Mittwoch, 31.10.2012 KG (+ Verschiedenes)

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Im Vergleich zur letzten Woche war ich heute zum Glück wieder besser drauf. Im Moment, beim Schreiben, höre ich Musik vom MP3-Player. Den habe ich mir vorhin neu fertig gemacht, also mit neuer Musik. Zum einen habe ich endlich die CD von "Christoff" bekommen ("Feuerwerk"), der belgische Sänger vom "1.000 Sterne Hotel", die ich mir direkt auf den Computer bzw. auf den MP3-Player überspielt habe. Dazu nochmals Lieder sowohl von Ireen Sheer als auch von Maxi Arland, aber nur die flotten, damit ich beim Fahrradfahren gut in Schwung komme (mit dem Fahrradfahren will ich unbedingt in Kürze wieder anfangen). Außerdem hat mein Freund mir vor kurzem, sozusagen als "kleinen Seelentröster" vor dem Seminar, eine 3er-Box CD mit Liedern Best of the 80s geschenkt. Darauf sind nur flotte Lieder, die ich ebenfalls überspielt habe. Davon kenne ich noch alle Lieder, das sind schöne Erinnerungen an damals. 

Nicht dass hier einer meint, dass ich grundsätzlich alle Schlagersänger und Sängerinnen toll finden würde, es gibt zwar einige, die ich sehr gut finde, aber es gibt auch die Anderen, bei denen ich sofort umschalte, die ich mir keinesfalls anhöre. Dazu gehört z. B. Michael Wendler, gegen den ich eine absolute Abneigung habe. Außerdem Andrea Berg, ihr Lied "Du hast mich tausend Mal belogen" ist zwar "kult", aber dennoch kann ich diese Frau ebenfalls absolut nicht ausstehen. Ebenso Michelle mit ihrer "piepsigen" hellen Stimme, so helle Stimmen kann ich auch nicht haben. Und "Sänger", so wie Stefan Mross, die eigentlich gar nicht singen können, es aber trotzdem machen. Schlager ist halt nicht gleich Schlager, manche würde ich mir keinesfalls anhören, auch wenn es kostenlos wäre und für andere bin ich bereit viel zu zahlen, Hauptsache ich könnte sie mal live erleben. 

Ja, als ich diese CD (von Christoff) heute bekommen habe, darüber habe ich mich sehr gefreut. Diesbezüglich wollte ich noch kurz auf meinen gestrigen Eintrag eingehen, womit ich die Depressionen so weit in den Griff bekommen habe. Zum einen halt mit der Arbeit (Aufgaben und Verantwortung zu haben, also "gebraucht" zu werden), mit dem Sport (mit der Schmerzfreiheit und nach und nach mit den kleinen Erfolgen), aber auch mit dem Schreiben dieses "Tagebuches". Die positiven und negativen Alltagserlebnisse nicht mehr alle "in mich rein zu fressen", was einen mit der Zeit seelisch auch ganz schön belasten kann, sondern sie hier beim Schreiben "raus zu lassen". Das wurde uns sogar jetzt in dem Seminar empfohlen, also kein Tagebuch an sich zu schreiben, aber sich jeden Abend für ein paar Minuten hinzusetzen und zu überlegen, was war negativ, also welche Gedanken möchte ich symbolisch "in den Müll werfen" und was war positiv, was habe ich heute geschafft. Diese positiven Sachen sollen wir sogar aufschreiben, um jeden Tag die schönen Seiten des Lebens festhalten zu können. Ja, und da ich eh immer schon gerne Schreibe, früher auf der Schreibmaschine und jetzt halt auf der Tastatur, habe ich mich halt für das Schreiben eines solchen Tagebuches entschieden (was mir in den letzten beiden Jahren auch von den Psychologen empfohlen worden ist). 

Ich werde hier allerdings niemals Namen nennen, weil ich das total unfair finde. Es gibt ja auch Tagebücher im Internet, in denen Namen genannt werden. Ob das dann die richtigen sind, das weiß ich natürlich nicht. Ich schreibe bzw. schildere hier ja alles aus meiner persönlichen Sicht, so wie ich die Dinge von mir aus sehe, wie ich alles erlebt habe. Wie es häufig ist, empfinden oder sehen andere Menschen die gleichen Sachen aus ihrer Sicht vielleicht völlig anders. Ich fände es dann total unfair, wenn ich mich über jemanden aufrege, dessen Namen hier dann öffentlich reinzuschreiben, diese Person dann "an den Pranger" zu stellen. Nein, das werde ich hier ganz bestimmt nicht machen. 

Im Moment beneide ich meine Freundin total für ihren Mut. Wir arbeiten ja im gleichen Haus, in verschiedenen "Abteilungen". Sie war seit vielen Jahren in der gleichen Abteilung, bekam dort vor einiger Zeit eine neue Abteilungsleiterin, mit der sie sich nicht so besonders gut verstand. Daraufhin machte sie "Nägel mit Köpfen" und bewarb sich spontan um eine andere Stelle, also innerhalb unseres Hauses, die in einer anderen Abteilung angeboten worden ist. Ja, sie hatte tatsächlich Glück und bekam die Zusage, ab Freitag fängt sie beruflich also neu an. Ja, und das mit 53 Jahren (sie ist 10 Jahre älter als ich). Ich finde das unwahrscheinlich mutig von ihr, diesen Schritt zu wagen, nochmals mit ganz neuen Aufgaben und Kollegen zu starten. Ich weiß nicht, ob ich auch diesen Mut hätte. Ich habe zwar schon öfters gedacht, so nach dem Motto "Was wäre wenn...", aber ob ich mir diesen Schritt dann tatsächlich zutrauen würde, das weiß ich nicht. Auch wenn es hin und wieder Probleme oder Ärger gibt (das kann es schließlich überall mal geben), jetzt weiß ich, was ich habe, aber bei einer neuen Stelle wüsste man nicht genau, was auf einen zu kommt, welche Aufgaben und auch welche Kollegen, wie man mit denen dann klar kommt. Ja, ich finde diesen Schritt von meiner Freundin unwahrscheinlich mutig, in dieser neuen Abteilung sozusagen nochmals bei "Null" zu starten. Ich hoffe bzw. wünsche ihr, dass sie in der neuen Abteilung glücklicher wird, dass sie diesen Wechsel letztendlich nicht bereuen wird!!! 

Dann habe ich mal wieder eine Mail von meiner "früheren" Brieffreundin aus Erfurt bekommen. Sie tut mir so leid. Wie ich vor einiger Zeit bereits mal geschrieben habe, hat sie vor rund 2 Jahren den "Mann fürs Leben", ihre große Liebe gefunden, wurde kurz danach bereits schwanger. Ihre Tochter ist inzwischen ein Jahr alt. Die beiden sind nicht verheiratet, wohnen auch noch in getrennten Wohnungen, hatten eigentlich geplant, etwa Ende diesen Jahres zusammen zu ziehen. Also, diese Pläne liegen scheinbar längst auf Eis, weil sie über eine Trennung nachdenken. Meine Brieffreundin kümmert sich längst alleine um alles (also um ihre Tochter), einschließlich der finanziellen Dinge, von diesem Mann scheint nichts mehr zu erwarten zu sein. Das tut mir so richtig leid, ihre Briefe in den letzten beiden Jahren (auch wenn es nur wenige gewesen sind) waren immer so positiv, ja, aber so schnell kann es gehen. In den Sommerferien war alles noch positiv, da waren sie noch zusammen im Urlaub und jetzt denken sie ernsthaft an eine Trennung. Als ich meiner Mutter davon erzählt habe (sie weiß ja von dieser jahrelangen Brieffreundschaft, die 1992 angefangen hat), da meinte sie direkt, dass ich mich möglichst neutral verhalten solle. Ich habe selber genug Probleme, also seelische Aufregungen, solle lieber versuchen, mein eigenes Leben in den Griff zu bekommen, anstatt mich mit Problemen von anderen zusätzlich zu belasten. Natürlich weiß ich, dass sie es nur gut meint, trotzdem tut mir meine Brieffreundin wirklich leid. 

Meine Mutter findet es übrigens sehr gut, dass ich wieder mit dem Schwimmen bzw. mit der Wassergymnastik anfangen will. Zu diesem neuen Start hat sie mir am Freitag, als ich bei ihr war, eine neue "Schwimmbrille", also gegen das Chlorwasser geschenkt. Ich versuche zwar immer "aufzupassen", dass ich kein Wasser in die Augen bekomme (sonst fangen sie mächtig an zu brennen), aber das lässt sich hin und wieder halt nicht vermeiden (das ist mir sogar früher bei der Wassergymnastik passiert, wenn das Wasser bei manchen Übungen sehr in "Wallung" gekommen ist, so dass man dann das Wasser ins Gesicht bekommen hat, das hat dann nichts mit "Wasserscheu" zu tun, sondern nur mit empfindlichen Augen). Meistens setze ich so eine Brille zwar eh nicht auf, aber "für den Fall der Fälle", wenn ich dabei doch mal eine Brille brauche, dann habe ich sie auf jeden Fall. 

Ja, heute war ich ja zur KG, was zunächst unter keinem "guten Stern" stand. Als mein Freund von der Frühschicht nach Hause kam, war er total müde und hat mich gefragt, ob er sich hinlegen könne, ob ich bitte mit der Bahn zur Therapie fahren könne. Das war natürlich grundsätzlich kein Problem, dafür habe ich ja schließlich die Fahrkarte, bin ja eh viel mit Bahnen unterwegs. Ich bin dann pünktlich zur Haltestelle gegangen, so dass ich normalerweise vor der KG sogar noch Zeit gehabt hätte. Fürs Wartezimmer hatte ich mir sogar was zum Lesen mitgenommen. Ja, und dann stand ich an der Haltestelle und wartete, und wartete, aber es kam keine Bahn. Ich wollte dann schon wieder nach Hause gehen, meinen Freund wecken, damit er mich doch fahren könne, aber bis er dann angezogen gewesen wäre, dann wäre ich eh auf jeden Fall zu Spät zur KG gekommen. Also habe ich halt weiter gewartet. Nach einer halben Stunde kamen dann endlich 4 Bahnen direkt nacheinander. 

Genau zu der Zeit, als eigentlich meine KG beginnt, war ich dann endlich in der Stadt, musste aber noch etwa 10 Minuten bis zum KG-Institut laufen. Unterwegs rief ich dort dann schon mal an, damit meine Therapeutin zumindest schon mal Bescheid wusste, dass ich unterwegs bin. Mit rund 10 Minuten Verspätung kam ich dort dann endlich an. 

Heute standen ja KG und Massage auf dem Plan. Wir haben dann ausgemacht, dass wir die KG heute verkürzen, damit für die Massage etwas länger Zeit bleibt (nach mir kam eigentlich eine weitere Kundin). Wie es der Zufall wollte, ging dann während der KG ihr Telefon und diese andere Kundin rief an, dass sie im Stau steht (auf der A 52), ein Unfall und es lief gar nichts mehr. Deswegen sagte sie ihren Termin ab, woraufhin wir uns mit meiner Therapie etwas mehr Zeit lassen konnten, nicht mehr so unter Druck standen ("Glück im Unglück" nenne ich so was).

Die KG war zum Teil wieder mächtig schwer. Auf dem Rücken liegend (auf der Liege) in erster Linie für einen geraden Rücken und für die Beine. Unter anderem war die Brücke mal wieder dabei (also Beine aufstellen und mit dem Becken hoch), dann auch oben auf der Stelle laufen. Dann auf dem Rücken liegend die Beine angewinkelt anheben, sie leicht nach unten strecken (Richtung Fußende), aber nur etwas, dort dann halten, einschließlich des geraden Rückens. Dann wieder mit ihrem Gegendruck, also mal vor die Knie und mal von unten, vor die Füße. Dann die Knie etwas mehr anziehen, mit dem Oberkörper hoch kommen und mit den Händen selber vor die Knie drücken. Dabei hatte ich mit der Atmung mal wieder erhebliche Probleme. Um genug Spannung im ganzen Körper zu haben, also auch den Bauch angespannt zu lassen, habe ich die Luft intensiv angehalten, was meiner Therapeutin so gar nicht gefiel. Wir haben davon mehrere Wiederholungen gemacht und sie hatte reichlich "Mühe", mich dazu zu "überreden", dabei zu atmen. Allerdings, sobald ich dann doch etwas geatmet habe, konnte ich die Spannung im Bauch wirklich nicht mehr so intensiv halten. 

Ich habe inzwischen zwar schon so oft gehört, dass es "verschiedene" Atemmöglichkeiten gibt, bei mir klappt das aber nicht so richtig. Mal atmet man tief in den Bauch und mal nur "flach" in den Brustkorb, so dass der Bauch dabei ruhig und flach bleibt. Das kann ich aber nicht, wenn ich atme, dann im Prinzip immer in den Bauch rein, den Bauch dabei dann gleichzeitig angespannt zu lassen, das klappt bei mir nicht. Entweder atmen, oder Bauchspannung, ansonsten habe ich halt ein Problem....

Danach folgten noch weitere Übungen mit gestreckten Beinen, mal nur komplett anspannen (einschließlich Füße und Knie), dann mal wieder mit ihrem Gegendruck, mal von außen vor die Knie, dann von innen. 

Bei der anschließenden Massage haben wir uns sehr intensiv unterhalten, so dass ich sehr gut abgelenkt war. Nachdem wir in der letzten Zeit (bei KG und beim Training) sehr viel für die Beine gemacht haben (immerhin lassen seitdem die Schmerzen in den Oberschenkeln deutlich nach), hatte ich in den Waden schmerzhafte, harte Verspannungen, worum sie sich heute intensiv gekümmert hat. Stellenweise tat es zwar ziemlich weh (wesentlich mehr als die derzeitige Rückenmassage), aber wie gesagt, durch das Gespräch war ich gut abgelenkt, so dass ich diese Schmerzen nicht ganz so intensiv wahrgenommen habe. 

TitelAutorDatumBesucher
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1589
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0236
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4652
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5054
Fr. 27. Nov. 2020PetraM28/11/2020 - 18:2991
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:0473
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36139
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25139
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33163
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19141
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29165
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04153
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31128
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Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45183
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Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16116
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01140
Di. 10. Nov. 2020PetraM11/11/2020 - 08:0789
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