Montag, 07.01.2013 (Arbeit und KG)

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So, diesen Tag habe ich auch "geschafft". Letzte Nacht konnte ich kaum schlafen, ich bin zwar ein bisschen eingeschlafen, hatte aber nur total unruhige Träume. Heute morgen war ich dann etwas "gerädert" (was auch kein Wunder war), total nervös und hatte leichte Rückenschmerzen im unteren Rücken. Aber das kam mit Sicherheit vom Seelischen. Anfangs war ich heute morgen dann noch so richtig gut drauf. Mein Freund hatte heute morgen ebenfalls eine ganz gute Stimmung (was bei einem "Morgenmuffel" keinesfalls normal ist), so dass wir beide heute morgen im großen und ganzen bereits gut drauf waren. Es war total locker. Er hat mich dann zum Bahnhof gefahren.

Im Zug wurde es mir dann vor Aufregung total schlecht. Ich fahre etwa eine halbe Stunde und in dieser Zeit wurde es mir immer schlechter. Meine innere Aufregung und Unruhe war vom Feinsten. 

Auf der Arbeit habe ich dann zunächst meine Mails durchgeguckt und in mein Postfach geguckt, also welche Posteingänge darin für mich lagen. Erstmal eine kleine "Bestandsaufnahme", wie in etwa der aktuelle Arbeitsstand ist. 

Dann hatte ich die ersten Kontakte mit meinen Kolleginnen. Alle waren total nett, freundlich und auch total hilfsbereit. Ich war mir zunächst total unsicher, um welche Aufgaben ich mich denn nun kümmern solle. Ich wusste ja nicht, inwieweit die Aufgaben in den letzten Wochen auf die Kolleginnen aufgeteilt worden sind. Eine Kollegin meinte dann zu mir, ich solle so weitermachen, wie vor dem Krankenschein, zumindest so lange, bis ich vom Chef etwas anderes gesagt bekomme. Ich habe dann halt mit meinen bisherigen Aufgaben losgelegt. Da mein Kollege weiterhin (auf unbestimmte Zeit) krank ist, mit Telefonzentrale und Postdienst, anschließend mit meinen "üblichen" Aufgaben.

Dann kam "DER" Anruf, dass ich zu meinem Chef kommen solle, insbesondere um die Aufgaben durchzusprechen. Wie auf Knopfdruck bekam ich in diesem Moment ganz heftige Bauchschmerzen, aber da musste ich in dem Moment dann halt durch. Die Stimmung mit meinen Kolleginnen heute morgen war total locker und ich war gut drauf, aber in dem Moment, als ich das Büro meines Chefs betrat, musste ich sofort mit den Tränen kämpfen. Auf Dauer würde diese Situation wirklich nicht gut gehen.

Als ich dort dann schon saß, gemeinsam mit einem Kollegen, da hat sich das Gespräch dann zunächst noch etwas verzögert. Ich habe dann nur gedacht, reiß dich jetzt bloß zusammen, der Tag fing doch ganz gut an, jetzt bloß keine Tränen, es gibt keinen Grund dazu. Ich habe mich dann ganz intensiv an schöne Situationen erinnert, bei denen ich gute Stimmung hatte und wobei ich lachen musste. Ich gehe hier jetzt nicht auf alle Situationen ein, aber zum einen habe ich an den schönen Abend bei Ralf Schmitz im September gedacht und auch an Heiligabend, als wir uns gegenseitig die "Queen"-Puppe geschenkt haben und darüber unsere Witze gemacht haben. An beiden Tagen habe ich so viel gelacht, daran habe ich vorhin dann ganz intensiv gedacht. Ich hatte noch ein paar weitere positive Gedanken (unter anderem an die Weihnachtsfeier beim Schwimmverein, wo ich mich wirklich wohl gefühlt habe), die ich aber nicht alle hier rein schreiben werde. Auf jeden Fall habe ich es dann tatsächlich geschafft, mich unter Kontrolle zu halten. Die Tränen kamen nicht und ich habe mich seelisch wieder beruhigt. 

Das Gespräch verlief dann im ganzen sehr ruhig und sachlich. Wir haben meine einzelnen Aufgabengebiete durchgesprochen. Für 2 Sachen bin ich ab sofort nicht mehr zuständig, dafür habe ich 2 andere Sachen dazu bekommen. Aber ehrlich gesagt, fand ich das so sehr gut. Mit der einen Aufgabe war es eh immer ein "Auf und Ab". Es gab Zeiten, in denen ich damit sehr gut klar gekommen bin, aber auch Zeiten, in denen ich damit mächtig zu kämpfen hatte, damit absolut nicht voran gekommen bin, teilweise auch echte Probleme hatte. Diese Aufgabe übernimmt ab sofort eine Kollegin, was ich aber völlig in Ordnung finde. 

Dass ich für die andere Aufgabe nicht mehr zuständig bin, das hat mich in diesem Moment total erleichtert. Es handelt sich dabei um sehr umfangreiche Eingaben in ein Programm, mit dem ich total auf "Kriegsfuß" stehe. Es ist ja nicht so, dass ich mit allen Programmen Probleme habe, es gibt ja Sachen im Computer, die sehr gut klappen, aber mit diesem Programm hatte ich von Anfang an meine Schwierigkeiten. Das war jedoch ein sehr umfangreiches Gebiet. Im Prinzip war ich über jede Eingabe stolz, die ich darin geschafft habe, aber auf jede fertige Eingabe, wozu ich schon eine Menge Zeit brauchte, kamen locker weitere 20 bis 30 neue Eingaben. Ich glaube, wenn ich nicht den Wechsel in eine andere Abteilung anstreben würde, dann hätte ich diesen Bereich ganz bestimmt gehalten. Aber dieser Bereich war dort mein "Ruin", damit war ich völlig überfordert. Ich hätte mich zwar im Laufe der Zeit dort rein arbeiten können, aber bis ich damit einigermaßen klar gekommen wäre, bis dahin wäre der Rückstand mit ziemlicher Sicherheit völlig unübersichtlich gewesen. Ja, ich bin froh, dass ich diesen Bereich jetzt erstmal losgeworden bin.

Stattdessen soll ich demnächst wieder mehr Schreiben, also nach Diktat (nach Kassetten), was für mich aber gar kein Problem ist. Das Schreiben liebe ich ja eh. Das war schon so in der früheren Abteilung, als ich die 6 Jahre im Schreibbüro war. Wir bekamen dort täglich Mappen mit den Schreibaufträgen. Zum Teil mit diesen Kassetten, zum Teil mit Vordrucken, wo dann nur Formulare ausgefüllt werden mussten bzw. Textbausteine angegeben worden sind, wonach die Briefe gefertigt werden sollten. Wir Frauen in der Abteilung waren diesbezüglich charakterlich sehr unterschiedlich. Danach haben wir diese Mappen dann auch immer aufgeteilt. Manche haben sich immer bevorzugt die Vordrucke genommen, manche automatisch die Vorlagen mit den Textbausteinen und ich habe mir immer die Mappen mit den Kassetten rausgesucht. Jedem das Seine halt. Deswegen habe ich damit auch gar keine Probleme. Lieber 10 (oder mehr) Briefe schreiben, als eine Eingabe in das (für mich) schwere Programm zu machen. 

Außerdem soll ich mich in der nächsten Zeit verstärkt um die Ablage kümmern, womit ich aber ebenfalls keine Probleme habe. Im letzten Jahr hatte ich z. B. eine "Aktion", bei der ich mich ebenfalls um die Akten kümmern sollte, womit ich absolut gar keine Probleme hatte, sehr gut damit klar und auch voran gekommen bin. Also mit der jetzigen Aufteilung der Aufgaben komme ich auf jeden Fall besser klar. Mein Chef hat auch gesagt, wenn ich irgendwelche Fragen, Probleme oder sonstiges hätte, dann solle ich mich immer direkt an meinen Kollegen wenden (da ich ihn ja eh nie anspreche, dafür sind meine Hemmungen ja immer zu groß). Ich hatte vorhin auch schon überlegt, ob es was gebracht hätte, wenn ich meinen Kollegen auf meine Probleme mit dem Programm angesprochen hätte, dass ich mit dieser Aufgabe nicht klar komme, aber ich glaube nicht, dass das an der jetzigen Situation was geändert hätte. Er hätte darüber ja eh keine Entscheidung fällen können. Er hätte mit dem Chef darüber gesprochen und dieser hatte die Aufgaben schließlich so aufgeteilt. Nein, ich glaube nicht, dass das was an meiner jetzigen Situation geändert hätte.

Auf jeden Fall fand ich es wirklich schön, auf der Arbeit wieder voll einzusteigen, ich habe heute auch einiges geschafft. Der restliche Tag verlief dann ruhig und arbeitsmäßig für mich positiv. Als nächstes ist für mich jetzt das Gespräch am Mittwoch mit der Personalabteilung sehr wichtig. Direkt nach dem Gespräch ging es mir übrigens wieder gut, sowohl die Übelkeit als auch die Bauchschmerzen waren direkt danach wieder komplett weg. 

Meinen Rücken habe ich fast den ganzen Tag etwas gemerkt, aber das kam wohl von der allgemeinen inneren Anspannung. Immerhin hatte ich heute Nachmittag dann ja wieder KG. Ich habe meiner Therapeutin direkt von den leichten Schmerzen erzählt und sie gebeten, ein paar Übungen für den geraden Rücken zu machen. Die KG war dann echt gut, ein paar Übungen allerdings auch mächtig intensiv.

Ich habe auf der Liege gelegen, also auf dem Rücken. Zunächst nur allgemein alles anspannen, angefangen bei den Beinen (Zehe Richtung Schienbein, Knie kräftig durchdrücken, Po fest anspannen, Bauch anspannen). Nach mehreren Wiederholungen die Beine aufstellen, Bauch fest anspannen, Rücken kräftig auf die Liege, Becken etwas nach oben drücken, die Arme neben den Körper, Daumen nach außen, ebenfalls kräftig auf die Liege, und auch die Schultern auf die Liege. Mehrere Wiederholungen. Dann gleichzeitig den Kopf etwas anheben, aber nur minimal, dabei gerade lassen, also Kinn leicht Richtung Brust. Das find ich mächtig schwer, dabei geht in meinem Nacken das ganz große Zittern los, das ist weiterhin meine ganz große Schwachstelle. Alles weiterhin mit mehreren Wiederholungen. 

Bei den nächsten Wiederholungen zunächst jeweils ein Arm anheben, Richtung gegengleiches Bein. Dabei achtete sie total auf die Bauchspannung, auf den geraden Kopf und dass das Becken etwas nach oben ist (damit der Rücken möglichst tief auf der Liege ist). Dann auch beide Arme gleichzeitig zu den Beinen. Bei ihr der Unterschied zum Training ist, dass ich mich dabei immer etwas länger oben ruhig halten soll. Beim Training geht es bei den Crunches meist hoch und runter, dabei bin ich seltener auf einer Stelle, bei ihr soll ich diese Position jedoch immer etwas länger halten. Dabei kriege ich dann natürlich immer Probleme mit dem Atmen, aber auch darauf achtet sie dann immer. 

Zwischendurch, zur kleinen "Entspannung", flach hinlegen, also die Beine ausstrecken, Spannung in die Beine, sie drückte von außen vor die Knie, ich sollte die Beine dementsprechend nach außen drücken. Viel Kraft kommt bei ihr dabei zwar nicht an, aber mehr als bei einer späteren Übung. Dann die Beine angewinkelt anheben, also im rechten Winkel, kurz halten (natürlich weiterhin auf Bauch und Rücken achten). Dabei immer wieder den Kopf gerade etwas von der Liege anheben. 

Dann wurde es total schwer. Die Beine etwas nach unten wegstrecken, also dass die Oberschenkel in der Diagonalen sind, die Unterschenkel aber weiterhin Waagerecht, parallel zur Liege. Dabei weiterhin den Rücken kräftig runter drücken. Etwas halten, kurz zurück (rechter Winkel) und wieder etwas nach unten raus. Das fand ich extrem schwer, sowohl für die Beine, als auch für den geraden Rücken. Dann fing sie plötzlich an, wenn die Beine etwas unten sind, also die Oberschenkel in der Diagonalen, von außen vor die Knie zu drücken. Bei dieser Version kam von mir jedoch gar kein Gegendruck mehr an. Gar keine Chance. In dieser Position fehlte mir dann jegliche Kraft (ich war ja froh, wenn ich die Beine überhaupt so halten konnte). Nach ein paar Wiederholungen war dann Schluss für heute.

Heute Abend wollte ich dann eigentlich noch was im Haushalt machen, aber ich war total schlapp, saß fast den ganzen Abend im Sessel und habe Fernsehen geguckt. Auch Fahrrad bin ich nicht mehr gefahren. Aber das ist kein Problem. Von täglich war eh nie die Rede, wenn dann absolut "freiwillig". Laut Trainingsplan hätte ich gestern ja "frei" gehabt, aber dafür bin ich gestern schließlich gefahren. Und die KG war heute ja schließlich auch sehr intensiv, ging mächtig in die Beine. Aber immerhin bin ich seit diesen Übungen auch wieder völlig schmerzfrei, also auch im Rücken. 

 

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