Montag, 21.01.2013 KG

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Auch heute war es für mich mal wieder ein heftiges "Auf und Ab" der Gefühle. Mein Kollege hatte Geburtstag und ich hatte mir fest vorgenommen, auch daran teilzunehmen. In den letzten Jahren bin ich dann ja grundsätzlich mit dem Telefon in meinem Zimmer verschwunden. 

Wir waren heute zwei Mal bei ihm. Als wir heute Vormittag zum gratulieren zu ihm gegangen sind, da war ich eh gerade bei meiner Kollegin bei paar Zimmer weiter. Da bin ich dann direkt mit den anderen zusammen zu ihm gegangen. Wir waren heute eh nur eine sehr kleine Gruppe mit gerade mal 7 Personen, also sehr überschaubar. Bei mir ist es ja eh immer so, umso mehr Personen (egal wie gut ich sie kenne), umso stiller und unsicherer werde ich. Ich war zwar mal wieder sehr still, aber das bin ich auf der Arbeit ja eh meistens, anders kennen mich die meisten ja eh nicht. Zumindest in der Gruppe. Mit ein paar bin ich einzeln schon sehr intensiv ins Gespräch gekommen, ja, aber ganz bestimmt nicht, wenn die ganze Abteilung zusammen ist. Aber wie heißt es doch so schön, "Dabei sein ist alles".

Heute Mittag fiel es mir dann schon deutlich schwerer. Er hatte uns nochmals zu einer kleinen Runde zu sich eingeladen. Ich hatte mir zwar fest vorgenommen, auch daran teilzunehmen, was ich letztendlich auch gemacht habe, hatte dann aber zuerst mal wieder mächtig Hemmungen. Ich hatte dann auch noch ein Telefonat und habe dann gezögert ohne Ende, habe es mächtig herausgezögert, bis ich mich dann doch auf den Weg zu ihm gemacht habe (die anderen waren längst bei ihm). Unterwegs musste ich dann noch an das Seminar in Raunheim denken. Wie war das, eine Art "Lampenfieber", also eine Unsicherheit vor solchen Situationen ist gerade Anfangs noch völlig normal, aber wenn ich mich nie dazu überwinde, dann werde ich das auch nie in den Griff bekommen. Nach dem Motto "Wenn nicht jetzt, wann dann??". 

Zuerst ging ich dann noch kurz in das Zimmer meiner Kollegin, um ihr einen Zettel bezüglich eines Rückrufes (von dem Telefonat) hinzulegen. Dort hörte ich dann schon die Stimmen meiner Kollegen und habe nochmals mächtig gezögert. Ich war mal wieder drauf und dran einfach umzukehren und wieder in mein Büro zu verschwinden. Aber dann habe ich mir gedacht, gerade heute, wenn so wenige Kollegen anwesend sind, "muss" ich die Gelegenheit halt einfach nutzen (ich weiß nicht, wenn alle da gewesen wären, ob ich dann auch so reagiert hätte). Zum Glück war die Tür dann auf, da fiel es mir nicht ganz so schwer und ich bin dann halt reingegangen. Ich war zwar wieder sehr still, aber egal, Hauptsache ich habe mich überhaupt überwunden. Nur das Telefon, das ich dabei hatte, hat mich mal wieder etwas genervt. Es kamen in der Zeit zwar nicht so viele Anrufe, aber in solchen Situationen nervt mich das trotzdem immer unwahrscheinlich. Ich habe schon überlegt, wenn sich eine solche Situation demnächst wieder ergibt, dass ich dann meine Kollegin darauf ansprechen werde (sofern ich mich dazu dann überwinden kann), ob wir zumindest im Wechsel dann drangehen können, dass ich dann nicht immer alleine die "Springerin" bei jedem Telefonat bin. Ja, aber trotzdem bin ich froh darüber, dass ich überhaupt dabei gewesen bin, dass ich mich dazu überhaupt überwunden habe.

Mit der Arbeit selber kam ich heute kaum voran. Ich hatte (bzw. habe) 2 Aufgaben vor mir, die zwar "relativ" zeitaufwendig sind, die ich aber trotzdem sehr gut kann, also im Prinzip auch zügig bearbeiten kann (auch wenn sie umfangreich sind). Ja, aber dann hatte ich heute auch eine Aufgabe vor mir, die wichtig war, die ich also "eigentlich" vorziehen musste. Irgendwie kam ich damit nicht klar, fand nicht den "roten Faden", habe nicht dadurch geblickt. Ich nahm sie mir immer wieder vor, nahm mir zwischendurch auch andere kleine Aufgaben, um wieder auf andere Gedanken zu kommen und nahm mir dann die Aufgabe nochmals vor. Es half alles nichts, ich kam damit nicht voran. Es war einfach nur Schade um die Zeit, in dieser Zeit hätte ich eine von den anderen Aufgaben locker schon fertig haben können. Heute Nachmittag sprach ich dann meine Kollegin darauf an. Sie musste sich natürlich auch erst da rein denken, aber unter ihrer "Regie" sind wir damit dann Stück für Stück weiter gekommen (alleine hätte ich damit ansonsten wahrscheinlich noch "Stunden" verbracht, wenn ich es dann überhaupt richtig gemacht hätte). Das war halt mal wieder mein typisches Problem mit den Prioritäten, ich glaube, ich hätte sie schon früher darauf ansprechen sollen, bevor ich mir stundenlang den Kopf darüber zerbreche und dennoch nicht wirklich weiter komme. 

Heute Nachmittag war ich dann zur KG. Die Übungen waren sehr intensiv für die Beine, deswegen bin ich heute Abend dann auch kein Fahrrad mehr gefahren. Ich finde es nicht so gut, dass sie dabei immer wieder negativ über mein Training redet. Ich lag vorhin mit dem Rücken auf der Liege, um die Füße (also die Knöchel) bekam ich wieder eine Hantel, so eine Art "Gürtel" gebunden (ich weiß nicht, wie viel das genau wiegt, rund einen Kilo schätze ich). Dann mit den Beinen verschiedene Bewegungen. Mal das Bein gestreckt hoch (bis zur senkrechten) und wieder runter. Dann leicht (wenige Zentimeter) von der Liege abheben und gestreckt so weit sie möglich zur Seite und wieder zurück zur Mitte (alles im Wechsel mit beiden Beinen). Dann hoch zur Diagonalen, oben halten und mit dem Fuß "winken". Dabei hatte ich Probleme mit den Knien, ich konnte sie nicht völlig gerade halten, sie knickten dabei automatisch immer wieder leicht ein. Darauf hat sie jedoch geachtet und hat das Bein dann immer wieder gerade gedrückt. Dann den Oberschenkel in der Diagonalen halten und mit dem Unterschenkel runter und wieder hoch, das Bein strecken. Das habe ich alleine kaum geschafft, dabei muste sie mir helfen. Dann das Bein gestreckt hoch (zur Diagonalen) und kleine Kreise in der Luft machen, mal nach rechts, mal nach links. Dann noch in der Luft Fahrrad fahren. 

Alles in allem ging das mächtig in die Beine, die Oberschenkel habe ich danach heftig gemerkt. Während dieser Übungen nahm ich völlig automatisch die Arme, also die Hände hinter den Kopf. Das ist bei mir eine völlig normale Haltung. Obwohl ich die Arme dabei eigentlich locker hielt, fingen die Schmerzen in den Ellenbogen nach etwa 5 bis 10 Minuten ganz heftig an. Ich sprach sie darauf an und sie hat dann darauf geachtet, dass ich sie für die restliche Zeit dann neben dem Körper auf die Liege legte. Mit den Händen hinter dem Kopf drücke ich den Rücken allerdings automatisch tiefer runter, mit den Händen neben dem Körper falle ich dagegen automatisch leicht ins Hohlkreuz, was ihr zunächst nicht aufgefallen ist (ich habe darauf selber auch nicht geachtet, war total auf die Bewegungen mit den Beinen konzentriert). Nach etwa 20 Minuten (wir machen ja immer 25 Minuten) bekam ich dann leichte Rückenschmerzen und sprach sie darauf an. Wir haben dann zum Schluss noch ein paar Übungen für den geraden Rücken gemacht. 

Ja, aber bezüglich meiner Probleme mit den Ellenbogen meinte sie, dass das vom Training kommt, dass das eine Art Muskelkater ist und dass ich deswegen die Arme etwas mehr schonen soll (bevor daraus eine Entzündung wird). Sie meinte dann zu mir, die Wassergymnastik sei zwar sehr gut, aber das Training (2 mal wöchentlich) sei zu viel. Das sehe ich persönlich jedoch völlig anders. Wenn es so wäre, könnte ich jetzt genauso sagen, ich habe heute Abend etwas Muskelkater in den Beinen, also ist zwei Mal KG in der Woche zu viel...... Das Training hat mir bisher viel mehr gebracht, als die ganze KG. Das Training würde ich auch immer der KG vorziehen. Und einen Muskelkater habe ich letztens ja sogar von der Wassergymnastik bekommen (auch damit höre ich nicht auf). Ich habe nur schon überlegt, ob ich meinen Trainer mal darauf ansprechen soll, ob wir die Übungen, zumindest vorübergehend, etwas ändern können. Erst 15 Minuten Boxen (also einen Arm intensiv oben halten) und dann die Crunches mit den Händen hinter dem Kopf, das scheint für meine Arme im Moment ein bisschen zuviel zu sein. Am Mittwoch habe ich ja wieder Training. Mal sehen, ob sich das ergibt, ob ich ihn mal darauf anspreche, ob wir das vorübergehend etwas ändern können (bis die Muskulatur in den Armen in diesem Bereich etwas gestärkt ist, ich dort also wieder weniger Schmerzen habe). Ansonsten werde ich das Training bei ihm ganz bestimmt in keinster Weise einschränken. 

TitelAutorDatumBesucher
Fr. 19.07.2019PetraM20/07/2019 - 12:317
Do. 18.07.2019PetraM19/07/2019 - 08:2017
Mi. 17.07.2019PetraM18/07/2019 - 08:1471
Di. 16.07.2019PetraM17/07/2019 - 07:5934
Mo. 15.07.2019PetraM16/07/2019 - 08:4431
So. 14.07.2019PetraM15/07/2019 - 02:5843
Sa. 13.07.2019PetraM14/07/2019 - 14:2438
Fr. 12.07.2019PetraM13/07/2019 - 12:5272
Do. 11.07.2019 PetraM12/07/2019 - 05:1884
Do. 11.07.2019 (Arzt)PetraM11/07/2019 - 21:0783
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Fr. 28.06.2019PetraM29/06/2019 - 13:0168
Do. 27.06.2019PetraM28/06/2019 - 08:4181
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