Montag, 19.11.2012 KG

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Heute war ich zur KG, was ganz gut gewesen ist. Auf jeden Fall war unsere Stimmung echt total gut, wir bekamen zwischendurch mächtig was zu Lachen. Da der nächste Patient (nach mir) erst mit etwa 10 Minuten Verspätung dort ankam, haben wir diese 10 Minuten dann direkt an die Therapie drangehangen.

Da meine Therapeutin weiß, dass wir beim PT-Training immer sehr viel für die Arme machen, immer sehr viel mit Hanteln arbeiten, hat sie sich in der letzten Zeit verstärkt auf die Beine konzentriert. 

Sie fand es auf jeden Fall auch gut, dass ich letzten Donnerstag nicht zur Wassergymnastik gegangen bin. Sie hatte schon Befürchtungen, dass ich danach erkältungsmäßig völlig flach liegen würde (was durchaus hätte sein können). 

Diesbezüglich finde ich das neue Gesetz, das in Kürze rauskommen soll, total "gefährlich", dass man, wenn man krank ist, direkt am ersten Tag zum Arzt gehen soll. Es gibt ja viele Fälle, in denen man nur ein oder zwei Tage so richtig krank ist, z. B. auch bei Problemen mit dem Magen-Darm-Bereich oder auch bei heftiger Migräne. Die meisten Ärzte können das doch dann gar nicht so richtig einschätzen und ich gehe davon aus bzw. bin fest davon überzeugt, dass die Arbeitgeber sich mit diesem "Urteil", mit diesem neuen Gesetz ins eigene Fleisch schneiden. Die Krankheitstage werden dadurch noch wesentlich mehr werden. Die 10 Euro Praxisgebühr fallen ab Januar ja weg, das heißt das auch die Personen, die sehr wenig verdienen, ohne finanzielle Probleme zum Arzt gehen können. Wenn ich letzte Woche Montag zum Arzt gegangen wäre, als mein Husten "gerasselt" hat ohne Ende und ich so heiser war, dass man mich kaum verstehen konnte, da wäre ich bis mindestens Mittwoch krankgeschrieben worden, eventuell sogar die ganze Woche. Da ich im Kopf jedoch völlig klar war (also zumindest ab Mittwoch, Anfang der Woche waren die Kopfschmerzen noch zu heftig), bin ich ja bereits ab Mittwoch wieder Arbeiten gegangen und habe im Büro auch einiges geschafft. Mit Krankenschein würde mein Arbeitsstand dort jetzt auf jeden Fall anders aussehen. Ja, ich finde dieses Urteil wirklich "gefährlich", weil auch Ärzte "nur Menschen sind" und nicht immer genau einschätzen können, ab wann der Patient wirklich wieder gesund bzw. arbeitsfähig sein wird.

Bei der KG lag ich mal wieder auf der Liege (auf dem Rücken) und es folgten, wie gesagt, viele Bewegungen (mit ihrem Gegendruck) für die Beine. Eine Übung konnte ich dabei gar nicht halten. Die Beine angewinkelt anziehen (also hoch Richtung Brust) und sie drückte von oben vor die Knie, also die Beine in Richtung Fußende. Ich sollte die Beine dabei eigentlich ruhig halten, gegen diesen Druck "ankämpfen". Gar keine Chance, im Prinzip merkte sie von mir gar keinen Gegendruck, mit super leichtem Gegendruck konnte sie meine Beine problemlos nach unten drücken. Ich habe es nicht geschafft, die Beine auch nur eine Sekunde in der gleichen Position zu halten (wir haben es mehrmals wiederholt).

Bei einer Übung wurde mir der Unterschied zum Training, also zwischen ihr und meinem Trainer so richtig bewusst. Mein Lieblingssatz beim Sport, gerade vor etwas schwierigeren Übungen, dürfte hier auch schon bekannt sein. Das kann ich nicht.....!! Beim Training versuche ich inzwischen zwar meistens, mir diesen Satz zu verkneifen, aber hin und wieder rutscht er mir auch dabei noch raus. Ja, aber das unterscheidet die beiden halt grundlegend. Ich sollte vorhin dann zunächst 10 Mal hoch zur Brücke (unten nicht ganz ablegen). Danach während der Brücke auf der Stelle laufen (wobei mein Rücken automatisch immer weiter nach unten geht, was ich aber selber immer erst merke, wenn ich schon fast ganz unten bin, auf solche "Kleinigkeiten" achtet meine Therapeutin, im Gegensatz zu meinem Trainer, aber gar nicht). Ja, und beim nächsten Durchgang sollte ich die Beine anstelle des Laufens nach vorne (also unten) wegstrecken, wieder absetzen und im Wechsel mit dem anderen Bein weiter. Ich weiß, dass ich damit noch große Schwierigkeiten habe, dass ich dabei die Spannung kaum (bzw. so gut wie gar nicht) halten kann. Ich sagte dann spontan, "Das kann ich nicht", und meine Therapeutin meinte direkt, o. k., dann lass es sein, dann laufe stattdessen weiterhin auf der Stelle (anstatt 10 Schritte folgten dann 20 Schritte in einem Durchgang). 

Ich bin mir absolut sicher, dass mein Trainer diesbezüglich völlig anders reagiert hätte. Er hätte niemals sofort nachgegeben, ich hätte es zumindest so gut es geht versuchen müssen (und wenn ich nur kurz hoch gekommen wäre), eventuell hätte er dabei dann kurz Hilfestellung gegeben und erst wenn es dann gar nicht geklappt hätte, dann wäre er zu ähnlichen, etwas einfacheren Übungen übergegangen. Ja, ich sage mal so, auch wenn mich seine Hartnäckigkeit hin und wieder (auch je nach "Tagesform" und je nach Übung) mächtig nervt, trotzdem finde ich seine Art dennoch grundsätzlich nicht schlecht (oder eigentlich auch gut), denn wenn auch er bei allen Übungen, mit denen ich Probleme habe, sofort nachgeben würde, dann wäre ich heute trainingsmäßig ganz bestimmt noch nicht so weit. Dann würde ich wahrscheinlich noch heute sämtliche Übungen mit den 1 Kg-Hanteln durchziehen (beim Training nehmen wir inzwischen häufig die 5 Kg-Hantel). 

Ja, auch das ist ein Punkt, den er bereits bei mir angesprochen hat, dass er im Laufe der Zeit bei mir erreichen will, dass ich mir selber mehr zutraue, dass ich mir eher traue, an meine Grenzen zu gehen, nicht immer den "untersten", den leichtesten Weg bei den Übungen gehe. Ich weiß jedoch nicht, ob ich das schaffen werde. Das hat, als ich Anfang 20 war, ja schon meine damalige Tanzlehrerin beim Jazz-Tanz gesagt, als sie mich wegen des Einzelunterrichts angesprochen hat, dass ich beim Training nicht alles geben würde. Es wäre zwar schön, dass ich die ganzen Schrittfolgen kann, aber solange ich viele Bewegungen nur "andeuten" würde, nicht ganz aus mir rauskommen würde, würde alles nicht so richtig wirken. Ja, und jetzt ist es im Prinzip nicht viel anders. Ich führe zwar jede Übung, jeden Bewegungsablauf so gut es geht durch, aber dass ich bei allen Übungen wirklich immer an meine Grenzen gehen würde, das kann ich dann doch nicht behaupten. Ich versuche zwar immer, alles "relativ" gut durchzuführen, aber es kann trotzdem sein, dass bei einigen Übungen noch Steigungen möglich sind. Ja, diesbezüglich hat sich mein Trainer bei mir wirklich einiges vorgenommen, wenn er es schaffen will, dass ich von mir aus bis an die richtigen Grenzen gehe.

Ja, wie gesagt, bei einer Übung mussten wir dann mächtig lachen. Ich hatte ihr vom Training am letzten Samstag erzählt, von meinen schwachen Box-Versuchen, dass ich mich dabei nicht überwinden konnte, so richtig "zuzuschlagen". Wie gesagt, bei den Beinübungen bezüglich des Gegendruckes zeigt sie immer vollen Körpereinsatz. Zum Teil nur mit ihren Händen bzw. Armen, dass sie halt z. B. die Beine (aufgestellt oder auch ausgestreckt) an den Knien kräftig zusammen drückt oder auseinander drückt. Oder aber sie setzt sich, wie vorhin, auf den Rand der Liege und ich soll mit dem Fuß kräftig gegen ihre Schulter treten, sie stemmt sich dann mit ihrem ganzen Körpergewicht dagegen. Vorhin kam ich dann mit etwas viel Schwung vor ihre Schulter und sie fing sofort an zu lästern, nach dem Motto "Ja ne, ist klar, bei meinem Trainer, der durch die Handschuhe geschützt ist und zudem mit Sicherheit auch kräftiger als sie ist, traue ich mich nicht, richtig zuzuschlagen, aber bei ihr, die völlig ungeschützt ist, da trete ich zu.....". In dem Moment mussten wir beide schon lachen. Diesen Gedanken haben wir dann etwas "weiter gesponnen", nach dem Motto, dass sie die KG (gerade mit diesem körperlichen Einsatz) demnächst besser in "Schutzkleidung" durchführen soll, so ähnlich wie in einer "schusssicheren Weste". Bei diesem Gedanken fingen wir beide schließlich mächtig an zu lachen, wie das dann aussehen würde. 

Ansonsten haben wir vorhin, wie gesagt, dann viele Übungen für die Beine durchgeführt. Spannungsübungen in alle Richtungen, jeweils mit ihrem Gegendruck. Zum Schluss hin dann noch mehrmals im Wechsel, erst 20 Sit-Ups (dabei sitzt sie auf der Bank vor mir und zieht mich an den Händen etwas hoch), dann 10 Mal hoch zur Brücke, dann 15 Sit-Ups, nochmals hoch zur Brücke und als Abschluss nochmals 10 Sit-Ups. 

Ja, aber ich muss trotzdem sagen, dass ich im Moment das Gefühl habe, dass mir das Training mehr hilft als die KG. Das ist halt wesentlich intensiver. Aber das ist eine Frage des Trainers bzw. der Therapeuten. Vom Herbst 2009 bis Sommer 2010 hatte ich eine super gute Physiotherapeutin, die vom Charakter her (und auch von den Übungen her) sehr viel Ähnlichkeit mit meinem Trainer hatte (wahrscheinlich war mir mein Trainer von seiner Art her deswegen auch sofort so sympathisch). Obwohl wir damals für die KG nur 20 Minuten hatten, zog sie das abwechslungsreiche Programm immer sehr intensiv durch. Ihre Motivation war vom Feinsten und ich habe bei ihr zum Teil sehr große Erfolge erzielt (das Laufen bei der Brücke, was ich bis dahin noch gar nicht konnte und die Anfänge mit den 1 Kg-Hanteln, die anfangs für mich sogar zu schwer gewesen sind). Ich werde zwar auf jeden Fall mit der KG weiter machen, schon alleine aus Kostengründen (weil ich dafür ja regelmäßig die KG-Verordnungen vom Arzt bekomme), aber dennoch bringt mir letztendlich das Training beim PT wesentlich mehr. Damit geht es ja am Mittwoch weiter und am Donnerstag will ich endlich wieder mit der Wassergymnastik weiter machen. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 12. Dez. 2018PetraM13/12/2018 - 07:446
Di. 11. Dez. 2018PetraM12/12/2018 - 08:39101
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