Montag, 22.10.2012 Sport (Arbeit + Seminar)

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So, jetzt wird es ernst, was das Seminar betrifft. Heute war für mich noch mal ein mächtiges Auf und Ab der Gefühle und Gedanken. 

Mein Kollege, mit dem ich eng zusammen arbeite, dessen Vertretung ich immer bin, hatte seit einiger Zeit Schmerzen (ins Detail möchte ich hier jedoch nicht gehen). Als er vor kurzem 4 Wochen Urlaub hatte, da habe ich mich alleine um seine Vertretung gekümmert, das heißt Telefondienst von 8 bis 15.30 Uhr und Postdienst. Einschließlich der Aufregung vor dem Seminar, ging es mir während dieser Zeit seelisch nach und nach immer schlechter. Da ich keine "Krake" bin und mich auch nicht "teilen" kann, bin ich letztendlich in fast allen Arbeitsbereichen in den Rückstand gerutscht, das ließ sich nicht vermeiden. Zum Teil kleine Rückstände, die ich zwischenzeitlich schon wieder aufgearbeitet habe, zum Teil aber auch größere, mit denen ich noch eine Zeitlang beschäftigt sein werde (bis ich auch dort wieder einigermaßen tagesglatt bin).

Heute Morgen waren die Schmerzen bei meinem Kollegen wohl so intensiv, dass er zum Arzt gegangen ist, bzw. genauer gesagt ins Krankenhaus, wo direkt eine OP durchgeführt worden ist. Auf der Arbeit spielten meine Gedanken und Gefühle deswegen mächtig "Achterbahn". Mein erster Gedanke war, dass deswegen jetzt sowohl das Seminar als auch der Urlaub abgesagt werden, damit ich, so wie üblich, die Vertretung machen kann. Das Seminar wäre dann ja nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben und meine innere Aufregung diesbezüglich (die extreme Nervosität) würde vor dem neuen Termin aufs Neue losgehen. Meine Kollegin, von der ich von seiner Krankmeldung erfuhr, beruhigte mich jedoch diesbezüglich sofort, dass ich morgen auf jeden Fall zu dem Seminar fahren werde, die anderen, also meine Kollegen, seien ja schließlich auch noch da. 

Dann habe ich gedacht, um Gottes Willen, ich habe ja jetzt noch Rückstand (wie gesagt, von der Vertretungszeit während des Urlaubes), nach meinem Urlaub (Anfang November) werde ich dann natürlich zusätzlichen Rückstand haben, das wird sich nicht vermeiden lassen. Wenn ich mich dann parallel eine längere Zeit lang (es ist noch nicht klar, wie lange mein Kollege ausfallen wird) um die Telefonzentrale und den Postdienst kümmern muss, dann komme ich mit meinen eigenen Aufgaben nie mehr "auf einen grünen Zweig". Ich habe jetzt schon Angst vor dem Ärger, der mir deswegen dann bevorstehen wird (wenn ich den Rückstand nicht schnellstmöglich aufgearbeitet bekomme). Als wenn eine Kollegin, mit deren Aufgaben ich ebenfalls im Rückstand bin, meine Gedanken hätte lesen können, sprach sie mich dann an, dass die Aufgaben, also speziell was das Telefon betrifft, nach meinem Urlaub anders aufgeteilt werden müssen (damit hat sie mir natürlich aus der Seele gesprochen, alles gleichzeitig, das geht nunmal nicht auf Dauer). 

Heute Nachmittag, während ich mich um den Postdienst gekümmert habe, standen meine Kolleginnen dann plötzlich zusammen und haben die Aufgaben (Telefon und Post) für die nächsten 2 Wochen untereinander aufgeteilt. In dem Moment ging es mit mir seelisch steil bergab. Ich fühlte mich innerhalb meiner Abteilung so alleine und im Stich gelassen wie schon lange nicht mehr. Während der 4 Wochen Urlaubsvertretung war ich mit allem alleine, mir ging es immer schlechter und sobald auch ich ausfalle (nicht durch Krankheit, sondern durch Seminar und Urlaub),  da packen plötzlich alle mit an. In dem Moment (als ich mich so alleine gefühlt habe) wurde es mir vor Aufregung schlecht und ich war den Tränen nahe. Nein, so kann es wirklich nicht weiter gehen, das schaffe ich seelisch auf Dauer nicht mehr. Ach verdammt, jetzt kommen mir doch noch die Tränen. Ich kann nicht mehr. Ich hoffe, dass ich nach dem Seminar seelisch wieder ruhiger bin, dass ich dann solche Situationen wieder besser im Griff habe (vielleicht tut mir dann auch der zusätzliche Sport, das Schwimmen gut). 

Heute Nachmittag war ich dann ja zur KG. Das war heute mehr eine "Manuelle Therapie" (absichtlich, da sie wusste, dass ich anschließend noch Training hatte). Auf der Liege auf dem Rücken liegend, Schultern frei (also ohne T-Shirt), teils Massage der Schultern und des Nackens, zum Teil nahm sie meinen Kopf und drehte und dehnte ihn in alle Richtungen, was im Nacken zum Teil mächtig weh getan hat. 

Ich finde es im Moment von Beiden, also von meiner Therapeutin und auch von meinem Trainer, total lieb, wie sie mir bezüglich des Seminares immer wieder Mut machen, mir dafür immer wieder neue "Kraft" zusprechen. Bei Beiden ist es halt wirklich eine "persönliche Betreuung" und kein 08/15-Training, sie haben beide schon gesagt, dass ich ihnen nächste Woche (bzw. meinem Trainer am Samstag beim nächsten PT) erzählen soll wie es war, wie es so gelaufen ist. Ja, ich bin ja selber mal gespannt, wie es in den nächsten Tagen dann laufen wird. Darüber werde ich hier selbstverständlich auch berichten, irgendwie muss ich das ganze ja schließlich verarbeiten. Das kleine Netbook habe ich vorhin schon eingepackt. 

Nach der KG wurde es vorhin dann sehr knapp. Letztendlich bin ich fast die gesamte Strecke sehr zügig gelaufen, das letzte Stück fast schon gerannt, bin dann aber trotzdem etwa eine Minute zu spät gewesen, was natürlich kein Problem gewesen ist. Die Strecke vom KG-Institut bis zum Trainingsraum, also dem Schwimmbad hatte ich etwas unterschätzt, zumal die Hauptstraße ja auch bergauf führt. Wenn ich normal gelaufen wäre, dann wäre ich dort viel zu spät angekommen. 

Mit dem Gedanken, dass ich jetzt 2 Wochen nicht ins Büro muss, bekam ich meinen Kopf beim heutigen Training etwas "freier", so dass mir manche Übungen (im Vergleich zu Samstag) etwas leichter gefallen sind. Nachdem ich die letzten Male beim Training (insbesondere während des Aufwärmens) einen Krampf im linken Fuß hatte, hatte ich heute diesbezüglich endlich mal keine Probleme damit. Sonst habe ich Anfangs immer (z. B. beim Laufen auf der Stelle oder bei kleinen Sprüngen) auf der Matte gestanden, heute bin ich jedoch absichtlich (als "Experiment") auf dem Boden, auf dem Teppich, also neben der Matte geblieben. Ich weiß nicht, ob das wirklich der Grund für die Krämpfe gewesen ist, also die weiche Matte, aber heute habe ich immerhin keinen Krampf bekommen. Bei Übungen auf dem Boden liegend, ist es auf der Matte natürlich wesentlich weicher und angenehmer, als auf dem harten Boden, aber im Stehen ist es auf dem Boden besser gewesen. 

Auch wenn ich mit ein paar Übungen kleine Probleme hatte, dennoch war das heutige Training, also meine Leistungen, bei Weitem besser als am Samstag. Es waren wieder einige Übungen für die Arme dabei. Am schwersten, nicht was die Kraft betrifft, sondern eher was den Ablauf betrifft, fand ich eine Übung mit dem Theraband. Ich stand vor der Sprossenwand, also mit dem Gesicht Richtung Sprossenwand, das Band kam von oben, um die oberste Sprosse gewickelt. Im Ausfallschritt, Becken vor, Bauch anspannen, die Arme nach vorne hoch. Die Oberarme sollten dabei völlig ruhig in Schulterhöhe bleiben, die Unterarme nach oben, in den Händen die Enden vom Band und dann nur mit den Händen, also den Unterarmen nach hinten, Richtung Ohren und wieder zurück bis zur Senkrechten. Das habe ich nicht hinbekommen. Jedes Mal, wenn die Unterarme wieder nach vorne gingen, gingen meine Oberarme gleichzeitig runter, zunächst nur Diagonal, teilweise auch noch tiefer (Richtung Oberkörper). Mein Trainer hielt schließlich seine Hände etwas unter meinen Ellenbogen, damit die Arme auch wirklich oben bleiben. Umso mehr ich mich dann auf die Arme konzentriert habe, umso lockerer wurde natürlich mal wieder mein Bauch, das Becken ging nach hinten und ich verlor etwas das Gleichgewicht. Vom Ablauf her fand ich diese Übung heute am schwersten. 

Kraftmäßig fand ich mehrere Übungen mit den Hanteln sehr schwer, wobei er mich zum Teil auch wieder etwas unterstützt hat. Ein paar Übungen klappten selbst mit schweren Hanteln (7,5 Kg) schon sehr gut (Oberkörper etwas nach vorne neigen, natürlich gerader Rücken und mit den Hanteln in Kniehöhe hoch und runter gehen), aber mit den 5 Kg Hanteln von unten hoch, nach oben strecken, das hat, so wie am Samstag, wieder nicht so richtig geklappt (wieder nur mit seiner Hilfe). Da ist nach wie vor eine "Sperre", ein Punkt, an dem ich nicht weiter komme, an dem mir die Kraft in den Armen fehlt. 

Die Unterarm-Liegestütze auf dem Kasten haben dafür heute verhältnismäßig sehr gut geklappt. Ich war selber überrascht, wie gut ich das schon halten konnte. Mein ganzer Körper fing mit der Zeit zwar mächtig an zu zittern, aber ich konnte es dennoch halten (bis er endlich Pause gesagt hat). Seine Motivation war dabei mal wieder sehr gut. 

Mit den Sit-Ups hatte ich heute mächtig zu kämpfen. Beim Hochkommen half er mir jedes Mal etwas, aber alleine möglichst langsam wieder runter. Durch meine Nervosität und innere Angespanntheit habe ich seit Tagen wieder leichte Schmerzen im unteren Rücken, im Bereich vom Steißbein, nicht wer weiß wie schmerzhaft, aber dennoch spürbar. Ja, und genau über diese Stelle hinweg gingen vorhin die Sit-Ups, die ich aber trotzdem geschafft habe. Augen zu, zusammen reißen und los ging es. Beim ersten Durchgang klappte es so lange, bis ich im Bauch plötzlich einen kleinen Krampf hatte, dann musste ich eine kleine "Zwangspause" einlegen. Beim zweiten Durchgang hielt ich so lange durch, bis er dann endlich Pause gesagt hat. 

Ansonsten folgten noch ein paar Übungen für einen geraden Rücken, also flach auf dem Boden, bei der ersten Übung die Beine gestreckt hoch und in der Diagonalen etwas "pendeln", also hoch und runter gehen, nicht bis zur Senkrechten, in der Diagonalen bleiben, Bauch die ganze Zeit anspannen, Rücken tief runter drücken. Bei der zweiten Übung die Beine angewinkelt anziehen, zunächst hoch anziehen, Becken hoch (also nach vorne, etwas vom Boden anheben), dann mit den Beinen wieder etwas runter, nicht ablegen, sofort wieder ganz hoch gehen, also anziehen. 

Nach dem Training hatte ich dann zunächst ein sehr kräftiges Ziehen sowohl in den Oberschenkeln, als auch im unteren Rücken (LWS-Bereich), so dass ich zunächst eine "Zwangspause" einlegen musste, mich etwas entspannen musste (wobei ich natürlich etwas eingeschlafen bin). Mit dem Kofferpacken habe ich dann erst ab etwa 23 Uhr begonnen, aber inzwischen ist er ja fertig. Morgen früh gegen 8 Uhr (um 8.30 Uhr fährt der Zug) geht es dann in etwa los. Mein Freund fährt mich dann zum Bahnhof. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 02. Dez. 2020PetraM03/12/2020 - 08:314
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1594
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0240
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4655
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5057
Fr. 27. Nov. 2020PetraM28/11/2020 - 18:2993
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:0474
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36140
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25139
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33165
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19141
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29165
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04153
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Mi. 18.11.2020PetraM19/11/2020 - 09:02168
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Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45185
So. 15. Nov. 2020PetraM16/11/2020 - 08:56144
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Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16116
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01140
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