Samstag, 16.03.2013, Training

DruckversionPDF-Version

Heute Mittag war ich wieder zum Training. Für den Nachmittag hatte ich mir eigentlich so viel vorgenommen, habe letztendlich aber gar nichts gemacht (mein Freund war ja Arbeiten, hatte Mittagschicht). Es war ein total "kaputter" Nachmittag, ich fühlte mich nicht ganz so gut (dazu gleich mehr) und hatte keine Lust zu "Nix", bin den ganzen Nachmittag durchs Internet gesurft, auf den verschiedensten Seiten. Natürlich tut so eine absolute Ruhe und Entspannung auch mal gut, aber dafür muss ich morgen dann halt etwas im Haushalt Arbeiten. 

Außerdem bin ich etwas "rückfällig" geworden, was Süßigkeiten betrifft. Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, "hart" zu bleiben, beim Training von "Kontrolle zu Kontrolle" weitere kleine Erfolge zu haben, aber heute Nachmittag im Geschäft (nach dem Training, auf dem Weg nach Hause) konnte ich dann doch nicht widerstehen. Warum müssen diese blöden Einkaufswagen auch immer so groß sein? Ich weiß ja, das ist "Taktik", aber man denkt dann immer, dass man erst wer weiß wie wenig gekauft hätte und wenn man dann zu Hause die Taschen auspackt, dann wird es einem erstmal bewusst, wie viel das eigentlich wieder war. 

Zuerst habe ich mir Schoko-Hasen gekauft. Weil ich mich zwischen Milka und Kinderschokolade nicht entscheiden konnte (meine beiden Lieblingssorten), habe ich halt je einen genommen. Ja, und nach dem Motto, dass es jetzt auf ein Teil mehr oder weniger auch nicht mehr ankommen würde, war mein Wagen dann ruck zuck voll (auch mit Ritter Sport, Kuchen usw.). Zu Hause habe ich dann direkt die beiden Hasen gegessen. Dann wurde es mir zum Glück schlecht, so richtig schlecht, so dass ich dann "endlich" ein schlechtes Gewissen bekommen habe und den Rest nicht mehr angerührt habe. Das Restliche habe ich heute Abend dann meinem Freund in die Hand gedrückt. Daraufhin fing er sofort mächtig an zu "schimpfen" und ich bekam einige Vorwürfe zu hören (womit er natürlich recht hatte), was das jetzt sollte, weshalb ich so rückfällig geworden wäre. Ich solle mein Geld besser in die Therapie und in den Urlaub stecken, das wäre wesentlich sinnvoller, als diese ganzen Süßigkeiten zu kaufen. Außerdem solle ich dringend mal wieder Fahrrad fahren, was ich für morgen eh wieder eingeplant habe (mein Trainingsplan liegt immer offen im Wohnzimmer). Ja, aber "Dank" der Übelkeit (und später auch noch Bauchschmerzen) habe ich das Sündigen eh schon wieder mächtig bereut und der Tag war für mich halt gelaufen. Wenn es einem nicht ganz so gut geht, dann hat man halt zu nichts mehr so richtig Lust.

Wer auch gut Reden kann, das ist mein Trainer. Man kann vorher von einem Thema noch so überzeugt sein, sei es Thema Ernährung oder bezüglich einer schweren Übung (z. B. Thema Gleichgewicht), er schafft es immer wieder, einem diesbezüglich ein schlechtes Gewissen einzureden, dass die eigene Einstellung diesbezüglich halt falsch ist. Gegen ihn, also gegen seine Schlagfertigkeit und Argumente bezüglich der einzelnen Themen, komme ich einfach nicht an, egal, wie viele "Gegenargumente" ich zu meiner Rechtfertigung auch vorbringe, er hat trotzdem immer wieder die besseren Argumente parat.

Ich habe ihn übrigens heute bereits auf das Thema "zusätzlicher Trainingsplan" (insbesondere für den Urlaub, aber auch für "Hotelabende" während Dienstreisen, also während der Seminare) angesprochen. Ich hatte zwar die Hoffnung, dass er darauf eingehen würde (weil er bis jetzt immer so hilfsbereit gewesen ist), war mir aber dennoch nicht ganz sicher. Zum einen ist es für ihn ja auch etwas Mehrarbeit (zum normalen Training) und dann "hätte" er ja auch sagen können, dass ich bei ihm, bei seinem Training, schon genug Übungen kennengelernt hätte, auf die ich zurückgreifen könnte (wenn sie mir spontan einfallen würden, wenn ich dann loslegen will). Ja, aber diese "Angst" war zum Glück völlig unbegründet, ganz im Gegenteil, er schien diese Gedanken sogar gut zu finden und ging direkt darauf ein. Er meinte auch, dass ich diese Übungen dann auch abends machen könne, also im Alltag, anstelle von einer Stunde Fahrrad zu fahren, weil das Fahren mit relativ niedrigem Puls eh nicht allzu viel bringen würde. Ich solle dann besser eine halbe Stunde lang intensiv und schnell fahren und anschließend dann halt besser ein paar dieser Übungen machen. Diese Idee an sich fand ich dann auch total gut. 

Das hat ja auch nichts mit dem Training oder der KG an sich zu tun, sondern mit den Tagen zwischen der Therapie sozusagen. Laut Ärzten (darin sind sich ja alle Orthopäden einig) soll ich ja eigentlich täglich was für meine Muskulatur, also für den geraden Rücken machen. Aber täglich KG oder Training, dafür müsste ich dann wirklich erstmal im Lotto gewinnen (was ich ja gar nicht spiele). Aber dafür, also für das regelmäßige Training, haben wir ja den Plan aufgestellt, einschließlich der Wassergymnastik, des Fahrrad fahrens und demnächst dann halt der zusätzlichen Übungen. Mal sehen, was dann auf mich zu  kommt....

Es fing heute mal wieder mit ein paar Übungen fürs Gleichgewicht an (dem Ausfallschritt im Wechsel), womit ich mächtig "kämpfen" musste, um immer möglichst stabil zu stehen (auch darüber durfte ich mir dann einen kleinen "Vortrag" bezüglich meiner "inneren Einstellung" zu schwierigeren Übungen anhören). Am schlimmsten waren dabei meine Füße, also die Zehe. Ich habe bei jedem Durchgang versucht, mich mit den Füßen, mit den Zehen so gut es geht zu stabilisieren, so dass ich bei jedem weiteren Durchgang in den Zehen einen etwas stärkeren Krampf bekam (den ich zunächst aber noch aushalten bzw. ignorieren konnte). Als es bei der nächsten Übung dann nochmals ums Gleichgewicht ging, da war es jedoch aus. Der Krampf in den Füßen wurde zu intensiv und ich musste eine kleine "Zwangspause" einlegen. Danach habe ich die Zehe zwar noch mehrmals intensiv gespürt, aber nicht mehr ganz so heftig wie zuvor. Die weiteren Übungen konnte ich dann ohne Unterbrechung durchziehen.

Heute war das Training im Ganzen wieder sehr intensiv, sozusagen von der ersten bis zur letzten Minute (aber Spaß gemacht hat es "trotzdem"). Es waren wieder mehrere Übungen sowohl mit den Hanteln als auch mit dem Theraband dabei, die zum Teil zwar mächtig schwer gewesen sind, die ich aber trotzdem sehr gut hinbekommen habe. Wobei ich dabei sagen muss, dass mein Trainer mich dabei auch immer sehr gut "beobachtet". Es waren auch Übungen mit den 5 Kilo Hanteln dabei, die ich extrem schwer fand, von Durchgang zu Durchgang kamen mir diese "Dinger" dann schwerer vor. Als ich gerade im Prinzip "aufgeben" wollte, keine weiteren Durchgänge mehr geschafft hätte, genau in dem Moment meinte er dann eh, dass ich eine Pause machen sollte. Ja, aber dennoch habe ich heute im Ganzen sehr viel geschafft.

Bei einer Übung hatte ich auch ein "kleines" Erfolgserlebnis, die ich bisher noch nie so intensiv wie heute mitgemacht hatte, bisher meistens nur so gut es ging "angedeutet" habe. Auf dem Rücken liegen, Beine aufstellen, Rücken kräftig runter (Becken nach vorne), mit dem Oberkörper zunächst gerade hoch (möglichst hoch) und dann so weit es geht zu den Seiten gehen, im Wechsel nach rechts und links (den Oberkörper dabei nicht drehen, sondern seitlich gerade zu den Seiten). Im Stehen kann ich diese Bewegung ziemlich gut, aber im Liegen bin ich bisher immer nur wenige "Millimeter" zur Seite gegangen (das zieht auch unwahrscheinlich im Rücken). Ja, aber ich war selber überrascht, wie gut diese Übung heute geklappt hat. Mit dem Becken war ich die ganze Zeit relativ weit vorne, so dass der Rücken auch unten blieb (der Bauch war so ziemlich die ganze Zeit angespannt), mit dem Oberkörper war ich relativ weit oben und ging, im Vergleich zu sonst, auch ziemlich weit zu den Seiten rüber. Ja, so gut und intensiv wie heute habe ich diese Übung bisher noch nie durchgeführt. Dass das so gut geklappt hat, darüber war ich dann wirklich stolz. 

Dafür habe ich bei einer Übung innerlich "geflucht" ohne Ende. Auf allen Vieren und mit einer Hand (im Wechsel) die 5 Kilo Hantel nach oben ziehen, also mit dem Ellenbogen weit nach hinten ziehen. Dabei natürlich auf den geraden Rücken achten, Kopf gerade halten (woran er mich "tausend Mal" erinnern musste), weiter atmen und die Hantel nie ganz ablegen. Das fand ich total super schwer, war dabei im ganzen auch so verspannt, dass ich auch die jeweils andere Schulter total mit angespannt habe. Ich hielt vor Anspannung ständig die Luft an und mein Blick ging immer wieder zur Hantel (also der Kopf runter). Ich sollte die Hantel halt nicht ganz ablegen, was ich am liebsten aber gemacht hätte. Also habe ich immer wieder zur Hantel geguckt, wie weit ich noch runter gehen konnte, bevor ich die Matte berührt hätte. Aber jedes Mal sprach mich mein Trainer aufs Neue an, dass ich den Kopf wieder gerade halten solle, Blick nach vorne (und dabei das Atmen halt nicht vergessen und natürlich auch den Bauch anspannen). Ja, das war total nervend, dabei habe ich innerlich wirklich "geflucht" ohne Ende. Das war für mich heute auch die schlimmste Übung.

Am besten hat eine Übung mit dem Theraband geklappt. Gerade hinstellen, mit dem Oberkörper nach vorne in die Waagerechte (natürlich mit geradem Rücken). Das Band kam von vorne, war vor mir an der Sprossenwand um eine Sprosse gewickelt. Die (gespannten) Enden in die Hände nehmen und die Arme aus den Ellenbogen heraus nach hinten ziehen und ganz langsam wieder nach vorne strecken (dabei zog er das Band von vorne zusätzlich etwas, um den Druck zu verstärken). Das hat ziemlich gut geklappt. Die einzigste Korrektur kam bezüglich der Armhöhe, dass ich anscheinend, was ich selber ja nie merke, mal wieder zu tief gewesen bin, die Arme nicht in Kopfhöhe hatte. Aber kaum ging ich mit den Armen dann etwas höher, da ging ich automatisch auch mit dem Oberkörper etwas höher, woraufhin natürlich ein paar Korrekturen erfolgten. Aber trotzdem hat diese Übung heute so ziemlich am besten geklappt.

Bei einer Übung hatte ich mit den Schultern ein paar Probleme. Gerade Stehen, jeweils in einer Hand die 5 Kilo Hantel (wieder im Wechsel) und damit hoch und runter. Automatisch spannte ich den ganzen Körper an. Wenn ich die Hantel z. B. in der linken Hand hatte, dann ging (beim Hochgehen mit der Hantel) mein Oberkörper ein ganzes Stück nach rechts rüber und die rechte Schulter zum "Ausgleichen" ebenfalls kräftig nach oben (dabei folgten so einige Korrekturen). Das fand ich vom Ablauf her, von der Koordination her ebenfalls ziemlich schwer, vom Schwierigkeitsgrad kam das direkt nach der Übung auf allen Vieren.

Wenn ich an innerliches "Fluchen" denke, dann muss ich im Moment auch gleichzeitig an die Arbeit denken, weil ich dort wegen einer Aufgabe jeden Tag am "Fluchen" bin, die ich nicht so wirklich in den Griff bekomme. Ich weiß, dass ich deswegen im Moment etwas unter "Kontrolle" bin, komme damit aber trotzdem nicht voran. Ich habe bei mir zur Zeit mehrere große Stapel mit Unterlagen liegen, zum Teil über 1000 Seiten (je nach Stapel mal mehr, mal weniger Seiten), die ich verschicken soll. Ich sage mal so, ich schaffe es schneller und besser, 500 einzelne Briefe zu frankieren, als 1000 Seiten in einem Paket fertig zu machen (dafür brauche ich im ganzen länger). Nach dem Motto "Wir basteln uns ein Paket". Ich finde nie die richtige Größe, mal sind die Pakete viel zu klein, mal sind sie so groß, dass ich im "Füllmaterial" basteln muss (und Unmengen an Tesafilm und Paketband), bis ich daraus endlich ein versandfertiges Paket hergestellt habe. Für 2 Pakete (zum Teil auch für eines, je nach Größe des Paketes bzw. je nach Menge der Unterlagen) brauche ich locker eine Stunde oder länger. Diese Aufgabe ist völlig neu für mich, die habe ich erst seit wenigen Wochen, habe damit aber Probleme ohne Ende. Mein Rückstand ist dabei vom Feinsten und ich hatte deswegen inzwischen auch schon mehrmals Ärger, muss mich deswegen immer wieder aufs neue Rechtfertigen, weshalb ich damit nicht weiter komme. Aber "nebenbei" kümmere ich mich ja auch noch ums Zentraltelefon. Ich bin immer froh, wenn ich es schaffe, täglich zumindest ein Paket fertig zu bekommen. Mehr ist zeitlich meistens nicht drin (ansonsten würde ich mit den anderen Aufgaben, mit den Terminsachen, z. B. Rechnungen usw., zu sehr in den Rückstand geraten). Ja, und diese Aufgabe ist zur Zeit leider ein "Fass ohne Boden". Für jedes Paket, das ich endlich fertig habe, habe ich schon die nächsten Unterlagen dort liegen, die ich ebenfalls noch verpacken muss. Von allen meinen Aufgaben ist das für mich im Moment mit Abstand die schlimmste bzw. auch die zeitaufwendigste Sache, die ich jeden Tag mehr "verfluche". 

So, für Sonntag steht jetzt, neben dem Fahrrad fahren, erstmal der Haushalt auf dem Plan. Um ein paar Aufgaben (Spülen und Bügeln) muss ich mich unbedingt kümmern. Bezüglich des (schnelleren) Fahrrad fahrens muss ich erstmal sehen, welche CD also welche Musik ich demnächst dazu nehme, um möglichst schnell und flott in Fahrt zu kommen (um den Puls auf mindestens 130 hoch zu bekommen, damit das Fahren dann auch was bringt). 

TitelAutorDatumBesucher
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1589
Mo. 30. Nov. 2020PetraM01/12/2020 - 09:0236
So. 29. Nov. 2020PetraM30/11/2020 - 08:4652
Sa. 28. Nov. 2020PetraM29/11/2020 - 16:5054
Fr. 27. Nov. 2020PetraM28/11/2020 - 18:2991
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:0473
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36139
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25139
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33163
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19141
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29165
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04153
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31128
Mi. 18.11.2020PetraM19/11/2020 - 09:02168
Di. 17.11.2020PetraM18/11/2020 - 08:42166
Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45183
So. 15. Nov. 2020PetraM16/11/2020 - 08:56140
Sa. 14. Nov. 2020PetraM15/11/2020 - 19:44147
Fr/Sa 13./14. Nov. 2020PetraM14/11/2020 - 17:22149
Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16116
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01140
Di. 10. Nov. 2020PetraM11/11/2020 - 08:0789
Mo. 09. Nov. 2020PetraM10/11/2020 - 07:59158
So. 08. Nov. 2020PetraM09/11/2020 - 03:55141
Sa. 07. Nov. 2020PetraM08/11/2020 - 19:13136
onlinetagebuch.com - WIE DAS LEBEN SO SCHREIBT ...