Montag, 13.08.2012 (Freundin und Schwimmen)

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 Der heutige Tag fing für mich sehr aufregend an. Heute Morgen bzw. am frühen Vormittag bekam ich eine SMS von einer Nummer, die ich nicht kannte. Es war die "Antwort"-SMS auf den Brief, den ich vor ein paar Wochen auf die Kontaktanzeige "Freundin gesucht" geschrieben habe. Sie nannte darin ihren Namen und dass sie die letzten 3 Wochen im Urlaub gewesen ist. Sie war gerade bei der Zeitung und hat dort die Antwortbriefe abgeholt. Meinen Brief fand sie sehr nett geschrieben und sie möchte mich gerne kennenlernen. Ob ich am Freitag Nachmittag Zeit hätte. Ich weiß gar nicht, wie ich meine Gefühle beschreiben soll, was in diesem Moment in mir vorgegangen ist. Mein Adrenalin schoss total hoch und ich fühlte mich, als wenn ich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch hätte. Ich meine, im weitesten Sinne ist es ja auch eine Art Vorstellungsgespräch. Wir suchen beide eine Freundin, mit der man sich mal treffen kann und wenn die Chemie zwischen uns stimmt, könnte daraus ja schließlich eine Freundschaft entstehen. 

Gestern hatte eine Kollegin Geburtstag und genau in dem Moment, als ich ihr per SMS antworten wollte (den genauen Termin absprechen wollte, wann und wo wir uns am Freitag treffen werden), hat sich meine Abteilung bei meiner Kollegin getroffen, um ihr zu gratulieren. Ich war überhaupt nicht bei der Sache, war die ganze Zeit bei dieser SMS. Wie mag diese Frau wohl sein, welche Hobbys hat sie, wie wird das erste Treffen ablaufen und insbesondere die Frage, die sich wohl die meisten Frauen vor so einem Treffen stellen werden, was ziehe ich bloß an....????? Schließlich soll ja gerade der erste Eindruck positiv verlaufen. Als ich dann endlich wieder in meinem Zimmer war, haben wir uns per SMS für Freitag Nachmittag verabredet. Als "Erkennungsmerkmal" wollen wir beide deutlich unser Handy in der Hand halten, sie hat ein rotes. Wir haben bereits 2 Gemeinsamkeiten festgestellt, wir haben beide (gefärbte) blonde, schulterlange Haare und benutzen beide beim Handy den Aldi-Tarif. Sie fand es schon witzig und total gut, dass wir beide diese Gemeinsamkeiten haben (ein paar gleiche "Denkweisen" haben). Ich freue mich jetzt schon sehr auf Freitag, einerseits bin ich jetzt so richtig neugierig auf sie, andererseits bin ich auch etwas nervös, wie sie ist und wie dieses erste Treffen wohl ablaufen wird. 

Heute Abend hatte ich mir im Haushalt zwar ein paar Sachen vorgenommen, war letztendlich aber total lustlos, habe davon nur sehr wenig geschafft. Aber immerhin bin ich weiterhin schmerzfrei, habe auch heute so gut wie nichts gemerkt. Zwischendurch ein ganz leichtes Ziehen im unteren Rücken, das ich aber sehr schnell wieder unter Kontrolle hatte. Ich kann es selber noch gar nicht glauben, dass die Schmerzfreiheit dieses Mal so lange anhält. Im Grunde ist das echt zu schön um wahr zu sein. 

Heute Abend bin ich dann noch Fahrrad gefahren, in 38 Minuten 9 Kilometer, also wieder meinen "normalen Durchschnitt". Nachdem ich heute schon die KG habe ausfallen lassen (ich habe heute morgen dort angerufen und habe den Termin unter einem "Vorwand" abgesagt, das ist normalerweise so gar nicht meine Art und das habe ich auch nur gemacht, weil es ja eh nur bei der Vertretung gewesen wäre, bei meiner Physiotherapeutin hätte ich es ganz bestimmt nicht abgesagt!!!), war es mir wichtig, dass ich noch etwas Bewegung hatte, deswegen wollte ich unbedingt noch Fahren. 

Am Mittwoch habe ich dann ja wieder PT, worauf ich mich jetzt schon freue. Mal sehen, wie es dann ab nächster Woche läuft, wenn wieder Schule ist, wann wir dann während der Woche in diesen Raum können. Ich habe am Wochenende erst mal im Internet gelesen, was so ein "Kraftraum" eigentlich mit einem Schwimmbad zu tun hat. Dieser Raum ist nicht für "alle", sondern im Grunde nur für das "Personal". Ich konnte mir die ganze Zeit nicht erklären, wozu dieser Raum in einem Schwimmbad ist und dazu noch so oft belegt ist, dass wir gucken müssen, wann wir darin trainieren können. Was ich dann gelesen habe, das hat mich dann total erstaunt, damit hätte ich nie gerechnet. Dort gibt es auch mehrere Gruppen mit "Leistungsschwimmern", die dort trainiert und gefördert werden. Schwimmen ist für mich halt nur Schwimmen, also reine Bewegungen im Wasser. Ich war dann sehr erstaunt, als ich gelesen habe, dass bei "besseren" Schwimmern auch das Krafttraining außerhalb vom Wasser dazu gehört. Davon hatte ich wirklich noch nie was gehört, das war mir völlig neu.

O. k., woher soll ich mich damit auch auskennen? Wasser war halt noch nie so richtig mein "Element". Schwimmen habe ich auch nicht "freiwillig" gelernt, sondern weil meine Eltern es so wollten. Sie waren immer dran, dass es nicht schaden kann, wenn ich es kann. Meine damalige Schwimmgruppe war zum Glück dann ja auch sehr gut. Ich kam ja schon vor der Schule dort rein und der gesamte Unterricht war sehr locker, alles war sehr "spielerisch" aufgebaut. Wir haben uns dort alle gut verstanden, jeder hat sozusagen jeden motiviert und letztendlich hat jeder in dieser Gruppe alle Ziele erreicht, einschließlich dem "Freischwimmer", obwohl ich damals schon nicht gerne getaucht bin. 

Später in der Schulzeit war ich dann aber froh, dass ich Schwimmen kann (nur das normale Brustschwimmen, aber das reichte ja auch immer). Die meisten aus meiner Klasse haben sich im Sommer des Öfteren Nachmittags im Freibad getroffen und dort bin ich dann meistens dabei gewesen. Die meiste Zeit über saß ich zwar auf der Wiese bzw. auf der mitgebrachten Decke (dort haben wir auch immer viel Karten gespielt), aber zwischendurch bin ich auch immer ein paar Bahnen geschwommen, ein bisschen Abkühlung musste hin und wieder mal sein. 

Ja, und insbesondere während des Sportunterrichts in der Schule. Schwimmen stand auch mehrmals auf dem Plan. Wir hatten ein paar Nichtschwimmer in der Klasse, die entweder die ganze Zeit am Rand auf einer Bank saßen (und sich zu Tode gelangweilt haben) oder aber im Nichtschwimmerbecken waren und eine kleine "Aufgabe" bekommen haben, um sich irgendwie zu beschäftigen. In solchen Momenten war ich dann froh, dass ich Schwimmen konnte. Mit der Klasse hatten wir meistens viel Spaß dabei, auch wenn ich dabei grundsätzlich die langsamste gewesen bin, unsere Lehrerin ließ sich immer wieder neue Sachen einfallen, um den Unterricht aufzulockern. 

Nach der Schulzeit bin ich etwa 15 Jahre lang nicht Schwimmen gewesen. Dann hat mich meine Mutter überredet, für ein paar Wochen mal wieder mit in den Turnverein zum Schwimmen zu kommen (wo ich damals auch Schwimmen gelernt habe). Meine damalige Schwimmlehrerin hat diese Gruppe dann auch geleitet. Ich ging ein paar Wochen lang Freitag Abends dort hin, wir waren etwa 10 bis 15 Frauen (ich war die Jüngste). Meine damalige Schwimmlehrerin hat sich total darüber gefreut, dass sie mich nach so langer Zeit mal wieder gesehen hat. Ihr ist dann allerdings sofort meine ängstliche Art aufgefallen, dass ich beim Schwimmen inzwischen total unsicher bin. Sie wollte mir dann helfen und etwas mit mir üben, was mir allerdings vor der Gruppe, vor den anderen Frauen irgendwie total peinlich war. Meine Kopfhaltung (den Kopf weit im Nacken) war natürlich total verkehrt und die Beinbewegungen gefielen ihr auch nicht mehr so richtig. Wie war das, manche Sachen, z. B. das Schwimmen würde man nie mehr verlernen? Man kann sich zwar über Wasser halten, aber manche Bewegungen vergisst man trotzdem im Laufe der Zeit. Sie hielt mir dann die Stange hin, wollte mich vom Rand aus durchs Wasser ziehen, so dass ich mich nur noch auf die Beine konzentrieren müsse. Das war mir alles viel zu peinlich, ich habe völlig abgeblockt. Dann hat sie mich überredet, es zumindest nochmals mit diesem "Schwimmkissen" auszuprobieren, mich mit den Armen daran festzuhalten, mich dabei dann auf die Beine zu konzentrieren. Dann lief meine Mutter allerdings vor mir her, zog dieses Kissen, also auch mich hinter sich her. Ich kam mir in diesem Moment total blöd vor, wie so ein kleines Kind. Danach bin ich nicht mehr dorthin zum Schwimmen gegangen. Erst in den letzten beiden Jahren, nach der Wassergymnastik, bin ich jeweils wieder ein paar Bahnen für mich alleine geschwommen, Hauptsache ein bisschen im Wasser bewegen. 

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