Montag, 29.07.2013 KG

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Mir geht es im Moment nicht so gut. Mir ist es dermaßen schlecht. Mir fallen dafür mehrere Gründe ein (auch seelische), aber einer wird sicherlich mal wieder der Wassermangel sein. Ich habe es heute mit "Mühe und Not" auf einen Liter geschafft. Heute war mal wieder so ein Tag, an dem ich, trotz des Wetters, absolut kein Durstgefühl hatte, das Trinken fiel mir total schwer. Nur gelegentlich mal einen Schluck, so dass ich es bis heute Abend auf einen Liter gebracht habe. Es gibt zwar auch noch mehrere weitere Gründe, die der Auslöser dafür sein können, aber auf alles möchte ich hier lieber nicht eingehen. Die Schwimmtasche hatte ich zwar bereits am Wochenende gepackt, aber an der Wassergymnastik möchte ich morgen lieber nicht teilnehmen. Das hat weder mit der Gruppe oder der Gruppenleiterin zu tun, sondern ausschließlich aus gesundheitlichen Gründen. 

Heute Nachmittag war ich zur KG. Das war heute sehr schwer. Wegen des Wetters hatte ich nur ein Bustier an, was dabei auf jeden Fall wesentlich angenehmer gewesen ist. Mit den großen T-Shirts kann ich sonst natürlich viel mehr "verstecken" (was meine falsche Haltung betrifft), was heute dadurch nicht der Fall gewesen ist. Normalerweise ist mein Trainer immer viel intensiver und genauer darin, was Korrekturen betrifft, aber heute war meine Physiotherapeutin darin um ein vielfaches genauer (als sonst). Keiner Wunder, sie sah (ohne mein T-Shirt) ja auch jede kleine "Bewegung" und sobald ich den Bauch oder die Schulterblätter etwas locker ließ, reagierte sie sofort und es folgten Korrekturen, bis ich wieder ganz gerade war.

Ich saß heute die ganze Zeit auf einem Hocker, zu 3/4 Übungen mit den 0,5 Kilo Hanteln (zuletzt noch ein paar Bewegungsabläufe ohne Hanteln). Bei allen Bewegungen (mit den Armen) achtete sie total darauf, dass mein Rücken völlig gerade ist. Aber da sich so richtiges gerades Sitzen für mich wie "krumm" anfühlt (ich sitze "gerade", wenn ich im Hohlkreuz bin), musste ich mich ständig total konzentrieren, um diese für mich "krumme" (also die gerade) Haltung beizubehalten. Und das knapp 25 Minuten lang, das war wirklich mächtig schwer. Bauch anspannen, LWS-Bereich gerade halten, BWS gerade (weil ich mich immer schnell nach vorne beuge, etwas "krumm" werde) und die Schulterblätter möglichst weit zurück. Auch während der Übungen achtete sie ständig auf diese gerade "Grundhaltung". Es folgten heute so einige Korrekturen. Sie hatte meistens eine Hand mittig an den Schulterblättern und eine unten am LWS-Bereich (hatte dadurch beide Stellen ziemlich gut unter Kontrolle). Umso mehr ich mich auf die Schultern konzentrierte, umso mehr fiel ich ins Hohlkreuz und wenn ich mich auf den Bauch, auf den geraden Rücken konzentriert habe, dann gingen meine Schultern wieder nach vorne. Sprach sie mich dann auf die Schultern an, dann zog ich sie mehrmals zunächst etwas hoch, anstatt nach hinten. Alles in allem fiel mir die heutige KG mit dieser Grundhaltung dann sehr schwer.

In dieser Grundhaltung folgten dann so einige Bewegungsabläufe mit den Armen (wie gesagt, zu 3/4 mit den 0,5 Kilo Hanteln). Jede Bewegung heute 15 Mal. Mal nach vorne gestreckt  hoch (bis über den Kopf) und wieder runter, danach seitlich (bis in Schulterhöhe). Dann seitlich in Schulterhöhe halten, mit den gestreckten Armen nach vorne und wieder zurück zu den Seiten. Danach die gestreckten Arme nach vorne und mit den Ellenbogen weit nach hinten ziehen (und wieder nach vorne strecken). Dann Arme angewinkelt, nach oben strecken und wieder nach unten (und hinten) ziehen, also die Schulterblätter kräftig zusammen. Danach die Arme gestreckt oben halten und möglichst weit nach hinten wippen (dabei immer auf den geraden Rücken achten, ich fiel dabei immer mal wieder ins Hohlkreuz). Dann im Wechsel, Arme nach oben strecken, Ellenbogen runter, dann nach vorne strecken, Ellenbogen wieder runter (also an den Oberkörper) und dann zu den Seiten strecken. Mehrmaliger Wechsel.

Dann ging es ohne Hanteln weiter. Gerade hinsetzen, die Arme, also die Hände hinter dem Kopf verschränken, sie stand hinter mir und zog dabei die Ellenbogen möglichst weit nach hinten (bis die Arme eine gerade Linie bilden). Das fällt mir immer sehr schwer, alleine kann ich das gar nicht. 

Zum Abschluss hin, weiter gerade sitzen, die Arme gestreckt nach unten, Handinnenflächen nach vorne. Sie drückte dann von hinten leicht vor die Ellenbogen, ich sollte dabei völlig ruhig sitzen bleiben, ging zunächst jedoch automatisch mit dem ganzen Oberkörper mit. Das finde ich extrem schwer, dabei dann mit ganz geradem Rücken sitzen zu bleiben, sich nur auf die Arme, auf den Gegendruck der Arme zu konzentrieren. Danach das Gleiche, nur dass sie von innen vor die Arme drückt, also die Arme vom Oberkörper weg drücken will, dabei ebenfalls ruhig sitzen bleiben, sich nur auf die Spannung in den Armen konzentrieren. 

Ja, wie gesagt, an meiner aktuellen Übelkeit sind verschiedene Sachen "schuld". Unter anderem auch die Arbeitssituation. Ich sage mal so, bezüglich des bevorstehenden Umzuges in das neue Büro (der Umzug wird für Oktober geplant), "sickern" jetzt im Rahmen der Vorbereitungen immer mehr Details durch. So wie es aussieht, werde ich mich dann wohl von meinem Einzelbüro "verabschieden" müssen (ich sitze inzwischen seit einigen Jahren im Einzelbüro). Ich versuche jetzt halt, mich "seelisch" schon mal darauf einzustellen, dass ich demnächst nicht mehr alleine sitzen werde. Für mich persönlich bedeutet das eine enorme Umstellung (ich habe mich total an das Einzelbüro gewöhnt). Es kommen zwei Kollegen in Frage, mit denen ich demnächst dann zusammensitzen könnte. Nichts gegen diese beiden Kollegen (bzw. gegen die Kollegin), beide sind wirklich total nett und locker, man kann gut mit beiden zusammen arbeiten. Aber nachdem ich jetzt so viele Jahre alleine gesessen habe, fühle ich mich im Moment ein bisschen wie "Big Brother is watching you". Ja, ich weiß, das ist wahrscheinlich nur mein "Kopfkino", die Beiden haben genug andere Aufgaben, als mich ständig "kontrollieren" zu können. Aber trotzdem bedeutet dieser Schritt für mich eine große Umstellung, die mich zur Zeit seelisch sehr beschäftigt (sehr aufwühlt), an die ich mich jetzt erstmal gewöhnen muss. 

 

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