in den letzten Jahren so gut geholfen hat, die Bewegung im Wasser an sich) und er hat mir diesbezüglich sofort Mut gemacht, dass ich es wirklich schnellstmöglich in Angriff nehmen soll (in der Hoffnung, dass ich diese Schmerzen dann wieder schneller in den Griff bekomme). Er hat mir auch eine Internetseite genannt, wo das ebenfalls durchgeführt wird. Damit habe ich mich bereits heute Abend per Mail in Verbindung gesetzt (da ich heute Abend wegen der Schmerzen im rechten Bein fast schon wie eine "Oma" durch die Wohnung geschlichen bin). 

Jetzt hängt es von drei Faktoren ab, wie es diesbezüglich weiter läuft. An erster Stelle die finanzielle Sache, welche zusätzlichen Gebühren auf mich zukommen werden (bis zu einer gewissen "Schmerzgrenze" ist das kein Problem, ansonsten muss ich halt gucken, wie ich die Schmerzen auf Dauer in den Griff bekomme). An zweiter Stelle das Training an sich, wie mir das Training bekommt, ob es mir hilft oder ob die "richtige" Wassergymnastik (im Vergleich zur KG im Bewegungsbad) zu intensiv für mich ist. Und an dritter Stelle, wie ich mit den Anderen aus der Gruppe klar komme. Dass ich generell Kontakt zu Anderen suche, das ist ja ein "offenes Geheimnis" (wie schon die Psychologin immer wieder betont hat, wie wichtig soziale Kontakte sind, zum einen wegen Depressionen aber auch zur Ablenkung von Schmerzen, damit man sich dort nicht "herein steigert"). Ich war halt vor ein paar Jahren, bevor ich wieder intensiv mit der KG begonnen habe, in zwei Gymnastik-Gruppen, in denen ich absolut keinen Kontakt zu den Anderen bekommen habe. Es waren alles feste "Grüppchen" und ich blieb in der einen Gruppe ein halbes Jahr lang ein Außenseiter, bis ich schließlich nicht mehr dorthin gegangen bin. Solche negativen Beispiele vergisst man halt nicht so schnell. Wenn man ständig das "Fünfte Rad am Wagen bleibt", dann macht es einem mit der Zeit wirklich keinen Spaß mehr, dann sucht man sich lieber etwas neues. 

Ich sehe es übrigens ausschließlich für die Wassergymnastik an, ans Schwimmen, was ich im früheren Institut anschließend immer mindestens eine halbe Stunde gemacht habe, denke ich momentan gar nicht. Rückenschwimmen kann ich ja eh nicht und beim Brustschwimmen habe ich ja eine völlig falsche Körperhaltung eingenommen, so dass Verspannungen, also zusätzliche Schmerzen schon vorprogrammiert wären. Nein danke, meinem Rücken geht es zur Zeit sehr gut, das will ich damit keinesfalls wieder aufs Spiel setzen.

Ja, die KG war heute mächtig anstrengend. Trotzdem war unsere Stimmung sehr gut. Ich sage mal so, zu Anfang hat sich eine "Situation" ergeben (an der ich "Schuld" war), woraufhin ich von meiner Therapeutin so einige gute und passende Sprüche zu hören bekommen habe. Nichts böswilliges, aber mit diesen Kommentaren hat sie mich mehrmals zum Lachen gebracht. Diese "Sache" werde ich mir dort ganz bestimmt nicht mehr leisten, weil ich sonst von ihr bestimmt eine "rote Karte" bekommen werde (es hatte nichts mit meiner Therapie zu tun, sondern dass ich etwas mit dorthin gebracht habe, was sie mir bald "um die Ohren" geschlagen hätte, näher gehe ich hier nicht darauf ein, wir hatten dadurch auf jeden Fall eine sehr lockere und lustige Stimmung).

Nachdem ich am Montag bei den Dehnübungen beim Ausfallschritt so starke Schmerzen hatte, hat sie sich heute intensiv um die Beine gekümmert (und war mehrmals überrascht, wie schwach ich bei den einzelnen Übungen war). Die erste Hälfte auf dem Rücken liegend (auf der Liege), jeweils mit ihrem Gegendruck, die Beine immer im Wechsel. Das Bein im rechten Winkel anziehen, mal nach unten drücken (Richtung Fußende), mal hoch ziehen (Richtung Brust). Beide Beine aufstellen, mal nach außen drücken, mal nach innen (bei ihr kam gar kein "Druck" an, egal, wie sehr ich mich anstrengte, mir fehlte völlig die Kraft, sie musste mich auch mehrmals ans Atmen erinnern, ich war total auf die Spannung in den Beinen konzentriert. Dann die Beine ausstrecken, ebenfalls nach außen drücken, dann nach innen (jeweils mit ihrem Gegendruck an den Knien, jede Bewegung 3 Mal). 

Dann Hinsetzen, die Beine seitlich hängen lassen. Dort dann ebenfalls Bewegungen mit ihrem Gegendruck. Die Beine hochziehen, also versuchen, den Oberschenkel von der Liege zu lösen (mit ihrer Hand auf dem Knie), was ich so gut wie gar nicht konnte. Dann Bein leicht anheben, sie hielt die Hand unter den Fuß, dementsprechend nach unten "treten". Dann das hängende Bein, also den Unterschenkel nach vorne drücken (mit ihrem Druck von vorne), dann nach hinten drücken. Dann das Bein gerade Strecken, also Knie durchstrecken, sie drückte von oben aufs Knie, ich sollte dennoch versuchen, das Bein gerade und ruhig zu halten. Alles in allem fand ich eigentlich alle Übungen sehr schwer, mir fehlte für alles die Kraft. Die Schmerzen im rechten Knie wurden dabei immer intensiver.

Die anschließende Massage war dann am rechten Bein mit Abstand am schlimmsten. Das linke Bein und der Rücken waren (fast) harmlos, Stellenweise leicht schmerzhaft, aber kein Vergleich zum rechten Bein, was ich kaum aushalten konnte. Die "Triggerpunkte", die Muskelverhärtungen an der rechten Außenseite (des Oberschenkels) sind wieder deutlich dicker, intensiver geworden, ihre Berührungen in diesem Bereich waren kaum auszuhalten. 

Anschließend bin ich dann zügig zum Trainingsraum, also zum PT gelaufen. Heute haben wir uns beim Training "relativ viel" unterhalten, so dass ich kaum die Luft angehalten habe und immerhin keine Seitenstiche bekommen habe. Es fing mit Liegestützen auf der Matte an, was ganz gut geklappt hat. Dann auf dem Bauch liegend, die Arme zunächst in U-Haltung, dann nach vorne strecken. "Perfekt" bin ich dabei ganz bestimmt noch nicht, aber dennoch hat es besser geklappt als sonst (ich konnte die Arme dabei besser oben, also in der Luft halten). Mehrere Wiederholungen.

Dann ging es mit den Unterarm-Liegestützen auf dem Kasten weiter, heute in einer anderen Variante, die ich super schwer fand (für mich heute die schwerste Übung). Die Beine zusammen (was ich eh immer automatisch mache) und die Arme ebenfalls so nah wie möglich zusammen. Ich konnte mich so schon kaum halten. Dann erst gerade nach vorne (mit dem Körper), dann mehr zur rechten Seite, dann zur linken Seite. Bei beiden Seiten hatte ich in den Oberarmen sehr starke Stiche, konnte die Spannung nicht halten und bin jedes Mal früher zurück gegangen, also bevor er Pause sagen konnte. So lange konnte ich es nicht aushalten. In den Pausen bin ich dann jedes Mal sofort mit dem Körper hochgegangen, also aufgestanden, bevor er auf "dumme Gedanken" kommen konnte, also bezüglich des Hochdrückens aus dem Knien (darauf hatte ich heute wirklich so gar keine Lust). 

Dann ging es noch weiter auf dem Rücken liegend, einige Sit-Ups (gerade hoch), dann zur Seite hin (also mit im Wechsel angezogenen Beinen), alles mit mehreren Wiederholungen. So ziemlich als letztes (vor den üblichen kleinen Entspannungsübungen) auf dem Rücken liegend, die Beine gerade nach oben und dann langsam gestreckt nach unten, nicht ablegen, sofort wieder gerade hoch, dabei natürlich auf den geraden Rücken achten. Meinen Bauch habe ich dabei immer mehr gemerkt, konnte die Spannung mit der Zeit dann immer schlechter halten. Beim ersten Durchgang habe ich die Arme nur neben dem Körper abgelegt, dabei sprach er mich dann mehrmals auf den geraden Rücken an. Beim zweiten Durchgang hielt ich mich mal wieder "krampfhaft" seitlich an der Matte fest. Irgendwie kann ich dadurch mehr Spannung aufbauen, der zweite Durchgang verlief dadurch (was die Bauchspannung, also den geraden Rücken betrifft) wesentlich besser. 

Heute Abend war mit diesem Bein an Fahrrad fahren nicht mehr zu denken, das plane ich morgen wieder ein. Gegessen habe ich heute nur Gurkensalat (mit Essig/Öl), dazu wieder diesen Diät-Drink. Mein Freund hat sich eine große Lasagne gemacht, wollte mich überreden, davon mit zu essen. Gar keine Chance, den Rest hat er dann weg geschmissen. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 18.09.2019PetraM19/09/2019 - 04:466
Di. 17.09.2019PetraM18/09/2019 - 16:2213
Mo. 16.09.2019PetraM17/09/2019 - 14:2431
So. 15.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3730
Sa. 14.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3531
Fr. 13.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3223
Do. 12.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3019
Mi. 11.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2715
Di. 10.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2414
Mo. 09.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2114
So. 08.09.2019PetraM09/09/2019 - 07:1496
Sa. 07.09.2019PetraM08/09/2019 - 15:0177
Fr. 06.09.2019PetraM07/09/2019 - 13:4471
Do. 05.09.2019PetraM06/09/2019 - 08:5077
Mi. 03.09.2019PetraM05/09/2019 - 08:5070
Di. 03.09.2019PetraM04/09/2019 - 08:3773
Mo. 02.09.2019PetraM03/09/2019 - 09:1179
So. 01.09.2019PetraM02/09/2019 - 03:4866
Sa. 31.08.2019PetraM01/09/2019 - 15:1256
Fr. 30.08.2019PetraM31/08/2019 - 14:0551
Do. 29.08.2019PetraM30/08/2019 - 08:35121
Mi. 28.08.2019PetraM29/08/2019 - 02:4679
Di. 27.08.2019PetraM28/08/2019 - 08:2872
Mo. 26.08.2019PetraM27/08/2019 - 03:0761
So. (Nachtrag)PetraM26/08/2019 - 03:3362
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...