Mo. 02. April 2018 (Ostermontag)

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Ja, das war also Ostern 2018. 

Das hatte ich mir natürlich völlig anders vorgestellt.

Mir geht es heute Abend zwar etwas besser, aber nur ganz minimal. 

Der Hustenreiz ist etwas weniger geworden. Aber wenn ich einen Hustenanfall bekomme, dann rasselt es immer noch heftig. Dabei habe ich immer die Stiche in der Brust. Das tut immer so weh.

Der Schnupfen ist etwas weniger geworden (die Nase läuft weniger), dafür geht sie jetzt immer wieder zu. Auch Nasenspray hilft da nicht allzu viel. 

Und meine Stimme ist erbärmlich. Ein Kommen und Gehen. Zeitweise nur ein Krächzen und total heiser, zeitweise wird sie etwas normaler, aber dann geht das Krächzen doch wieder los.

So war es auch heute Nachmittag, als mein Trainer hier war. Anfangs ging die Stimme gerade wieder weg. Er war dann unsicher, ob er mit mir überhaupt ein Training durchziehen wollte. Aber ich wollte es unbedingt. Denn wenn nicht, dann könnte ich nächste Tage vor Schmerzen wieder nicht Laufen. 

Im Ganzen war ich heute eh sehr still, habe die Stimme viel geschont.

Wir beide (mein Freund und ich) haben zur Zeit etwas "Sendepause". Nein, keinen Streit, es ist alles in Ordnung. Aber mein Freund fühlt sich halt total schlecht. Er hat ja seit über 2 Wochen kaum noch geschlafen. Er ist total übermüdet und dementsprechend auch gereizt. Er sagt immer, dass ich nichts persönlich nehmen soll. Aber auf harmlose Sätze reagiert er schnell sauer und gereizt.

Dann bin ich lieber still. Wir lassen uns lieber gegenseitig etwas in Ruhe. 

Ja, aber deswegen fand ich es schön, dass mein Trainer heute Nachmittag hier war. Ich fand es so richtig schön, mit ihm mal etwas reden zu können. 

Nach dem Training hat er mir dann noch rund 3/4 Stunde mit meinem neuen Handy geholfen. Das fand ich total super klasse. Ich hatte so einige Fragen (z. B. wie man Apps installiert usw.), er hat mir alles in Ruhe erklärt, hat mir ein paar Sachen eingerichtet und auch, wenn bei mir etwas zunächst nicht richtig geklappt hat, trotzdem blieb er total ruhig, dann haben wir es halt mehrmals gemacht, bis ich damit dann klar gekommen bin.

Zum Beispiel bezüglich der Tastatur. Wie man Umlaute wie Ü usw. schreibt. Ich hatte Namen im Telefonbuch statt mit Ü mit UE eingegeben. Das wollte ich gerne ändern. Bei den ersten Versuchen klappte es nicht so richtig, aber wir haben es so lange gemacht, bis ich es dann richtig hatte. 

Er hat mir auch dieses Whatts-App eingerichtet und gezeigt, wie es funktioniert, einschließlich der Anlage von Fotos. 

Danach habe ich mich noch etwa eine halbe Stunde alleine mit diesen neu erlernten Sachen beschäftigt. Aber dann musste ich erst mal etwas runter fahren, alles im Kopf verarbeiten und habe rund eine Stunde geschlafen. 

Ich finde bei ihm immer so "drollig" wie er immer direkt "Nägel mit Köpfen" macht. Nach dem Motto "Hausaufgabe" (Grins). 

Bei der Schwester von meinem Freund habe ich (per Mail) gesagt (bzw. geschrieben), dass sie sich die neue Rufnummer schon mal aufschreiben soll. Ich werde aber erst das restliche Guthaben von Aldi (noch rund 11 Euro) aufbrauchen, erst dann werde ich ganz auf das neue Handy umsteigen. 

Mein Trainer lässt sich auf so was aber gar nicht ein. Wenn er was erklärt hat, dann will er direkt sehen, dass man es anwendet, dass man es verstanden hat. Also soll ich die nächste Terminabsprache dann direkt mit diesem Whatts-App machen. Ja, mal sehen, wie ich alleine dann damit klar komme.

Das ist übrigens der Tarif, den ich jetzt aktuell habe (weil ich danach gefragt worden bin).

https://www.congstar.de/handytarife/smart-allnet-flat-tarife/smart-tarif...

Als wir beide vorhin mit dem Handy zusammen saßen, da musste ich an früher denken, als ich in Englisch Nachhilfe bekommen habe.

Ich bin ja sozusagen im Turnverein aufgewachsen. Bei der Leichtathletik war auch ein älterer Junge, der bei mir, wenn meine Eltern bei großen Veranstaltungen waren, öfters mal "Baby-Sitting" gemacht hat. Er war für mich ein "guter Freund", wie ein großer Bruder sozusagen. 

Meine Eltern haben sich ja von Anfang an, von der ersten Klasse an sehr um mich gekümmert, haben alles mit mir geübt, Hausaufgaben kontrolliert usw. Mein Vater ja in Mathe, was ja eines seiner Hobbys war.

Mein Vater war nie sehr geduldig. Man musste alles beim ersten Mal verstehen, was bei mir aber nur selten der Fall war. Er fing immer schnell an zu Schreien. Und wenn ich es nach dem zweiten oder dritten Versuch immer noch nicht konnte, dann fing er ja an zu schlagen. Ein paar Schläge in den Nacken. So lange, bis ich es endlich richtig begriffen hatte.

In der 5. Klasse bekam ich dann ja Englisch dazu. Damit hatte ich von Anfang an Probleme. Die Aussprache an sich, dazu die ganzen Vokabeln lernen. In der 6. Klasse, nach dem Wechsel zur Gesamtschule, ging dann gar nichts mehr. Ich kam absolut nicht mehr mit.

Es half alles nichts, ich brauchte dringend eine gute Nachhilfe. Meine Eltern konnten aber (zum Glück) beide kein Englisch. Sie erzählten es im Turnverein. Der Junge, der früher schon auf mich aufgepasst hatte, machte inzwischen sein Abitur. Er wollte Englisch studieren und Lehrer werden (was er dann auch wirklich geworden ist). 

Er sprach sofort meine Eltern an, ob er mir helfen dürfe. Sie fragten mich, ob ich was dagegen hätte. Nein, alles klar, ich kannte ihn ja eh schon seit Jahren. Ich war dann sozusagen seine erste Schülerin. 

Er hat mich dann also von der 6. Klasse bis zum Ende der Schulzeit, bis zum Ende der 10. Klasse, Woche für Woche, Jahr für Jahr begleitet. Er kam 2 mal wöchentlich zu uns für je eine Stunde. In der Schule habe ich mir Stichpunkte gemacht und er hat dann abends alles mit mir zusammen erarbeitet und gelernt. Vokabeln abgefragt, die richtige Aussprache (mit diesem TH hatte ich immer so Probleme), zusammen haben wir die Hausaufgaben gemacht, vor Klassenarbeiten intensiv geübt, so dass mein Notendurchschnitt in Englisch immer bei 3 (befriedigend) lag (da ich mündlich ja immer still war, mich mit den schriftlichen Noten aber über Wasser halten konnte).

Er war das Gegenteil von meinem Vater. Er war immer ruhig, egal wie viele Wiederholungen wir bei manchen Sachen machten mussten. Ich hatte damals so einige Lehrer, die ich überhaupt nicht ausstehen konnte. Ja, aber so einen Lehrer wie ihn habe ich mir damals immer gewünscht.

Ja, ohne ihn hätte ich meine Schulzeit mit Englisch in keinster Weise geschafft. 

In der 7. Klasse kam dann ja das Wahlpflichtfach hinzu. Ich hätte ja gerne Musik genommen, aber weil meine Tante gerade den Franzosen geheiratet hatte, bestanden meine Eltern darauf, dass ich Französisch lernen sollte.

Eine Katastrophe für mich. Noch viel schlimmer als Englisch. Meine Mutter ging sofort zur Schule, dass ich schnellstmöglich Nachhilfe bräuchte. Ich bekam eine Abiturienten, die sich ebenfalls um mehrere Mitschüler von mir kümmerte.

Sie war zwar nett, aber mit ihr kam ich trotzdem nicht so richtig klar. Auch mit ihr 2 mal wöchentlich für eine Stunde. Sie machte immer so viele Vergleiche. Sie meinte es vielleicht motivierend, aber für mich war es eher negativ, ich fühlte mich mehr wie ein Versager. Jedes Mal, wenn ich etwas nicht sofort konnte, dann meinte sie, dass Die und Die (aus meiner Klasse) es aber alles schon können. So schwer sei es doch gar nicht, stell dich nicht so an, konzentrier dich mehr, dann wirst du auch besser werden. Nein, diese Vergleiche fand ich gar nicht gut.

Sie begleitete mich dann ebenfalls bis zum Ende der 10. Klasse. In Französisch war ich zwar immer deutlich schlechter als in Englisch (mit Durchschnitt 4), aber Hauptsache ich habe den Abschluss geschafft.

Ja, aber die Art von meinem damaligen Englisch-Nachhilfe-Lehrer, die kann man halt total mit meinem Trainer vergleichen. Die Beiden sind sich total ähnlich. Als er mir vorhin ein paar Sachen erklärt hat, es auf Anhieb nicht so richtig geklappt hat, es aber trotzdem ganz ruhig weiter ging (auch noch mit verschiedenen anderen Sachen), bis dann alles soweit richtig geklappt hat), da musste ich halt total an früher denken. Ja, so bin ich aufgewachsen, so lief es schon früher ab, wenn ich neue Sachen lernen musste.

Zumindest mit "fremden" Lehrern. Also nicht, wenn mein Vater mir was beibringen wollte. Bei ihm war es mit dem Schreien halt immer das totale Gegenteil. 

Von meiner Mutter habe ich eh nie wirklich was gelernt. Bei allen Fragen nahm sie mir die Sachen aus der Hand, ich solle in mein Zimmer gehen (Fernsehen gucken oder Lesen) und sie hat es dann für mich gemacht (nach dem Motto "Du kannst es nicht, Du schaffst es nicht, lass es sein"). So war sie bis zum letzten Tag. Anders kannte ich sie gar nicht. 

Auch wenn mein Vater (bei Kontrolle der Hausaufgaben und beim Üben für Klassenarbeiten) immer viel geschrien hat, trotzdem habe ich von ihm immer viel gelernt. Ohne ihn hätte ich die Schulzeit in Mathe und Physik niemals geschafft. 

Ja, heute Nachmittag hatte ich ja zunächst mein Training. Es war im Vergleich zu sonst wirklich nur ein kleines Programm, auch viel leichter als sonst. Sonst hätte ich es auch nicht geschafft. Es war sozusagen nur eine Bewegungs-Therapie (damit ich keine Schmerzen bekomme).

Auch darin ist mein Trainer halt sehr gut. Er kennt unzählige Übungen und kann sich immer sehr gut den Gegebenheiten, also meiner körperlichen Verfassung anpassen.

Heute ging es nur darum, alle Muskeln mal bewegt, mal mobilisiert zu haben. Dieses Ziel hat er mit diesem Training voll und ganz erreicht.

Zuerst ein kleines "Aufwärmprogramm".

Ein bisschen für die Beine, für die Knie.

Steppbrett-Training. Im langsamen Rhythmus nur etwas hoch und runter, mal mit links beginnend, mal mit rechts beginnend.

Mit einem Bein oben stehen, das untere Knie nach oben ziehen, mit dem Oberkörper (gegengleicher Ellenbogen) zum Knie drehen. Also den Oberkörper dabei etwas bewegen, etwas drehen.

Mit den 5 kg Hanteln etwas Kreuzheben. Nicht zu intensiv, auf die Grundbewegung kam es an.

Leichte Kniebeugen mit den 3 kg Hanteln, beim Hochkommen die Arme im Wechsel in Schulterhöhe nach vorne strecken.

Dann ging es runter auf die Matte.

Zuerst auf alle Viere.

Ein Bein angewinkelt nach oben, nach oben kicken. Das fiel mir schon schwer. Normalerweise kann ich es sehr gut. Aber dabei habe ich schon gemerkt, dass die Kraft in den Oberschenkeln schon deutlich nachlässt. Das Bein (beide Seiten) fühlte sich so richtig schwer und weich an. Ich musste mich konzentrieren, um es trotzdem nach oben zu bekommen.

Gegengleichen Arm/Ellenbogen unter dem Bauch zum Knie führen, dann beides lang strecken (also Bein in Hüfthöhe strecken), etwa 4 Sekunden oben halten. Dabei musste ich mich aufs Gleichgewicht konzentrieren.

Bei den Übungen auf allen Vieren kamen wieder Korrekturen, weil ich nicht auf die Schultern geachtet habe, damit zu tief durch hing.

Mit der 3 kg Hantel seitlich arbeiten, also den Arm angebeugt seitlich zur Seite hochziehen.

Auf allen Vieren Katzenbuckel und durchhängen lassen, also im ruhigen, gleichmäßigen Wechsel. Den Rücken etwas mobilisieren. 

Danach 3 x die Unterarmstütze, was gut geklappt hat.

Dann ging es auf dem Rücken liegend weiter.

Erst etwas mobilisieren, flach liegen und die Beine (aufgestellt) etwas hin und her pendeln.

Beine aufstellen, Füße auf Fersen und zur Brücke hoch wippen.

Dabei fiel es mir heute schwer, immer wieder Spannung in die Oberschenkel und den Po zu bringen.

Dann oben bleiben und etwas auf der Stelle laufen. Langsam laufen, Bein immer etwa 4 Sekunden oben halten.

Ich musste dabei aufpassen, dass ich wirklich oben bleibe, meine Hüfte hing immer wieder nach unten durch. Er meinte mehrmals, dass ich den Po mehr anspannen müsse (um nicht durchzuhängen).

Danach folgten Crunches.

Jeweils ein Bein aufstellen, ein Bein anziehen, Hände hinter den Kopf, Oberkörper hoch, ein Bein/Knie anziehen und mit dem Oberkörper zum Knie ziehen. Beim Runtergehen das Bein flach über dem Boden strecken und wieder dem Körper entgegen ziehen.

Erst mit rechts, dann mit links, dann mittig (beide Beine erst anziehen, dann flach über dem Boden strecken).

Dann noch für den Bauch, flach liegen und die Beine im Wechsel, Knie zum Bauch ziehen, dann flach über dem Boden strecken.

Ja, beim heutigen Training stand weder das Fitness-Training, noch das Kraft-Training im Vordergrund. Heute ging es nur darum, etwas Spannung in den Körper, in alle Muskeln zu bringen, damit ich keine Schmerzen bekomme, auch nächste Tage noch schmerzfrei Laufen kann.

Aktuell geht es mir muskulär wirklich sehr gut, ich bin völlig schmerzfrei.

Ja, aber diese Übungen (diese Vielzahl an Übungen) kenne ich halt nicht. Ich kann mich (als Laie) halt nur an meinen Trainingsplan halten, den ich aktuell mit dieser heftigen Erkältung völlig vergessen kann.

Deswegen bin ich wirklich froh, dass ich meinen Trainer kenne, dass er diesbezüglich so flexibel ist, immer so auf einen eingeht.

Ja, dieses heutige, angepasste Training war wirklich wieder super gut.

TitelAutorDatumBesucher
Do. 24. Mai 2018PetraM25/05/2018 - 04:081068
Mi. 23. Mai 2018PetraM24/05/2018 - 08:451103
Di. 22. Mai 2018PetraM23/05/2018 - 04:181298
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Mo. 21. Mai 2018 (Pfingsten)PetraM22/05/2018 - 02:481056
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