Sa. 12. Jan. 2019

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Die Erkältung hat mich aktuell voll und ganz im Griff. 

Ich liege fast den ganzen Tag, schlafe auch viel. Ich schlafe mich sozusagen gesund. Das habe ich früher auch immer so gemacht.

Hin und wieder habe ich etwas Husten, auch etwas "Rasselhusten". Ich hoffe, dass da keine Bronchitis draus wird. Damit habe ich auch Last. 

Ich habe das Gefühl, dass es im ruhigen Liegen, unter der warmen Decke etwas besser ist. 

Natürlich stehe ich immer mal wieder auf. Zum einen, bevor der Kreislauf völlig zusammen bricht. Mal eine kleine Runde durch die Wohnung laufen. Mal aufs Klo gehen. Mal was trinken (was ja schließlich auch sehr wichtig ist). Aber zum größten Teil bleibe ich dennoch liegen.

Ich mache das ganze Programm (Gesundheitsprogramm), neben Tees auch die Rotlichtlampe. In der Hoffnung, damit einer Nebenhöhlen-Entzündung (oder ähnlichem) vorzubeugen. Bisher funktioniert es auch. Das tat mir bei Erkältungen ja immer schon gut. 

Ich muss allerdings vom Fenchelhonig Abstand nehmen. Ich glaube, das vertrage ich nicht mehr so richtig. Im Honig ist ja viel Zucker. Nach jeder Tasse Tee (mit einem Teelöffel Honig) bekomme ich eine Zeitlang ganz heftige Bauchschmerzen, heftige Bauchkrämpfe. Das ist bei mir ja "klassisch", wenn ich viel Zucker, viele Süßigkeiten gegessen habe. Deswegen will ich den Tee jetzt mal lieber ohne Honig probieren. 

Auch wenn mir Fenchelhonig immer schon gut gegen Erkältungsbeschwerden (Halsweh und Hustenreiz) geholfen hat, wenn man davon so heftige Nebenwirkungen, so heftige Bauchschmerzen bekommt, sollte man "improvisieren", sich nach anderen Möglichkeiten umsehen (und den Tee halt mal ohne Honig trinken).

Eigentlich fahren wir Samstags ja immer zusammen Einkaufen. Das habe ich dieses Mal nicht geschafft. Dafür habe ich mich viel zu schlapp gefühlt. Also ist mein Freund alleine gefahren.

Ich habe mich dann so richtig darüber gefreut, als er mir eine Blume geschenkt hat. Zur Zeit gilt hier ja "Küssen verboten", die Ansteckungsgefahr wäre viel zu groß. 

Stattdessen hat er mir ein "Kussmäulchen" mit roten Blüten geschenkt. Also einen Blumentopf mit vielen Knospen dran, die Blüten werden sich dann nach und nach öffnen. 

Auf frische Blumen stehe ich eh nicht so. Die verwelken ja auch immer viel zu schnell. Aber ich liebe halt diese Topfblumen, diese Blumenzwiebeln. Wenn man Tag für Tag zusehen kann, wie sich die Blume ins "Leben kämpft", immer größer wird, sich die Blüte so richtig schön in voller Größe öffnet. Egal ob bei Osterglocken (die, in der Küche, inzwischen ebenfalls in voller Blüte ist), den Tulpen oder jetzt halt auch beim Kussmäulchen. Immer wieder schön, der Natur beim Wachsen zuzusehen.

Mit Nasenspray bin ich immer sehr vorsichtig und sparsam. Hin und wieder, wenn die Nase völlig zu ist, nehme ich mal einen Schuss (wenn ich zu lange durch den Mund atme, wird der Hustenreiz zu heftig), aber ich versuche so wenig Nasenspray wie möglich zu nehmen.

Wobei, bei akuten Erkältungen ist das ja kein Problem. 

Ich habe hier halt ein "negatives Beispiel" vor mir sitzen. Mein Freund hat einen angeborenen chronischen Schnupfen. Eine Rhinosinusitis, wie er es vom HNO-Arzt auch schriftlich bekommen hat.

Schon in seiner Kindheit gab ihm seine Mutter beim Schnupfen unzählige Male Nasenspray. Das war immer schon sein ständiger Begleiter.

Vom ständigen Nasenspray, wovor inzwischen ja auch gewarnt wird (diese Folgen waren früher noch nicht bekannt), gehen die Schleimhäute total kaputt. 

Ich habe ihn kennengelernt, als er 21 Jahre alt war (er hatte ja gerade seine Ausbildung zum Holzmechaniker abgeschlossen, als ich in dem gleichen Betrieb im Büro angefangen habe). 

Mit etwa 30 Jahren war seine ersten OP. Also nur ambulant. OP im Krankenhaus, am gleichen Tag wieder nach Hause, die weitere Betreuung vom HNO-Arzt.

Es war damals so intensiv (die Schleimhäute angegriffen), dass er ständig Nasenbluten hatte. Die Nase war ständig zu, er nahm den Spray fast schon im Stundentakt, bekam trotzdem kaum noch Luft.

Bei der OP, was alles (auch die Nachbehandlung) für ihn sehr schmerzhaft war, wurde eine Schicht (die obere Schicht) der Schleimhäute abgetragen (entfernt). So wurde es uns erklärt. Diese obere Schicht war von dem Nasenspray total angegriffen und kaputt. 

Offiziell sollte er danach keinen Nasenspray mehr nehmen. Aber nun gut, er war ja längst süchtig danach. Nahm es ja, wie gesagt, schon seit seiner Kindheit mehrmals täglich (mit ca. 10 Jahren oder früher hat er damit ja schon angefangen). 

Sobald die Nase etwas zu ging, ging sein erster Griff wie immer zum Nasenspray. Auch wieder mehrmals täglich.

Es ging etwa zwei Jahre "gut", dann bekam er bzw. die Schleimhäute einen mega Rückfall. Er bekam wieder totales Nasenbluten.

Die ganze Tortur ging wieder los. Wieder zum HNO-Arzt, wieder die OP. Dieses Mal wurde noch etwas mehr von der Schleimhaut (der oberen Schicht) abgetragen. Wieder die schmerzhafte Nachbehandlung (z. B. Inhalieren mit verschiedenen Mitteln, was bei offenen Schleimhäuten, nach der OP, sehr schmerzhaft sein muss, total brennen muss, dabei liefen ihm jedes Mal die Tränen).

Nun gut, es ist, wie gesagt, eine chronische Erkrankung. Wenn ich gesund bin haben wir keinen Nasenspray hier. Er versucht, die verstopfte Nase zu "akzeptieren", muss halt viel durch den Mund atmen. So ist das halt bei dieser Erkrankung. 

An der See (Nordsee, Ostsee), mit der salzigen Luft, geht es ihm besser. Dort bekommt er viel besser Luft. Dort braucht er nie Nasenspray. Freut sich immer schon auf die Woche Urlaub. 

Im Winter mit Heizungsluft ist es ganz schlimm, dann ist die Nase fast ständig zu. 

Sobald wir Nasenspray hier haben, kann er sich nicht beherrschen. Er reißt sich dann allerdings zusammen, es am Tag nur ein bis zwei Mal zu nehmen. Wirklich los wird er davon nie mehr kommen.

Laut Arzt, der es weiß, soll er sich halt zusammen nehmen. Der Arzt kann es ihm ja nicht ganz verbieten. Und hin und wieder ein Schuss ist auch nicht so schlimm. Aber bloß nicht, so wie früher, im Stundentakt. Am Tag ein bis zwei Mal (nicht jeden Tag) greift die Schleimhäute noch nicht ganz so an.

Ich mache mir immer wieder Sorgen, sobald er wieder "zur Flasche greift" (zur Nasenspray-Flasche). Ich erinnere ihn immer wieder an die damaligen OPen. Ich habe halt Angst, dass sich alles wiederholt. Er tat mir damals so leid, als er damit so gelitten hat.

Es heißt nicht umsonst "die beste Krankheit taugt nichts". Ein Dauerschnupfen und die Sucht nach Nasenspray muss ebenfalls ganz fies sein.

Deswegen, aus Angst vor so einer OP, traue ich mich oft nicht, das Nasenspray zu nehmen. Aber wenn meine Nase zu ist, ich zu viel durch den Mund atme, bekomme ich halt jedes Mal einen Hustenanfall. 

Mein Freund überredet mich dann immer, doch mal einen Schuss zu nehmen. Bei mir wirkt es ja auch gut. Danach kann ich mehrere Stunden gut und frei atmen. Und wenn ich das Schlimmste überstanden habe, dann brauche ich es ja auch gar nicht mehr.

Apotheker warnen heutzutage auch vor der Gefahr von zu viel Nasenspray, welche Folgen das haben kann. Das war früher nicht so. Früher waren diese Folgen nicht bekannt. 

Ja, während einer Erkältung, an den akuten Tagen, ist das kein Problem. Dafür ist das Spray ideal. Aber es sollte darüber hinaus keinesfalls zur Dauerlösung, zum täglichen Begleiter werden.

TitelAutorDatumBesucher
Fr. 18.01.2019 (Thema Gesundheit)PetraM18/01/2019 - 08:334
Do. 17. Jan. 2019PetraM18/01/2019 - 04:278
Mi. 16. Jan. 2019PetraM17/01/2019 - 04:0521
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So. 13. Jan. 2019PetraM14/01/2019 - 17:00153
Fr. 11. Jan. 2019PetraM12/01/2019 - 05:47169
Do. 10. Jan. 2019PetraM11/01/2019 - 04:55172
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