Montag, 29.10.2012 KG + Training

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Heute Abend habe ich zunächst im Internet die Berichte über den Sturm in New York verfolgt. Ich weiß auch nicht, aber Amerika interessiert mich halt irgendwie. Schon während der Schulzeit habe ich immer gesagt, dass ich irgendwann mal nach Los Angeles möchte, einmal in Hollywood die Universal-Studios besichtigen. Aber inzwischen glaube ich nicht mehr so wirklich daran, dass ich tatsächlich mal dorthin kommen werde. Zum einen stört mich der lange Flug. Außerdem meine "tollen" Englischkenntnisse, ohne deutsche Reiseleitung geht gar nichts. Mein Freund hält sich in solchen Situationen ja immer schön im Hintergrund und lässt mich reden, völlig egal, wie ich mich dabei ausdrücke, nach dem Motto "Du machst das schon....". In London habe ich mich auch mit "Händen und Füßen", wie man so schön sagt, verständigt. Ein paar meiner "tollen" Formulierungen, halt total "eingedeutschtes Englisch", verfolgen mich bis heute, an die werde ich bei jeder Gelegenheit erinnert. Das ist diesbezüglich bei mir wieder das Gleiche, wie nach Unfällen. Am liebsten möchte ich gar kein Englisch mehr reden, was sich jedoch auf Dauer nicht vermeiden lassen wird, da mein Freund für die nächsten Jahre auf jeden Fall auch Urlaub in anderen Ländern einplant. Sein persönlicher größter Wunsch, was Urlaub betrifft, das ist Schottland und so wie ich ihn kenne, werden wir früher oder später auch dort "landen". 

Dann stören mich die extremen Sicherheitsvorschriften an den Flughäfen. Wir sind seit Jahren nicht mehr geflogen, mein Freund versucht mich schon die ganze Zeit zu überreden, dass wir endlich mal wieder in den Urlaub fliegen. Er möchte liebend gerne nochmals nach München. Als wir vor mehreren Jahren eine Woche lang dort waren, hatten wir totales Pech, nur an einem Tag Sonne, sonst von morgens bis abends Regen. Mir hat es dort im Grunde zwar auch sehr gut gefallen, aber im Moment bevorzuge ich Urlaubsziele, wo wir problemlos mit dem Auto hinkommen. Sicherheitskontrollen sind ja gut und schön, aber meiner Meinung nach inzwischen total übertrieben, das nervt mich total. Ich sehe mir im Fernsehen gerne Doku-Sendungen an und habe schon genug Berichte darüber gesehen, dass diejenigen, die wirklich "böse" Absichten haben, ihr Vorhaben auch durchziehen, für die gibt es mehr als genug Möglichkeiten, um bei den Kontrollen nicht aufzufallen. Ich weiß, das klingt gefährlich, ist aber reine Tatsache. Im Prinzip "treffen" die mit den extremen Kontrollen nur die kleinen "Otto-Normal-Verbraucher", die halt nur gemütlich in den Urlaub fliegen wollen und das nervt mich unwahrscheinlich. 

Dann habe ich vorhin eine Webcam von New York entdeckt, die am Strand steht (auf NTV). Darauf konnte man so richtig schön sehen, wie das Meer immer unruhiger wurde und die Wellen immer höher. Ich habe in der Realität zwar nur sehr selten Gelegenheit dazu, aber ich liebe es, das Meer und die Wellen zu beobachten, das hat für mich etwas sehr beruhigendes. Ich meine, ins Wasser würde mich dann keiner mehr kriegen, dafür schwimme ich viel zu unsicher, davor wäre meine Angst dann viel zu groß. Als ich ein Kind war, waren wir jedes Jahr mehrmals im Urlaub. Mein Vater hat sehr gut verdient, das war gar kein Problem. In jedem Sommer 3 Wochen am Meer (Spanien oder Italien) und in den Oster- und Herbstferien eine bis zwei Wochen Wanderurlaub in Österreich in den Bergen sowie häufig auch ein paar Tage in den Weihnachtsferien im Schnee in den Bergen (ich musste gerade an einen Urlaub in Garmisch Partenkirchen denken, wo mein Vater mir das Skilaufen beibringen wollte, er hat selber immer Langlauf gemacht, nach mehreren Versuchen, bei denen ich mich jedes Mal, wenn ich bremsen sollte, auf den Boden habe fallen lassen und davon so einige blaue Flecke hatte, habe ich dieses Thema schließlich völlig aufgegeben). 

Mein Vater hat es damals geliebt, stundenlang am Strand zu liegen, von morgens bis abends. Das fand ich immer super langweilig, ich brauchte Bewegung und Abwechslung. Mein Vater konnte zwar schwimmen, hatte aber nur selten Lust dazu ins Wasser zu gehen. Damals gab es eine Zeit (in Italien, in Bibione), in der ich sehr viel im Wasser war. Da ich beim Schwimmen noch nie so richtig sicher war, ging ich dort schließlich immer mit einer Luftmatratze ins Wasser. Solange das Meer relativ ruhig war, konnte ich darauf liegend in Ruhe hin und her paddeln. Ich weiß noch, dass ich damals so einige Sonnenbrände hatte. Nur wenn die Wellen höher wurden, dann hatte ich die Luftmatratze nicht mehr unter Kontrolle und blieb dann lieber am Strand, habe von dort aus den Wellen zugeguckt (im Wasser gegen die Wellen anzukämpfen, das war mir immer viel zu schwer). 

Ja, heute Nachmittag war ich ja zur KG. Nachdem ich meiner Therapeutin anfangs gesagt habe, dass ich anschließend noch zum Training gehe, hat sie lieber ein "Schonprogramm" gemacht, was auch besser ist. Denn wenn sie das "volle" Programm, also intensive Übungen mit mir durchzieht und ich anschließend noch Training habe, dann wird mir das doch ein bisschen zu viel. Ich weiß nicht, ob ich das dann schaffen würde. Das Training war heute über eine halbe Stunde. Ich hatte erst noch überlegt, ob ich es nochmals auf eine Stunde verlängern sollte, dann lohnt es sich so richtig und Zeit hätte ich ja gehabt, aber aus finanziellen Gründen habe ich es dann bei der halben Stunde gelassen. Mein Freund hat am Mittwoch einen Werkstatt-Termin, bekommt dann endlich die neuen Allwetter-Reifen aufgezogen (bei den alten Reifen ist das Profil inzwischen völlig weg, bei jedem Anfahren an einer roten Ampel, insbesondere jetzt bei dem Herbstlaub, kommen wir mächtig ins Rutschen). Als er mich dann gefragt hat, ob ich zu den Kosten was dazu tue, da konnte ich ja schlecht nein sagen, schließlich fährt er mich ja auch immer. Deswegen habe ich das heutige Training dann bei der halben Stunde gelassen, aber besser 30 Minuten, als gar kein intensives Training zu haben.

Bei der KG lag ich auf der Liege, den Rücken immer gerade auf die Liege drücken. Mal nur die Beine aufstellen und den Rücken kräftig runter drücken (einige Wiederholungen). Dann hoch zur Brücke (2 x 20 Mal). Dann folgten ein paar "manuelle" Dehnübungen, bei denen ich ruhig liegen blieb und meine Therapeutin die Beine in verschiedene Richtungen dehnte. Danach die Beine im rechten Winkel anheben, dort zunächst eine Zeitlang halten (weiterhin mit geradem Rücken). Dabei hielt sie ihre Hand unter meinem Rücken, weil ich immer wieder ein Stückchen hoch ging und "erinnerte" mich daran, so kräftig wie möglich runter zu drücken. Dann drückte sie jeweils gegen die Beine und ich sollte natürlich den Gegendruck erzeugen, mal drückte sie vor die Knie (ich sollte die Beine weiter Richtung Brust ziehen), mal von unten vor die Füße (ich sollte die Beine Richtung Fußende drücken). Dann die Beine strecken, Spannung und sie drückte vor die Knie, mal von außen, mal von innen (alles mit mehreren Wiederholungen). 

Danach ging es dann weiter zum Training. Zuerst die Unterarm-Liegestütze, wobei ich mich immer besser halten kann. Ich bin zwar immer froh, wenn es endlich Pause heißt, versuche aber immer, die Spannung bis dahin so gut es geht zu halten. Das "Gefährliche" ist dabei nur die Atmung, da ich dabei immer ganz intensiv die Luft anhalte. Sobald ich etwas atme, lasse ich sofort den Bauch locker und es folgen Korrekturen, mehr Spannung und den Bauch nicht "durchhängen" lassen. Aber umso öfter bzw. intensiver wir diese Übung machen, dann muss ich immer auf meinen Kreislauf aufpassen, dass der nicht zu weit runter geht (nach dieser Übung war es mir inzwischen schon mehrmals ziemlich schwindelig, also vom Luftanhalten). 

Dann folgten mehrere Übungen auf dem Rücken liegend, also auf der Matte. Zunächst ein paar Crunches, so hoch, dass die Schultern die Matte nicht mehr berühren und dort relativ zügig hoch und runter, aber immer oben bleiben. Dabei entstand noch eine kleine "Diskussion" mit meinem Trainer. Für mich sind die Schultern erst dann unten, wenn ich flach auf dem Rücken liege, wenn die Schulterblätter die Matte berühren. Mit den Schultern blieb ich bei dieser Übung oben, dennoch sprach er mich immer wieder darauf an, dass ich noch ein Stück höher gehen solle, dass die Schultern immer noch zu nah am Boden sind. Schließlich war ich etwas "genervt", ich dachte, ich wäre hoch genug und trotzdem sprach er mich immer wieder an, dass ich immer noch zu tief wäre. Schließlich habe ich ihn dann angesprochen, dass ich doch oben wäre, die Schultern waren nicht am Boden, oder "bis wo" die Schultern gehen würden. O. K., im Grunde hätte ich damit rechnen können, dass ich bei solchen Diskussionen bei ihm den "Kürzeren" ziehe, dafür ist er für mich zu schlagfertig. Nach ein paar "passenden" Kommentaren musste ich bei dieser Übung dann natürlich darauf achten, dass ich deutlich höher blieb....

Danach auf die Matte setzen, mit dem Oberkörper gerade zurück bis etwa zur Diagonalen und dort ebenfalls relativ zügig vor und zurück gehen (auf kleinstem Stück, er hat darauf geachtet, dass ich die Bewegung nur minimal durchführe). Das schaffe ich zwar inzwischen einigermaßen, aber im Moment fällt es mir dennoch wieder etwas schwerer, weil ich im unteren Rücken, im Bereich vom Steißbein, wieder leichte Schmerzen habe. Obwohl Schmerzen ist wohl übertrieben, ein schmerzhaftes Ziehen beschreibt es schon eher. Ich nehme an, dass das immer noch vom seelischen her kommt. Der Kurs ist zwar jetzt vorbei, aber die größte Hürde liegt jetzt im Prinzip noch vor mir. Das "Erlernte" bzw. die neuen Kenntnisse in der Realität anzuwenden. Obwohl das wahrscheinlich völlig unbegründet ist, habe ich jetzt schon etwas "Angst" bzw. Bedenken, dass ich auf der Arbeit nicht den Mut finden werde, um die Sachen, die wir zum Teil ja sogar bei dem Seminar in Rollenspielen geübt haben, auch wirklich anzuwenden. Das beschäftigt mich seelisch im Moment sehr heftig. Wie gehe ich mit den Sachen um, die ich dort gelernt habe (damit sich der Kurs für mich dann auch überhaupt gelohnt hat). Ja, und nächste Woche will ich dann ja auch den "Mut" aufbringen (für mich persönlich ist das wirklich Mut), um zur Wassergymnastik und zum Schwimmen zu gehen. Solange mich diese Dinge so beschäftigen, werde ich das Ziehen im unteren Rücken wahrscheinlich nicht so ganz in den Griff bekommen (zumindest bin ich davon überzeugt, dass das bei mir damit zusammen hängt). 

Dann folgten ein paar seitliche Crunches, also Hände hinter den Kopf, jeweils ein Bein anziehen und mit dem gegengleichen Ellenbogen in diese Richtung gehen. Auch dabei folgten die gleichen Kommentare wie vorher, dass ich mit dem Oberkörper höher gehen soll. Dieses Mal sagte ich darauf lieber nichts (dass ich dachte, dass ich hoch genug wäre), eine kleine "Diskussion" während des Trainings reicht mir völlig. 

Danach ging es noch im Stehen mit den Hanteln weiter. Die erste Übung fand ich dabei am einfachsten. Mit dem Oberkörper leicht nach vorne, also Spannung gerader Rücken (Spannung im Bauch, womit ich dabei mal wieder die meisten Probleme hatte), die Arme zunächst gestreckt nach unten und dann die Ellenbogen am Oberkörper entlang weit nach hinten ziehen. Was die Arme betrifft, damit hatte ich dabei gar keine Probleme, hätte diese Übung sehr lange durchführen können. Aber was den Rücken betrifft, fand ich es ziemlich schwer, ich ließ den Bauch immer wieder locker (war nur auf die Arme konzentriert), so dass der Rücken immer wieder etwas runder wurde, so dass einige Korrekturen folgten. 

Die nächste Übung fiel mir bezüglich der Arme schon viel schwerer. Die gleiche Grundhaltung, die Arme, also die Oberarme zu den Seiten (in Schulterhöhe), mit den Händen zunächst nach unten (also halt alles mit den Hanteln) und dann mit den Händen hoch Richtung Brust und wieder runter. Dabei muss ich immer total aufpassen, weil ich die Oberarme im Unterbewusstsein Richtung Oberkörper runter ziehe, sie sollen jedoch an den Seiten bleiben. Vom "Denken" her fällt mir diese Übung sehr schwer (weil ich die Oberarme dabei nicht so richtig unter Kontrolle habe, wenn ich auf die Bewegung mit den Hanteln konzentriert bin) und dazu halt die Bewegung aus den Unterarmen heraus. Dabei natürlich auch auf den geraden Rücken, also das Bauchanspannen denken. Ja, mit dieser Übung habe ich etwas Schwierigkeiten.

Mit der letzten Übung hatte ich dann ebenfalls noch Schwierigkeiten. Im Prinzip die gleiche Übung, die wir letztes Mal auf allen Vieren auf der Matte gemacht haben, mit einer Hand die Hantel aus dem Ellenbogen heraus hoch ziehen. Dieses Mal kniete ich dafür auf dem Kasten, im Wechsel beide Seiten. Mal mit dem linken Knie auf dem Kasten und der linken Hand auch darauf abstützen. In der rechten Hand die Hantel, das rechte Bein steht auf dem Boden. Dann halt die Hantel hochziehen, oben kurz halten und langsam wieder runter. Mein Problem war dabei (auf beiden Seiten), dass ich jeweils im Standbein totale Spannung hatte, mich damit total "ausbalanciert" habe. Sobald ich den Arm mit der Hantel nach oben zog, ging ich mit dem Standbein, also dem Fuß auf die Zehenspitze. Umso öfter wir die Übung gemacht haben, umso intensiver ging das in die Wade, was immer unangenehmer wurde, immer mehr zog, zu einem leichten Krampf geworden ist. Sobald ich mich auf den Fuß konzentriert habe, dass er ruhig auf dem Boden stehen blieb, hieß es wieder, dass ich mit der Hantel höher gehen soll und mehr Spannung im Bauch. Wenn ich darauf dann wieder geachtet habe, ging ich wieder automatisch mit dem Fuß hoch und spannte die Wade mächtig an. In der rechten Wade bekam ich mit der Zeit dann einen richtigen Krampf (ich war dort total angespannt), in der linken Wade war es deutlich weniger, zwar auch spürbar, aber nicht so heftig.

So, mal sehen, wann ich wieder mit dem Fahrradfahren hier zu Hause beginne. Ich hatte es ursprünglich schon für letzten Freitag eingeplant, wollte direkt nach dem Seminar damit beginnen. Ich weiß auch nicht, irgendwie hatte ich dazu in den letzten Tagen so gar keine Lust, konnte mich dazu überhaupt nicht aufraffen. Aber in Kürze will ich damit dann trotzdem wieder beginnen. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 02. Dez. 2020PetraM03/12/2020 - 08:314
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1594
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0240
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4655
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5057
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Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36141
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25139
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