Samstag, 10.11.2012 Training

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Auch heute ging es mir alles andere als gut, die Erkältung hat mich im Moment fest im Griff, wurde im Laufe des Nachmittages und des Abends immer schlimmer. Der Hustenreiz ist deutlich stärker geworden, ebenso der Schnupfen (gut, dass ich letztens vorsorglich neue Tempos gekauft habe). Die Aufgaben, die ich mir für heute Nachmittag vorgenommen habe, habe ich noch nichtmals zur Hälfte geschafft. Ich wollte ja eigentlich spülen, habe damit zwar angefangen, aber das Stehen fiel mir heute mächtig schwer (vielleicht auch noch vom Training), so dass ich die Hälfte des Nachmittages zumindest im Sitzen vor dem Computer verbracht habe (was ich eigentlich nicht vor hatte) und die restliche Zeit im Bett gelegen habe. 

Heute Abend wollte ich dann Vitamine essen, also Clementinen. Wenn man Probleme mit dem Hals hat, sollte man die jedoch besser meiden. Das hat unwahrscheinlich gebrannt, so dass mir schließlich die Tränen etwas liefen. Ja, ich bin mal wieder so richtig schön "arbeitgeberfreundlich" krank, wie man so schön sagt. Ich hoffe jetzt nur, dass ich das bis Montag wieder im Griff habe, einen Krankenschein kann ich mir jetzt wirklich nicht leisten. O. k., wenn ich völlig flach liegen würde, das wäre dann natürlich "höhere Gewalt", aber das würde bedeuten, dass mein Rückstand auf der Arbeit noch weiter wachsen würde, was ich mir momentan absolut nicht leisten kann. 

Aber immerhin habe ich heute das Training geschafft. Ich war dabei zwar nicht völlig fit, hatte mit mehreren Übungen ziemliche Probleme (obwohl die Auswahl der Übungen an sich eigentlich super gewesen ist), so dass so einige Korrekturen erfolgten, aber ich konnte mich nicht so richtig konzentrieren. 

Aber ich fand es gut, dass ich dabei nochmals mit meinem Trainer über meine Arbeitssituation bzw. über meinen Chef sprechen konnte. Ich finde es halt gut, dass er in diesem Sinne ein "neutraler Gesprächspartner" ist, der mir zwar zuhört, mir dann aber auch sagt, wie er darüber denkt, auch aus der Sicht eines "Chefs" sozusagen. Ich sage mal so, ich habe mir selber beruflich im Moment sehr hohe Ziele gesetzt. Wenn ich diese Ziele wirklich schaffen sollte (ich will es auf jeden Fall versuchen), dann wäre ich selber happy, wenn ich dann alles wieder total im Griff habe. Ich habe jedoch die Befürchtung, dass diese Ziele zu hoch gesetzt sind, dass ich sie nicht erreichen kann. Mein Trainer hat vorhin auch gesagt, ich solle dann nicht zu lange warten, dass ich es zunächst selber versuchen will ist ja in Ordnung, aber wenn ich merke, dass ich es dann doch nicht schaffe, dann soll ich rechtzeitig zu meinem Chef gehen, bevor völliges "Land unter" ist. Ja, dann werde ich wohl wirklich in den "sauren Apfel" beißen müssen, egal, wie das Gespräch dann letztendlich laufen wird. 

Wie gesagt, ich finde es halt gut, dass ich während des Trainings auch mal über meine beruflichen Probleme reden kann. Mit meinem Freund kann ich darüber nicht reden, mein Chef ist für ihn ein "rotes Tuch", sobald ich ihn zu Hause erwähne, wird er sauer und wir können darüber eh nicht mehr neutral reden. Mein Freund arbeitet in einem sehr großen Betrieb und dort liegen bereits im November die Urlaubspläne fürs nächste Jahr aus, in die man sich verbindlich eintragen muss. Wer sich bis Dezember dort nicht eingetragen hat, wird urlaubsmäßig irgendwo dazwischen geschoben, wo halt noch was frei ist, mal hier eine Woche, mal da eine Woche. Ja, und im nächsten Jahr steht unser Urlaub total auf der Kippe, worüber mein Freund "stinksauer" ist, um es "vorsichtig" auszudrücken. Wir wollten eigentlich für mindestens eine Woche an die Nordsee und Ostsee fahren (halbe Woche Ostsee am Timmendorfer Strand und halbe Woche Nordsee wieder in Neuharlingersiel), das können wir aber vergessen, da wir für nächstes Jahr keinen (gemeinsamen) Urlaub planen können. Im Sommer, der Termin steht halt noch nicht genau fest, muss ich zu einem Seminar, an dem ich auf jeden Fall teilnehmen muss. Wenn zumindest der Monat feststehen würde, dann könnten wir den Urlaub ja in einem anderen Monat planen, aber jetzt sieht es so aus, dass wir für 3 Tage Seminar auf den gemeinsamen Urlaub verzichten müssen, damit ich dafür jederzeit "sprungbereit" bin ("Dienstliche Belange" gehen halt immer vor...). Ja, und darüber ist mein Freund absolut verärgert, deswegen hatten wir hier schon ziemlichen "Stress". Wenn ich nur den Namen meines Chefs erwähne, dann geht er schon unter die Decke (weil er sich natürlich, so wie jedes Jahr auf den nächsten Sommer, auf den Urlaub gefreut hatte). Ja, auf der Arbeit ist es im Moment alles andere als einfach für mich, zumal ich diesbezüglich halt hier zu Hause jetzt auch "Druck" bekomme. 

Ja, das heutige Training war zwar wieder gut, aber wegen der Erkältung war ich nicht so ganz bei der Sache. Schon beim Aufwärmtraining hatte ich zum Teil große Probleme mit den mit "Sand" gefüllten Hanteln. Diese Hanteln mag ich ja eh nicht so besonders. Das heißt, das Aufwärmtraining an sich mag ich ja schon nicht so besonders. So gerne ich eine Stunde Training mache, diesbezüglich mag ich die halbe Stunde mittochs abends jedoch lieber. Wenn ich Mittwochs vorher KG hatte und anschließend zum Trainingsraum gelaufen bin, dann verzichtet er (zum Glück) immer auf das Aufwärmtraining und beginnt direkt mit den "richtigen" Übungen. Ja, lieber eine halbe Stunde "richtiges" Training, als eine Stunde und davon mindestens 15 Minuten (oder länger) Aufwärmtraining. 

Ansonsten fand ich die Auswahl der Übungen an sich heute eigentlich total gut, wenn die blöde Erkältung nicht gewesen wäre, dann wäre ich dabei auch ganz bestimmt besser gewesen, aber so fiel mir das Konzentrieren zum Teil mächtig schwer und es erfolgten ziemlich viele Korrekturen. 

Die meisten Übungen waren auf der Matte, was ich ja eh gut finde. Es fing dann an im Vier-Füßler-Stand, womit ich heute schon große Probleme hatte. Rechten Arm und linkes Bein gestreckt anheben (später wechseln), Knie und Ellenbogen unter dem Bauch zusammen führen und wieder strecken. Zum einen hatte ich dabei heute erhebliche Gleichgewichtsprobleme, war am Wackeln ohne Ende. Dann nahm ich den Körper dabei zu intensiv mit, fiel dabei mächtig ins Hohlkreuz, so dass so einige Korrekturen folgten. Den Arm (beide Seiten) konnte ich auch nicht hoch genug anheben (bis in Schulterhöhe), hielt ihn so wie üblich in etwa in der Diagonalen. Nach mehreren Durchgängen wurde diese Variante dann noch "verschärft", indem ich dabei die Hantel (vom Aufwärmtraining) ebenfalls in der Hand hielt. Ja, im Grunde genommen war diese Übung nicht wirklich schwer, aber trotzdem fiel mir heute alles total schwer. 

Dann die Liegestütze (auf den Knien). Mit dem Runtergehen habe ich dabei inzwischen die wenigsten Probleme, mit dem Oberkörper weit nach vorne, Kopf vor die Hände, langsam runter und schnell wieder rauf. Ja, aber bei diesem Hochgehen geht mein Körper grundsätzlich wieder ein ganzes Stück nach hinten, völlig automatisch, das habe ich irgendwie nicht so richtig unter Kontrolle, so dass er bei jedem einzelnen Durchgang darauf achten musste, dass ich beim Runtergehen wieder weit genug vorne war. Auch dabei falle ich immer wieder etwas ins Hohlkreuz, das habe ich nicht unter Kontrolle. So leicht diese Übung theoretisch ist, trotzdem muss ich damit immer wieder mächtig kämpfen. 

Dann ging es auf dem Rücken liegend weiter. Zunächst hoch zur Brücke und etwas auf der Stelle "laufen". Das ist bei ihm doppelt und dreifach so schwer, wie bei der KG. Zum einen muss ich bei ihm ständig darauf achten, dass ich nach jedem "Schritt" den Rücken wieder nach oben durchdrücke. Ich gehe dabei jedes Mal automatisch etwas runter. Meine Physiotherapeutin achtet da nur ganz selten drauf, erst wenn ich kurz vor dem Boden bin, achtet sie darauf, dass ich wieder ein Stück höher gehe. Darin ist mein Trainer halt viel genauer, nach jedem einzelnen Schritt erst wieder ganz nach oben durchdrücken, wobei diese Übung viel intensiver wird. Dann kam noch dazu, dass ich bei ihm dabei die Füße "anspannen" soll, also auf den Fersen stehen, was die Spannung in den Beinen noch wesentlich erhöht. 

Ja, und dann wurde es noch wesentlich schwerer. Mit diesen "aufgestellten" Füßen beim Laufen (also bei der Brücke) mit den Füßen so weit es geht nach vorne laufen und wieder zurück. Das fand ich extrem super schwer, das war für mich heute so ziemlich die schwerste Übung. Eigentlich waren mehrere Durchgänge angesagt, was ich jedoch nicht geschafft habe. Durch die aufgestellten Füße hatte ich ein mächtiges Spannungsgefühl in den Schienbeinen, keinen Krampf, aber ein erhebliches Ziehen, was mit jedem "Schritt" intensiver und auch schmerzhafter geworden ist. Schon nach dem ersten Durchgang brauchte ich eine kleine Pause, konnte dieses Ziehen kaum noch aushalten. Beim zweiten Durchgang habe ich es dann noch nichtmals wieder ganz zurück geschafft. Auf dem Rückweg wurde dieses schmerzhafte Ziehen so intensiv, dass ich die Spannung nicht mehr aushalten konnte. Ich klappte direkt zusammen, ging also runter von der Brücke und zog die Beine zunächst kräftig an (zum "kleinen Paket" wie wir es früher nannten) und streckte sie dann gerade aus. Mein Trainer hat die Übung dann lieber abgebrochen. 

Dann folgten noch zwei Übungen für den Bauch, womit ich heute ebenfalls große Probleme hatte. Ich habe es kaum geschafft, die Spannung zu halten, also den Rücken auf dem Boden zu halten. Das fiel mir heute extrem schwer. Zum einen wieder das einseitige "Klappmesser", also zunächst das linke Bein aufstellen, das rechte Bein gestreckt nach oben, mit dem Oberkörper hochkommen und mit der rechten Hand das rechte Schienbein berühren. Dann das Bein gestreckt nach unten, nicht ablegen, direkt wieder hoch. Wenn das Bein unten war, fiel ich jedes Mal etwas ins Hohlkreuz, das hatte ich heute (trotz vieler Korrekturen) nicht unter Kontrolle. Mit der anderen Seite (mit dem linken Bein) war es dann genauso. Bei der nächsten Variante beide Beine angewinkelt anziehen, mit dem Oberkörper hoch, mit den Händen vor die Knie drücken. Dann mit den Beinen etwas runter, angewinkelt lassen, nicht abstellen, direkt wieder hoch. Auch dabei musste ich mächtig mit dem geraden Rücken kämpfen. 

Danach hinsetzen, die Beine aufstellen und komplette Sit-Ups, also mit seiner Hilfe (alleine schaffe ich das noch nicht), vom Liegen hoch zum Sitzen und ganz langsam wieder runter auf den Boden. Beim Hochgehen soll die Kraft dabei eigentlich aus dem Bauch und aus den Armen kommen (er "zieht" mich dabei dann etwas hoch), aber daran kann ich mich nicht gewöhnen. Ich nehme dabei grundsätzlich (so wie letztens auf der Hantelbank) die Kraft bzw. den Schwung aus den Beinen heraus, komme so dann schnellstmöglich hoch. Er hat vorhin dann zwar darauf geachtet, dass die Füße dabei ruhig nebeneinander stehen bleiben, aber das hat nur ein paar Mal geklappt, dann habe ich doch wieder (aus dem Unterbewusstsein) den Schwung mit den Beinen geholt. Dagegen komme ich noch nicht an. Mit dieser Variante habe ich mir bisher mein Leben lang bei der Gymnastik geholfen, um die fehlende Kraft der Bauchmuskeln zu umgehen, das kann ich jetzt nicht einfach so "abschalten". Mit dem Runtergehen klappte es dagegen sehr gut. Bei den letzten Durchgängen dann nicht mehr ganz Runtergehen, sondern in der Diagonalen bleiben und dort nur leicht Hoch und Runter, was mir heute dann sehr schwer gefallen ist. Ich konnte die Spannung im Bauch und Rücken kaum noch halten, ebenso waren die Oberschenkel unter Hochspannung, um mich in dieser Position halten zu können. 

Als krönender Abschluss folgten dann noch Unterarm-Liegestütze auf dem Kasten, wobei mein ganzer Körper dann total am Zittern war. Viel mehr hätte ich heute auch nicht mehr geschafft. Aber ich habe mich trotzdem gewundert, wie schnell so eine Stunde doch immer wieder umgeht. 

So, jetzt lege ich mich etwas hin. Mal sehen, ob ich einigermaßen Schlafen kann. Meine Nase läuft ständig und ich bekomme im Moment einen Niesanfall nach dem anderen. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 02. Dez. 2020PetraM03/12/2020 - 08:314
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1594
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0240
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4655
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5057
Fr. 27. Nov. 2020PetraM28/11/2020 - 18:2993
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:0474
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36140
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25139
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33165
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19141
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29165
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04153
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31128
Mi. 18.11.2020PetraM19/11/2020 - 09:02168
Di. 17.11.2020PetraM18/11/2020 - 08:42166
Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45185
So. 15. Nov. 2020PetraM16/11/2020 - 08:56144
Sa. 14. Nov. 2020PetraM15/11/2020 - 19:44151
Fr/Sa 13./14. Nov. 2020PetraM14/11/2020 - 17:22149
Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16116
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01140
Di. 10. Nov. 2020PetraM11/11/2020 - 08:0790
Mo. 09. Nov. 2020PetraM10/11/2020 - 07:59158
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