Montag, 24.09.2012 KG

DruckversionPDF-Version

Heute war so gar nicht mein Tag. 

Schon auf der Arbeit kam ich nur sehr schleppend voran. Die Unsicherheit, die das Gespräch letzte Woche mit meinem Chef bei mir ausgelöst hat, ist unwahrscheinlich groß. Ich bin ja für mehrere Aufgabengebiete zuständig. In welchem Bereich ist er mit meiner Arbeit unzufrieden? Habe ich irgendwelche Fehler gemacht, dessen ich mir nicht bewusst bin? Was kann oder müsste ich seiner Meinung nach in den einzelnen Bereichen anders machen? Mit jedem Bereich, um den ich mich heute gekümmert habe, kam ich deswegen nur langsam voran, weil ich mich jedes Mal aufs Neue gefragt habe, ob er diesen Bereich meint, ob ich dabei etwas falsch gemacht habe. Ich habe heute alles doppelt und dreifach kontrolliert, zum Teil auch mit Rücksprache mit Kolleginnen, so dass ich letztendlich viel weniger geschafft habe, als ich mir für heute eigentlich vorgenommen hatte. Ja, so eine angespannte Arbeitssituation kann einem wirklich mächtig an die Nerven gehen.

Heute Nachmittag, auf dem Weg zum Bahnhof, bin ich dann in ein totales Unwetter geraten. Erst kamen nur ein paar Tropfen und ich hatte noch überlegt, ob ich den Schirm rausholen soll, ja aber dann "brach der Himmel auf". Es goss dann wie aus Eimern, ein kräftiger Platzregen, begleitend von einem Gewitter (es donnerte mehrmals und der Himmel wurde total dunkel). Das "passte" natürlich zu meiner heutigen Stimmung. Ich hatte zwischenzeitlich zwar den Schirm in der Hand, aber so stürmisch, wie es war, klappte er mir mehrmals um. Letztendlich war ich von oben bis unten "klitsch nass", die Haare tropften vor sich hin, frisch aus der Dusche sehe ich so ähnlich aus.... Ich musste an mehreren roten Ampeln warten, es hatten sich tiefe Pfützen gebildet und die Autos, die an mir vorbei fuhren, die "sorgten" dafür, dass meine Jeans schließlich von oben bis unten triefend nass war, ja, ich war nass bis auf die Haut, echt ein "tolles" Gefühl. Meine Strümpfe waren natürlich auch total nass, die konnte ich später "auswringen". 

Bis zu Hause, bzw. bis zur KG, die ich heute ja hatte, ist natürlich nichts getrocknet und alle sahen mich erstaunt an, als ich dort dann so triefend nass in der Türe stand. 

Meine Sportsachen hatte ich in einem Beutel dabei, eigentlich in einem wasserdichten Beutel, aber der Regen hat sich seinen Weg gesucht, letztendlich war fast alles nass. 

Heute morgen wollte ich eigentlich Stiefelletten anziehen, zum ersten Mal wieder in diesem Jahr (der Sommer ist schließlich vorbei). Als ich sie anzog bemerkte ich, dass das Leder vorne an der Spitze "durch" ist, bei einem Schuh ganz, bei dem anderen fast. Ich wollte mir keine nassen Füße holen (Grins, heute morgen wusste ich ja noch nicht, was mir am Nachmittag noch bevor stand), zog dann lieber wieder meine normalen festen Schuhe an (also die Halbschuhe) und nahm "vorsichtshalber" (weil Regen angesagt war) ein paar Strümpfe zum wechseln mit (die Stiefelletten werde ich in Kürze erstmal zum Schuster bringen, sie sind noch relativ neu, ich möchte sie nicht weg schmeißen). Als ich vor der KG die Strümpfe dann wechseln wollte merkte ich, dass die Ersatz-Strümpfe im Beutel mindestens genauso nass waren wie die, die ich an hatte. Echt voll super, dann ließ ich also die nassen Strümpfe direkt an (echt ein tolles Gefühl).

Immerhin war die Gymnastikhose einigermaßen trocken geblieben, also Jeans aus und rein in die andere Hose (die Gymnastikhose habe ich anschließend dann auch an gelassen, immer noch besser und angenehmer als die nasse Jeanshose auf der Haut zu haben). Dann wollte ich das T-Shirt anziehen. Iiiiiih, total nass und klamm, ich zog es sofort wieder aus. Nur gut, dass heute Montag war und nicht Mittwoch. Heute war ich ja nur mit meiner Therapeutin alleine und bereits im Sommer habe ich bei ihr die KG mehrmals nur im "Bustier", was ich zum Sport immer anhabe, mitgemacht, das war also kein Problem (von den Rückenmassagen her kennt sie mich ja eh "oben ohne"). Wenn heute Mittwoch gewesen wäre, dann wäre es für mich "etwas" unangenehmer geworden. Beim Training nur im Bustier, das kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, als 20jährige mit toller Figur vielleicht, aber so, wie ich jetzt aussehe, ganz bestimmt nicht. Es "reicht", was mein Trainer "durch" die weiten T-Shirts "sehen" kann (wenn ich den Bauch nicht anspanne, das fällt ihm ja immer sofort auf), aber fast schon "oben ohne" das Training durchziehen, ne, das ist wirklich nichts für mich (selbst mit Anfang 20 hatte ich beim Sport immer schon weite T-Shirts an). Deswegen fällt mir die Überwindung ja auch so schwer, wieder mit der Wassergymnastik und dem Schwimmen anzufangen, weil man im Badeanzug "fast" alles sehen kann (trotzdem möchte ich das gerne durchziehen). 

Die heutige KG war dann nur fürs Gleichgewicht. In der ersten Hälfte stand ich wieder zwischen den Stangen am Barren, dazwischen das Mini-Trampolin, auf dem ich dann stand. Meine Therapeutin stand hinter mir und hielt mich an der Hüfte etwas fest. Sie musste mich mehrmals etwas stabilisieren, weil ich immer wieder ins trudeln kam, darauf nicht völlig ruhig stehen bleiben konnte. Zuerst nur ein paar Bewegungsabläufe für die Arme (damit ich die Stangen loslasse), womit ich schon etwas Probleme hatte. Bei dem unebenen Untergrund kam ich schnell ins Wackeln und sofort gingen meine Arme wieder runter (aus dem Reflex), um mich an den Stangen festzuhalten. 

Dann folgten mehrere Bewegungen für die Beine. Mal auf die Zehenspitzen und wieder runter, dann ein Bein (im Wechsel) gestreckt nach vorne, dann gestreckt nach hinten und gestreckt zur Seite. Dann die Knie nach oben ziehen, danach mit der Ferse Richtung Po. Danach die "Waage", mit der ich die meisten Schwierigkeiten hatte, also ein Bein gestreckt nach hinten, mit der Oberkörper gerade nach vorne (also eine Linie bilden), dabei konnte ich auf dem Standbein (auf diesem Trampolin) nicht ruhig stehen bleiben, damit hatte ich bei beiden Seiten große Probleme. Ebenfalls bei den Kniebeugen, auf dem Boden gar kein Problem, aber auf dem Trampolin kam ich dabei mächtig ins trudeln. 

Die zweite Hälfte der KG dann auf dem Boden, außerhalb des Barren, ebenfalls weiterhin Gleichgewichtsübungen. Jeweils auf einem Bein stehen und mit dem anderen Bein verschiedene Bewegungen durchführen, unter anderem das Fahrradfahren und nochmals ein Bein nach vorne bzw. nach hinten strecken. Auf dem rechten Bein war ich dabei noch "relativ" ruhig, nicht völlig sicher, aber es ging, aber auf dem linken Bein kam ich mehrmals ins trudeln und sie musste mich etwas festhalten. 

Nach der KG musste ich dann (leider) noch Einkaufen gehen, eigentlich brauchten wir nur Brot und Butter. Ja, aber in dem Geschäft ist auch ein Bäcker. Ich ging mehrmals daran vorbei, aber dann konnte ich nicht mehr widerstehen. Käsekuchen, Donuts und ein Apfelring habe ich mir schließlich "gegönnt" (als "Nachtisch" noch ein Schokopudding). Zum Glück (!) wurde es mir dann schlecht (wer weiß, was ich sonst noch im Laufe des Abends gegessen hätte). Sch...... (Scheibenkleister....), das wollte ich doch gar nicht. Erst als es mir schlecht war, fiel mir wieder das Wiegen ein, was wir ja für Samstag geplant haben. Nun gut, passiert ist passiert, ein "Ausrutscher" kann halt schon mal passieren (geplant hatte ich das ganz bestimmt nicht). Aber zum Glück ist heute ja erst Montag. Den Rest der Woche plane ich dann fast schon eine "Null-Diät" ein (also für Abends), dann müsste es eigentlich trotzdem klappen, am Samstag unter der 80 zu bleiben. Ich habe vorhin schon zu meinem Freund gesagt, dass ich in dieser Woche nicht mehr Einkaufen gehen werde, ich will mich nicht mehr in Versuchung bringen....!!! Eigentlich wollte ich heute Abend ja Fahrrad fahren, aber so schlecht, wie es mir dann war (mein Körper ist wahrscheinlich nicht mehr an so viel Zucker gewöhnt), habe ich den restlichen Abend dann auf dem Sessel verbracht. Aber ab Morgen muss ich den Rest der Woche auf jeden Fall fahren, so wenig wie möglich Essen, aber so viel wie möglich fahren.

Heute Abend bekam ich auch eine Antwort-Mail bezüglich der Wassergymnastik. So wie es aussieht, werde ich dort mal wieder die Jüngste sein. Egal, daran bin ich ja gewöhnt, in meiner früheren Gruppe waren bis auf 2 Jüngere (die auch schon über 50 waren) alles nur Rentner. Aber andersrum, bei denen "schäme" ich mich im Badeanzug dann auf jeden Fall weniger, als unter gleichaltrigen. Es gibt dort zwei Gruppen, die Anzahl der Teilnehmer variiert immer, eine Gruppe ab 19 Uhr und eine ab 20 Uhr. Die erste Gruppe ist wohl immer etwas voller. Während die zweite Gruppe dann dran ist, kann man noch etwas Schwimmen. Wenn man jedoch in der zweiten Gruppe teilnimmt, muss man direkt danach raus, weil das Bad kurze Zeit später schließt. Mir wurden bis zu 3 Probestunden angeboten, 2 will ich davon auf jeden Fall erst machen, bevor ich mich endgültig entscheide. Im Oktober möchte ich damit beginnen. Notfalls, wenn es mir auf Dauer dann doch nicht gefallen sollte, kann ich die Mitgliedschaft nach einem Jahr ja immer noch beenden. Aber zunächst mal möchte ich dieses Hobby wieder aufnehmen. Wenn ich früher, also in der anderen Gruppe, nach dem Training noch eine halbe Stunde geschwommen bin, nicht auf Zeit, aber dennoch ohne Pause, das hat mir dann schon immer gut getan. Außerdem könnte ich dann am Rand auch noch ein paar von den Übungen machen, die mir in der früheren Gruppe gegen Schmerzen immer gut geholfen haben (die ich im früheren Institut von den Therapeuten und auch während der Reha gelernt habe). 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 18.09.2019PetraM19/09/2019 - 04:463
Di. 17.09.2019PetraM18/09/2019 - 16:2210
Mo. 16.09.2019PetraM17/09/2019 - 14:2428
So. 15.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3726
Sa. 14.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3528
Fr. 13.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3221
Do. 12.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3018
Mi. 11.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2714
Di. 10.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2413
Mo. 09.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2113
So. 08.09.2019PetraM09/09/2019 - 07:1496
Sa. 07.09.2019PetraM08/09/2019 - 15:0175
Fr. 06.09.2019PetraM07/09/2019 - 13:4471
Do. 05.09.2019PetraM06/09/2019 - 08:5077
Mi. 03.09.2019PetraM05/09/2019 - 08:5070
Di. 03.09.2019PetraM04/09/2019 - 08:3773
Mo. 02.09.2019PetraM03/09/2019 - 09:1179
So. 01.09.2019PetraM02/09/2019 - 03:4866
Sa. 31.08.2019PetraM01/09/2019 - 15:1256
Fr. 30.08.2019PetraM31/08/2019 - 14:0551
Do. 29.08.2019PetraM30/08/2019 - 08:35121
Mi. 28.08.2019PetraM29/08/2019 - 02:4679
Di. 27.08.2019PetraM28/08/2019 - 08:2872
Mo. 26.08.2019PetraM27/08/2019 - 03:0760
So. (Nachtrag)PetraM26/08/2019 - 03:3362
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...