Montag, 05.11.2012 Schulung und KG

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Heute war ja mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub. Es war ja kein normaler Arbeitstag, da wir ja heute (und morgen auch noch) eine Schulung hatten. Ansonsten hätte ich heute auf jeden Fall noch Urlaub genommen. 

Der Tag fing schon mächtig "unruhig" an, wobei ich noch "Glück im Unglück" hatte, ein paar von meinen Kollegen bzw. Kolleginnen hatten weitaus mehr Pech. Bei der Bahn gab es technische Störungen, so dass ich erst später im Büro war, als ich es ursprünglich eingeplant hatte (ein paar von meinen Kollegen kamen dadurch noch wesentlich später, sie kamen noch schlechter durch als ich). 

Heute morgen hatte ich dann erst überlegt, ob ich kurz zu den Anderen gehen sollte, mich dort kurz "zurück" melden sollte, was ich jedoch nicht gemacht habe. Irgendwie fehlte mir heute morgen dazu der "Mut". Und da ich vor der Schulung ja eh nicht mehr allzu viel Zeit hatte, habe ich diese restliche Zeit lieber dazu genutzt, um schnell ein Brötchen zu essen und eine Tasse Kaffee sowie ein Glas Wasser zu trinken. Etwas später bei der Schulung habe ich ja eh (fast) alle Kollegen gesehen. Aber selbst, wenn ich mich heute morgen nicht dazu aufraffen konnte, schon morgens mit den Anderen "Kontakt" aufzunehmen (zu dieser Zeit "verkrieche" ich mich meistens in mein Büro), wegen diesem kleinen "Fehlstart" (weil ich es letzte Woche eigentlich anders geplant hatte) will ich mich jetzt nicht zu sehr unter Druck setzen. Ich fand es wirklich wichtiger, morgens schnell was zu trinken. Im Laufe des Tages, während der Schulung, war ich so konzentriert, dass ich das Trinken mal wieder völlig vergessen habe. Erst als ich nachmittags Kopfschmerzen bekommen habe, fiel es mir mal wieder ein. Die Kopfschmerzen hielten sich dann bis in den Abend hinein. Im Laufe des Abends (also zu Hause) habe ich dann relativ viel getrunken, bis die Kopfschmerzen dann schließlich (ohne Aspirin) wieder weggegangen sind. 

Die Schulung war sehr interessant. Im Prinzip sind alle "Floskeln" und Redewendungen, die man bei Briefen aus dem Sprachgebrauch her kennt, inzwischen "falsch", weil sie veraltet sind. Es gibt unzählige Neuerungen, was man nicht mehr schreibt und wie man es stattdessen formulieren sollte. In privaten Briefen (z. B. an Versicherungen usw.) werde ich die "alten" Sätze jedoch weiterhin anwenden, die Empfänger benutzen ja meistens selber noch die alten Redewendungen, aber auf der Arbeit muss ich natürlich die ganzen Neuerungen beachten.

"In Bezug auf" und ähnliche Satzanfänge werden z. B. gar nicht mehr benutzt, ebenso "oben genanntes" (z. B. o. g. Schreiben), alles muss mit anderen Worten "umschrieben" werden. Auch "als Anlage oder anliegend" ist veraltet (dafür z. B. beigefügt). Grundsätzlich nicht zu lange Sätze bilden, jeder Satz sollte nicht viel mehr als 10 Wörter haben. Zwischendurch hat der Unterricht mich sehr an mein Seminar vor zwei Wochen erinnert. Bei ein paar Sätzen sollten wir halt andere Wörter für diese standard Floskeln sagen, welche anderen Wörter man stattdessen benutzen kann. So eine ähnliche Übung hatten wir ja auch beim Seminar, dass man bei "Problemgesprächen" nicht in der "Du bzw. Sie"-Form sprechen soll, sondern in erster Linie aus der "Ich"-Perspektive und mit welchen verschiedenen Worten man den gleichen Inhalt dann trotzdem sagen kann. In der deutschen Sprache gibt es dafür unzählige Möglichkeiten. 

Am schlimmsten fand ich persönlich ein kleines "Spiel", das wir am frühen Nachmittag zur Auflockerung gemacht haben. Zum Glück war das eine Gruppenaufgabe, denn alleine hätte ich es nicht geschafft. Es war so eine Art "Textaufgabe", wie man sie auch aus Rätselzeitungen kennt. Nach dem Motto "A ist ein Anwalt, B fährt ein rotes Auto und C ist doppelt so alt wie D.....". Alle Angaben richtig zuordnen, bis man weiß wie alt jeder ist, welchen Beruf jeder hat usw. An solchen Aufgaben verzweifel ich immer total, dieses logische Denken, dieses "Um-die-Ecke-Denken" das fehlt mir total. Wenn wir früher solche ähnlichen Aufgaben in Mathe hatten, dabei dann also gleichzeitig noch gerechnet werden musste, dabei habe ich grundsätzlich aufgegeben. Das konnte mein Vater noch so oft mit mir üben, ich blickte trotzdem nicht da durch. Bei der damaligen Klassenarbeit habe ich auch aufgegeben und habe es mittendrin abgegeben, habe damit auch eine "Sechs" riskiert. Selbst wenn ich eine Stunde davor sitzen würde, ich würde es trotzdem nicht schaffen. Auch in Zeitungen habe ich bisher kein einziges von diesen Rätseln lösen können. Auch vorhin war ich damit total überfordert. Zum Glück hatten meine Kollegen aber den Überblick (ich war in einer 3er-Gruppe), so dass ich letztendlich im Prinzip die Lösungen nur aufschreiben musste und die Beiden haben mir alles gesagt. Aber immerhin haben die Beiden geschafft, es richtig zu lösen. 

Ansonsten war die Schulung aber echt gut, der Lehrer, ein älterer Herr, ist gut drauf und total locker. Er bringt den ganzen Stoff sehr locker und mit vielen guten Sprüchen und Vergleichen rüber, so dass man sich als "Erinnerung" auch sofort kleine "Eselsbrücken" bauen kann. 

Etwa in der letzten Stunde (es ging bis etwa 16 Uhr) ließ meine Konzentration dann rapide nach. Als letzte Übung sollten wir nochmals, so wie vormittags, für verschiedene Sachverhalte andere Formulierungen finden, halt nicht die üblichen Floskeln  nehmen. Ich konnte mich jedoch kaum noch konzentrieren, mir fiel nichts gescheites mehr ein und stattdessen bin ich dann doch wieder in die alten Redewendungen verfallen, die wir ja eigentlich meiden sollten. Da wir dann rechtzeitig Feierabend gemacht haben (morgen geht es ja weiter), habe ich "meinen" Zug noch bekommen, so dass ich dann noch pünktlich zur KG gekommen bin. 

Bei der KG lag ich heute dann mal wieder auf der Liege (auf dem Rücken) und es folgten einige Übungen für die Beine. Immer im Wechsel, mal ein paar Übungen mit dem rechten Bein, dann die gleichen mit dem linken. Mit der Zeit wurden meine Beine immer schwerer und ich konnte sie kaum noch oben halten. Meine Therapeutin hat mir dann etwas geholfen. 

Mal das Bein strecken, also insbesondere das Knie ganz gerade halten und mit dem Bein hoch (bis zur Diagonalen) und wieder runter. Dann das Bein in der Diagonalen halten und mit dem Fuß "winken". Danach den Oberschenkel wieder in der Diagonalen halten und mit dem Unterschenkel hoch (bis zum geraden Strecken) und wieder runter. Dann das Bein nur wenige Zentimeter von der Liege anheben und gestreckt nach außen (so weit es geht) und wieder zurück. Danach ebenfalls leicht oberhalb der Liege halten und wieder mit dem Fuß "winken". Anschließend wieder hoch zur Diagonalen und Kreise nach rechts, danach Kreise nach links (jede Bewegung heute 10 Mal). Dann erst mit jedem Bein einzeln "Fahrrad fahren", als Abschluss dann mit beiden Beinen in der Luft Fahrrad fahren. Alles in allem gingen diese Übungen mächtig in die Beine. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 02. Dez. 2020PetraM03/12/2020 - 08:314
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1594
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0240
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4655
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5057
Fr. 27. Nov. 2020PetraM28/11/2020 - 18:2993
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:0474
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36141
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25139
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So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19141
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