Samstag, 02.02.2013 - Training

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Heute Mittag war ich ja wieder beim Training, was einfach nur super gut gewesen ist, zwar mega anstrengend, aber trotzdem total klasse. Seitdem tun meine Beine allerdings mächtig weh. Ich bin mir sicher, dass das ein Muskelkater wird. 

Zu Beginn haben wir kurz über die Arbeitssituation gesprochen. Er konnte sich nicht wirklich da rein denken, was im Prinzip auch kein Wunder gewesen ist. Menschen mit genügend Selbstbewusstsein können meine Probleme nunmal nicht immer verstehen. Auf der Arbeit ging es darum, dass ich in manchen Situationen zu meinen Kolleginnen keinen persönlichen Kontakt mehr haben soll, sondern es übers Telefon klären soll. Für selbstbewusste Menschen wäre das sicherlich kein Problem, sie würden schon genug Gründe und Möglichkeiten finden, um dennoch mit den Kolleginnen in Kontakt bleiben zu können. Bei mir sieht es jedoch völlig anders aus. Mir fällt es zum Teil halt schwer, mit anderen in Kontakt zu treten. Ich freue mich dann über jede Gelegenheit, um mal zu den Anderen gehen zu können, mit den Anderen mal ein paar Worte reden zu können. Ja, aber wenn mir diese Gelegenheiten demnächst dann eventuell auch noch genommen werden, wenn ich alles telefonisch machen soll, dann würde das für mich persönlich ein großer Schritt zurück bedeuten (dann würde ich den "Rückwärtsgang" einlegen). Dann würde ich zu manchen Kolleginnen wahrscheinlich völlig den Kontakt verlieren.

Dann würde das eintreten, worüber ich bei den Psychologen immer schon gesprochen habe, dass ich im Büro in "Einzelhaft" sitze. Das Arbeiten im Einzelbüro ist zwar wirklich super gut, aber wenn man sich dort im Prinzip auch "einschließen" kann, nur noch Kontakt übers Telefon hält, dann wird diese "Einzelhaft" für einen stillen Menschen im Laufe der Zeit wirklich mächtig hart. Deswegen hoffe ich jetzt halt, dass mir die letzten Möglichkeiten, mal mit den Kolleginnen persönlich in Kontakt treten zu können, nicht völlig genommen wird. Wenn andere das nicht möchten, dann ist das ihre Sache, aber ich möchte mir diese kleine "Kontaktmöglichkeit" nunmal nicht nehmen lassen. Ich habe wirklich Angst davor, dass ich dann den Kontakt zu manchen Kolleginnen völlig verlieren werde. 

Am Ende des Trainings hat mein Trainer dann angekündigt, dass die nächste Kontrolle in etwa 2 bis 3 Wochen, spätestens aber in 4 Wochen durchgeführt wird. Ich habe zuerst gedacht, dass er sich versprochen hätte, dass er Monate gemeint hat, dass die Kontrollen immer in etwa vierteljährlich stattfinden werden. Nein, er meinte es ernst, die nächste Kontrolle ist bereits in ein paar Wochen. Mein erster Gedanke war, "Nein, wie gemein....!!". Aber im Prinzip hat er mit dieser "Taktik" natürlich recht. Umso größer die Zeitspanne bis zur nächsten "Kontrolle", umso größer ist auch die Gefahr, dass man hin und wieder doch mal wieder etwas sündigt. Nach dem Motto, bis zur nächsten Kontrolle hat man diese zusätzlichen Kalorien eh längst wieder runter. Einmal ist kein mal.... (Letzte Woche habe ich abends mal wieder 2 Tafeln Schokolade gegessen, natürlich direkt nacheinander, ich konnte nicht widerstehen, der Heißhunger darauf war einfach viel zu groß). Ja, aber umso kürzer der Abstand zwischen den Kontrollen ist, umso eher überlegt man es sich und verzichtet dann doch lieber darauf. 

Außerdem habe ich ja immer noch so einige Ziele vor Augen. Die 75 Kilo sind nicht mehr allzu weit. Das heißt zu Hause werde ich es eher schaffen, als beim Training. Also ich meine, beim Training muss ich ja mindestens auf 74 Kilo runter sein, damit diese Waage dann ebenfalls höchstens 75 Kilo anzeigt (mit Kleidung und wenn ich vorher was Esse und Trinke, nüchtern gehe ich ganz bestimmt nicht zum Training, ich glaube kaum, dass mein Kreislauf das dann schaffen würde). Ja, also heißt es ab sofort wieder "kämpfen", vielleicht bin ich dann bei der nächsten Kontrolle ja tatsächlich unterhalb der 75 Kilo (im Prinzip müsste das zu schaffen sein). Für Sonntag plane ich deswegen das Fahrrad fahren auch schon wieder fest ein.

Das Training bestand heute aus 2 großen "Blöcken", jeder Block knapp eine halbe Stunde lang mit den verschiedensten Bewegungsabläufen. Angefangen mit ein paar Sprüngen, was ich ja eh immer so "liebe". Beim Tanzen in der Gruppe konnte man das immer so schön improvisieren, was jetzt beim Training halt nicht mehr möglich ist. Ich versuche jetzt immer, es so gut es geht hinzubekommen, bin dabei aber immer super langsam. Die Kraft in den Beinen, um solche Bewegungen mit Schwung hinzubekommen, die fehlt mir halt weitestgehend immer noch (wahrscheinlich habe ich von diesen Sprüngen, die wir im Laufe der Stunde immer wieder Wiederholt haben, jetzt auch den Muskelkater). 

Die letzten Sprünge, die ich "richtig" durchgeführt habe, das war während der Grundschule. Damals haben wir sowohl im Sportunterricht als auch in den Pausen (und auch auf den Geburtstagsfeiern) sehr viel Seilspringen gemacht. Damals war ich super gut darin, hatte eine enorme Kondition dabei. Von meiner Mutter bekam ich dann ein Seil geschenkt, bei dem in den Handgriffen die Sprünge, also die Umdrehungen mitgezählt werden. Das war dann schließlich bei jedem Kindergeburtstag dabei. Eine Zeitlang war ich dabei total super, habe jeden Wettbewerb gewonnen, habe immer die meisten Sprünge geschafft (ohne dass sich meine Füße dabei im Seil verheddert hätten, wie es bei manchen der Fall gewesen ist). Wenn ich damit dann mal wieder einen neuen Rekord aufgestellt habe, dann haben die Anderen mich schon ausgebremst. Mein Puls ging dann immer mächtig hoch und ich wurde total rot. Ich sollte danach dann immer ins Bad gehen und mir erstmal kaltes Wasser über die Arme laufen lassen (was ich dann immer total unangenehm fand). Ja, aber nachdem ich dann in der 5. Klasse das Gipskorsett bekommen habe und die Ärzte mich gewarnt haben, dass ich mit diesem Rücken spätestens mit 30 Jahren im Rollstuhl sitzen würde, da war es dann vorbei mit Sprüngen, dann war nur noch Schonung (bzw. KG) und beim Tanzen halt "Improvisation" angesagt. 

Aber was ich heute "pulsmäßig" noch intensiver als die Sprünge fand, das ist das Laufen auf der Stelle. Also dabei mit den Händen auf dem Kasten abstützen und die Knie möglichst weit hochziehen. Dabei dann immer schneller werden. Dabei kommen mir dann immer 10 Sekunden wie eine ganze Minute (mindestens) vor. Damit gab es heute auch mehrere Wiederholungen. 

Dann hatte ich mit Hantelübungen etwas Probleme. Was heißt Probleme, im Grunde kam ich damit gut klar, die vielen "Feinheiten", auf die man dabei dann immer achten muss, die sind halt nicht zu unterschätzen, dafür kamen dann so einige Korrekturen (alles heute mit so einigen Wiederholungen). Mal gerade stehen, die Arme angewinkelt vor dem Körper in Schulterhöhe halten. Mit den Beinen dabei Kniebeugen machen, gleichzeitig beim Hochgehen die Arme nach oben strecken (also mit den Hanteln). Diese Übung ging noch relativ gut, aber nur, weil ich die Arme jedes Mal, wenn ich sie nach unten genommen habe, kurz nah an den Körper genommen habe, kurz die Arme etwas "ausgeruht" habe. Wenn die Arme dabei die ganze Zeit unter Hochspannung gewesen wären, dann hätte ich diese Übung ganz bestimmt nicht ganz geschafft. Bei den letzten Durchgängen hatte ich ja eh Probleme, sie noch nach oben gestreckt zu bekommen. Eigentlich sollte dabei der Schwung auch mal wieder aus den Beinen heraus kommen, aus den Kniebeugen schnell hochdrücken, was bei mir aber eh nicht so richtig geklappt hat. Ich kam zwar hoch, aber relativ langsam. 

Bei der nächsten Übung hatte ich mit den Schultern große Probleme. Dieses Mal mit den Armen bei den Kniebeugen nach unten gehen und wieder hoch, dabei die Schulterblätter zusammen ziehen. Ich war dann so auf die Schultern konzentriert, dass ich jedes Mal die Schultern total hochgezogen habe. Dabei folgten dann einige Korrekturen. Das fiel mir total schwer. Schultern nur nach hinten zusammen ziehen, aber dennoch unten lassen. Das klappte nicht so richtig. 

Dann kam auch eine Übung fürs Gleichgewicht, bei der ich mächtig "kämpfen" musste. Im Ausfallschritt, die Füße allerdings direkt hintereinander, also als wenn man auf einer Linie steht. Dann mit geradem Oberkörper nach vorne, in die Waagerechte und wieder hoch. Vor Anspannung, vor Konzentration waren meine Beine dabei total am Zittern. Außerdem habe ich versucht (was auch geklappt hat), das Gleichgewicht mit den Zehen zu halten, damit etwas auszubalancieren. Allerdings bekam ich dadurch mit der Zeit auch einen mächtigen Krampf in den Füßen, der sich dann nach und nach erst wieder gelöst hat.

Danach folgten dann wieder Übungen auf der Matte, auf dem Rücken liegend. Die letzten Übungen fielen mir heute dann am einfachsten. Flach liegen, also Rücken auf den Boden, die Beine anheben und vor und zurück, also anziehen und nach unten gerade wegstrecken. Dabei konnte ich die Spannung, also den geraden Rücken heute sogar ganz gut halten.

Zwischendurch folgten jedoch auch noch Crunches, womit ich mal wieder mächtig kämpfen musste. Zuerst die normalen, also aus dem Liegen so weit wie möglich hoch kommen (mal die Arme neben dem Körper, mal hinter dem Kopf). Dann kam eine "verschärfte" Variante. Hinsetzen, also Beine aufstellen und mit geradem Oberkörper etwas zurück, dort dann halten und dort dann auch ganz leicht wippen, leicht vor und zurück gehen. Obwohl mein unterer Rücken eigentlich zur Zeit in Ordnung ist, eigentlich schmerzfrei ist, dennoch habe ich dabei ein kräftiges Ziehen gehabt. Kein Wunder, wenn der ganze Rücken so angespannt ist. Die fehlende Kraft im Bauch habe ich dabei mal wieder mit den Beinen "ausbalanciert", die dabei die ganze Zeit auf Hochspannung waren. 

Es ging dann noch härter weiter. Von dem geraden Sitzen aus erst wieder gerade zurück und dann zur Seite neigen (im Wechsel). Dort dann erst halten und dann ebenfalls etwas vor und zurück wippen. Dabei lag der Schwerpunkt dann jeweils auf der einen "Po-Seite". Ich brauchte dann totale Spannung, um mich einigermaßen halten zu können. Natürlich war der Bauch dabei auch angespannt, aber die Hauptkraft nahm ich mal wieder aus den Beinen heraus. Die Oberschenkel waren unter Hochspannung und ich presste die Knie so kräftig es ging zusammen, um mich dabei etwas mittig, also oben zu halten. Ich glaube, wenn er dabei auf die Idee gekommen wäre, was bei anderen Übungen schon mal der Fall gewesen ist, dass ich dabei die Knie etwas auseinander nehmen soll, in dem Moment wäre es dann sehr wahrscheinlich vorbei gewesen. Ich glaube nicht, dass ich die Spannung dann noch hätte halten können. Bei den letzten Durchgängen (beide Seiten mehrmals im Wechsel) habe ich dann allerdings etwas schlapp gemacht. Nicht wegen der Bauchmuskeln, aber ich konnte die Spannung in den Oberschenkeln nicht mehr halten, bekam einen Krampf und gab es schließlich auf, ging dann nach hinten auf die Matte runter. 

Bei den abschließenden Dehnübungen habe ich mal wieder den Unterschied zwischen Gymnastik "an Land" und im Wasser gemerkt. Beim Training schaffe ich es nie, mit geraden Beinen stehen zu bleiben und mit den Händen den Boden zu berühren. Dabei knicken meine Knie immer direkt ein. Ansonsten komme ich mit den Händen halt nicht ganz auf den Boden. Bei der Wassergymnastik mache ich diese Übung immer zum Abschluss (das haben wir in der Reha auch immer zum Abschluss gemacht). Mit den Füßen flach vor die Wand, mit den Händen darüber an der Stange bzw. jetzt (in der jetzigen Gruppe) in der Griffmulde festhalten und dann die Beine durchdrücken und so etwas halten. Im Wasser habe ich damit keine Probleme. Natürlich merke ich dabei ein Ziehen in den Beinen, aber trotzdem kann ich es halten. Ja, aber vorhin "an Land" kam ich mit gestrecken Beinen mit den Händen schon wieder nicht bis auf den Boden. 

Eigentlich wollte ich mich heute Nachmittag noch um den Haushalt kümmern, ich muss noch Wäsche sortieren. Ich "konnte" heute allerdings nicht mehr laufen. Das Ziehen in den Beinen war vom Feinsten, ich habe den ganzen Nachmittag und Abend im Sessel verbracht. 

Heute Abend haben wir dann einen Film geguckt, einen mächtigen Gruselfilm, der ist echt nichts für schwache Nerven ("Grave Encounters"). Er handelt von ein paar Männern und einer Frau, die in einer verlassenen Psychiatrie einen Film drehen wollen. Sie wollen es so aussehen lassen, als wenn es dort spuken würde, natürlich soll alles gespielt sein. Ja, aber dann passieren dort so einige Sachen, mit denen man absolut gar nicht rechnet. Ich habe mich mehrmals so erschrocken, dass ich laut aufgeschrien habe. Man rechnet mit einer bestimmten Situation und stattdessen passiert etwas völlig anderes. Nur das Ende fand ich etwas blöd, das hatte ich mir etwas anders vorgestellt (aber trotzdem "passte" es zu diesem Film, ich habe halt mit einem anderen Ende gerechnet). Aber wer sich mal einen Horrorfilm mit vielen "Schock-Elementen" angucken möchte, das richtige um mal auf andere Gedanken zu kommen:

http://www.youtube.com/watch?v=B4tyUZHS7Hc

 

TitelAutorDatumBesucher
Di. 21.05.2019PetraM22/05/2019 - 09:126
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So. 28.04.2019PetraM29/04/2019 - 03:39251
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