Montag, 15.04.2013, KG (und ein besonderes Datum für mich)

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Heute geht es mir nicht so gut, ich habe ziemlich heftige Rückenschmerzen. Zeitweise kräftige Stiche im unteren Rücken, die beim Laufen ins rechte Bein ziehen.

Bei der KG war ich vorhin, das hat sehr gut getan. Dabei war ich eine Zeitlang völlig schmerzfrei. Wir haben verschiedene Übungen auf dem Rücken liegend durchgeführt. Bei jedem Durchgang Bauch anspannen, Becken vor und Rücken kräftig runter (also ganz gerade), dabei meistens den Kopf etwas anheben. Dabei dann verschiedene Bewegungen mit den Beinen. Mal das Fahrradfahren, dann jeweils ein Bein kräftig zum Oberkörper hochziehen (mit den Händen das Knie noch tiefer ziehen), das andere Bein dabei gestreckt lassen. Dann beide Beine anziehen, mit dem Oberkörper etwas hoch kommen, mal mit der rechten Hand vors linke Bein, dann mit linker Hand vors rechte Bein und dann mit beiden Händen gleichzeitig vor die Beine drücken (dabei die Beine dennoch Richtung Oberkörper ziehen). Danach die Hände von außen vor die Knie, gleichzeitig mit Händen nach innen drücken, aber mit Beinen nach außen. Anschließend die gleiche Variante, wenn die Hände von innen an den Knien sind. Die ganze Zeit hat sie darauf geachtet, dass das Becken möglichst weit vorne ist und der Rücken tief auf der Matte.

Ja, während dieser Übungen war ich wirklich total schmerzfrei. Das wird bei mir heute aber verstärkt vom seelischen her kommen. 

Das schönste am heutigen Tage war, dass ich zwei neue Taschen habe. Nach der Arbeit habe ich mir zunächst eine neue Handtasche gekauft, eine etwas kleinere (für 10 Euro). Wenn wir am Wochenende unterwegs sind, dann brauche ich nicht immer so eine große. Obwohl sie groß genug für einen kleinen Schirm, Brille usw. ist. Was man braucht, passt schon da rein. Ich hätte diese Tasche nicht "gebraucht", das war mehr oder weniger ein kleiner "Frustkauf", aber sie gefällt mir trotzdem total gut. Wie meine Physiotherapeutin vorhin schon gesagt hat, besser ich kaufe mir gelegentlich eine neue Handtasche, als eine (oder auch mehr) Tafel Schokolade (die ich dann natürlich auch essen würde). 

Nach der KG, als mein Freund mich abgeholt hat, da hat er mich mit der zweiten Tasche überrascht. Er hat mir diesen Beutel geschenkt, der mir am Samstag so gut gefallen hat. Darüber habe ich mich wirklich total gefreut. 

Sport habe ich heute Abend dann nicht mehr gemacht. Eigentlich wollte ich zumindest noch Fahrrad fahren, konnte mich dazu aber nicht mehr aufraffen. Wenn es mir soweit gut geht, dann ist der Sport mein Hobby, das mir wirklich Spaß macht, was ich dann im Normalfall auch sehr gerne mache (außer, wenn der "innere Schweinehund" mal wieder zu groß ist.....). Aber sobald ich Schmerzen habe, dann sehe ich den Sport nicht mehr als Hobby, sondern rein als "medizinische Maßnahme" und dann fällt es mir wesentlich schwerer, mich dazu aufzuraffen (mich trotz Schmerzen zu bewegen). Dann bin ich halt froh, dass ich, so wie vorhin bei der KG, meine Physiotherapeutin (und auch meinen Trainer) habe, denn alleine kann ich mich dann dazu nicht mehr aufraffen. 

Heute war nicht ganz so mein Tag. Heute ist halt der 15. April. Diesen Tag verbinde ich mit 3 wichtigen Ereignissen in meinem Leben (die halt alle zufällig am 15. April gewesen sind).

Heute hat bzw. natürlich hätte mein Vater Geburtstag (15.04.1942), er wäre heute also 71 Jahre alt geworden (er ist ja schon mit 47 Jahren gestorben). Dieses Datum weckt in mir jedes Jahr sehr viele Erinnerungen an früher, sowohl positive als auch negative. Negative, weil er zum Teil super streng gewesen ist, so dass meine Mutter sogar "eingreifen" musste, wenn es mal wieder zu heftig gewesen ist. Wir haben uns zum Teil heftig angeschrien (in manchen Situationen bin ich dann auch mächtig ein "Trotzkopf" geworden, wie meine Mutter immer sagt), die "Fetzen" flogen nur so, bis ihm dann schließlich die Hand "ausgerutscht" ist, ein kräftiger Schlag in den Nacken. Spätestens dann ist meine Mutter immer dazwischen gegangen. Von Schlägen hält sie gar nichts. 

Trotzdem hing ich sehr an ihm, habe ihn geliebt, er war halt mein Vater und es gab mit ihm auch sehr viele super schöne Zeiten, in denen wir zusammen viel Spaß hatten, viel zusammen gelacht haben, zusammen schöne Ausflüge unternommen haben (von den vielen schönen Urlauben ganz zu schweigen). Auch wenn er sehr streng war, "trotzdem" (oder vielleicht auch gerade deswegen) habe ich viel von ihm gelernt (er hat mir ja auch die Nachhilfe in Mathe und Physik gegeben). 

Außerdem, wer weiß, wie mein Leben ohne sein großes Hobby, also dem Sport und somit dem Turnverein gelaufen wäre. Ich hatte dort halt auch die Möglichkeit, in viele Abteilungen, also Sportarten "reinzuschnuppern". Egal ob Schwimmen, Tischtennis, Badminton, "seiner" Leichtathletik auf dem Platz, den verschiedensten Sportarten in der Turnhalle (über Trampolin, Barren, an den Ringen usw.) und natürlich auch meinem jahrelangen Jazz-Tanz, womit ich ja auch in "seinem" Turnverein angefangen habe. 

Wenn er noch leben würde, dann wäre heute "Fullhouse" gewesen. Im Laufe des Tages wäre der "halbe" Turnverein vorbei gekommen (von allen seinen Gruppen, und er leitete ja einige, kamen dann immer ein paar "im Namen der Gruppe" vorbei). Nicht zu vergessen der Kegelclub, in dem er, zusammen mit meiner Mutter, ebenfalls über viele Jahre gewesen ist. Ja, dieser Tag ist für mich bis heute immer noch ein sehr heftiges seelisches Auf und Ab (in ein paar Tagen, am 19.04.1989, jährt sich dann auch sein Todestag....).

Ja, und ausgerechnet heute, an diesem Tag, vor 15 Jahren habe ich dann in meiner früheren Abteilung erfahren, dass mein Zeitvertrag nicht verlängert wird...... (Im September habe ich dann in meiner jetzigen Abteilung angefangen.) Auch das war für mich sehr hart. Ich war 6 Jahre lang dort, hatte aber jeweils für ein Jahr einen Zeitvertrag. Dieser lief im Prinzip immer wieder aus und ich bekam einen neuen Vertrag. Immer wieder abgeschlossene Verträge, insgesamt über 6 Jahre lang. 

Dort war ich ja im reinen "Schreibbüro" und habe mich dort total super wohl gefühlt. Das macht mir (nach wie vor) halt viel Spaß. Außerdem lag das damalige Büro in unserer Stadt. Damals bin ich noch Auto gefahren, war dann immer in spätestens 20 Minuten zu Hause (davon kann ich heute nur noch träumen....). Mit der einen oder anderen Kollegin (wir waren 10 bis 12 Frauen) hatte ich zwar mal ein paar Probleme (aufgrund blöder Sprüche, weil ich zu schüchtern war, um mich dagegen zu wehren, was sie "schamlos" ausgenutzt haben), aber mit allen anderen habe ich mich total gut verstanden. Habe mich auch hin und wieder mit ein paar privat getroffen (als eine geheiratet hat, war ich auch dabei). 

Bis auf wenige negative Sachen, habe ich an diese 6 Jahre nur sehr schöne Erinnerungen. Und das damalige viele Schreiben kommt mir jetzt halt noch zugute, sowohl auf der Arbeit (wenn ich dort Diktate schreibe) als auch jetzt hier bei diesem Schreiben. In diesen 6 Jahren bin ich dabei immer sicherer geworden. Natürlich bin auch ich nicht fehlerfrei, das würde ich nie behaupten, auch mir rutscht hin und wieder mal ein Fehler rein, aber im großen und ganzen bin ich dabei ziemlich sicher (und es macht mir ja auch wirklich Spaß, ist halt, neben dem Sport und Lesen, auch ein Hobby von mir). 

Ja, und als ich dann am 15.04.1998 zu unserer damaligen höchsten Chefin musste und sie mir sagte, dass es keine Chance auf eine Verlängerung des Vertrages mehr gibt, da brach meine Welt halt schon etwas zusammen und ich wusste erst überhaupt nicht weiter. Ich habe zwar sehr viele Bewerbungen geschrieben, aber wenn man 6 Jahre lang in einem reinen Schreibbüro war, dann hat man bei den meisten Firmen eh keine Chance mehr. Ich bin heute noch froh darüber, dass sich dann im September die Stelle in meiner jetzigen Abteilung ergeben hat, dass ich dort dann eine neue Chance bekommen habe. Wer weiß, wie mein Leben ansonsten weiter verlaufen wäre. Auch an diesen Stellenwechsel und somit an die Zeit in meiner früheren Abteilung muss ich an diesem Tag immer wieder denken.

Ja, und dann sind wir heute vor fünf Jahren in diese Wohnung umgezogen, lernen seitdem in diesem Stadtteil nach und nach immer mehr kennen (Straßen, Parks, Restaurants, Geschäfte usw.). Ja, auch dieser Umzug war am 15.04. (das hat sich bei der Absprache mit der Umzugsfirma so ergeben). Auch mit diesen 5 Jahren verbinde ich einiges positives, aber auch sehr negatives. Seitdem hat sich mein Leben im Prinzip von Grund auf geändert. Das Negative ist auf jeden Fall, dass ich, durch mehrere verschiedene Situationen, die sich dann ereignet haben, die Depressionen bekommen habe, womit ich bis dahin überhaupt keine Probleme hatte (solche seelischen Krankheiten kannte ich nur vom "Hören-Sagen"). Und mit diesen Depressionen (sofern das kein "Zufall" ist), habe ich mich charakterlich halt auch verändert, bin gegen früher deutlich ruhiger und stiller geworden. Aber wenn man bedenkt, wie extrem nervös und "hibbelig" ich früher immer war, dagegen fühle ich mich jetzt sogar wohl und besser als früher. Man verändert sich halt im Laufe des Lebens und bei mir kam diese Veränderung halt ("zufällig"?) zusammen mit den Depressionen (also dass ich innerlich ruhiger geworden bin). 

Aber dennoch verbinde ich auch sehr viele sehr schöne Sachen mit diesem Umzug, also mit den letzten 5 Jahren. Die jetzige Wohnung ist um ein vielfaches schöner. Früher wohnten wir im "Stadtmitte-Bereich", jetzt außerhalb in einem Stadtteil, rund herum mit mehreren schönen Parks, also sehr viel "grün". 

Ja, und ohne den Umzug in den jetzigen Stadtteil würde es bei mir sport- bzw. therapiemäßig auch völlig anders aussehen. 

Heute vor 5 Jahren, bei diesem Umzug, habe ich nachmittags, als ich die ersten Kisten ausgepackt habe, eine falsche zu ruckartige Bewegung gemacht. Danach konnte ich mich vor Schmerzen mehrere Tage lang nicht mehr bewegen, kaum noch Laufen. Zum Arzt bin ich allerdings nicht gegangen (meine Angst vor Ärzten war viel zu groß). Ich habe abgewartet und Tag für Tag ging es mir dann langsam wieder besser. Die Dauerschmerzen blieben allerdings (ich konnte zwar wieder Laufen, aber die Schmerzen blieben dennoch). Ich hatte zwar schon vorher Dauerschmerzen, aber nicht so intensiv, wie nach diesem falschen Bücken. Etwa ein Jahr lang habe ich es damit "ausgehalten" und dann ist mir mein früheres KG-Institut aufgefallen, was mir, wenn wir noch in der Stadtmitte wohnen würden, ganz bestimmt nicht aufgefallen wäre (wenn wir am Wochenende hier in einem Park spazieren gehen, dann hätte ich ganz bestimmt nicht auf dieses Institut geachtet). Ja, und dort habe ich dann ja schließlich mit der Therapie nach und nach begonnen. Erst mit Massagen, einen Monat später zum ersten Mal mit der Wassergymnastik, rund ein halbes Jahr später mit der Krankengymnastik und rund ein Jahr später mit dem Personal-Training, was ich ja alles bis heute weiterhin durchführe, inzwischen allerdings im anderen "Rahmen", also mit einer anderen Therapeutin, in einem anderen KG-Institut, mit einem anderen Trainer und die Wassergymnastik in einer anderen Gruppe im Schwimmverein. 

Aber dennoch, wenn wir nicht in diesen Stadtteil gezogen wäre, die früheren Schmerzen durch das Bücken beim Umzug nicht verstärkt worden wären, wer weiß, wie es auch sportmäßig heute dann bei mir aussehen würde. Ich hatte davor zwar schon über viele Jahre Rückenschmerzen, aber im absolut erträglichen Rahmen. An diese Schmerzen hatte ich mich längst "gewöhnt" (daher laut Ärzten auch mein ausgeprägtes "Schmerzgedächtnis") und hatte gar nicht vor, mit einer Therapie zu beginnen. 

Ja, und jetzt möchte ich die "Therapie", also den Sport ganz bestimmt nicht mehr missen. Er ist längst zu meinem Hobby geworden, worauf ich mich immer wieder freue. Morgen wieder eine Gruppe (also 45 Minuten) Wassergymnastik, Mittwoch erst KG und dann eine halbe Stunde Training und Donnerstag wieder 2 Gruppen, also 1,5 Stunden Wassergymnastik. Ich freue mich jetzt schon auf jeden dieser Termine.

Ja, im Grunde ist es kein Wunder, dass ich heute mal wieder Rückenschmerzen habe, so viele Sachen, die mich heute mal wieder seelisch sehr beschäftigt haben. Dieser Tag ist für mich halt in jedem Jahr ein ganz besonderes Datum....

 

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