Samstag, 17.11.2012 Training (+ verschiedenes)

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Der heutige Tag war im großen und ganzen sehr schön. Mir geht es deutlich besser. Der Husten ist schon deutlich weniger geworden. Der Schnupfen hat mich heute dagegen wesentlich mehr genervt (aber auch damit geht es schon deutlich besser).

Nach dem Training, das mal wieder sehr intensiv und anstrengend gewesen ist, aber trotzdem auch Spaß gemacht hat (mit neuen Herausforderungen), waren wir noch mit der Schwester meines Freundes verabredet. Also nur wir vier, mein Freund und ich, seine Schwester (die ich immer Schwägerin nenne) und ihr Mann (den ich immer Schwager nenne).Wir waren etwas über 2 Stunden dort und es war mal wieder super schön. Anfangs war ich noch etwas stiller, war vom Training ziemlich kaputt und geschafft (spürte im Rücken so ziemlich jeden Muskel und auch etwas die Beine), aber im Laufe der Zeit wurde ich dann wieder lockerer und sehr gesprächig (in dieser Runde fühle ich mich immer super wohl).

Zuerst haben wir über mein Training gesprochen, die beiden erkundigen sich immer, wie es bei mir therapiemäßig so läuft. Dann ging es auch um meine Diät. Darüber spreche ich mit meinem Schwager regelmäßig, da er diesbezüglich eine super gute Disziplin hat, er ist sozusagen mein großes Vorbild. Als ich ihn vor rund 24 Jahren kennenlernte, da war er figurmäßig ein großer dicker "Teddy-Bär", dann machte er eine große Diät (einschließlich täglich Fahrrad fahren, was er bis heute regelmäßig macht) und hat jetzt eine super gute Figur (eine "Top-Figur", anders kann man es nicht nennen). Er motiviert mich bei unseren Treffen auch immer aufs Neue, weiterhin alles so durchzuziehen, einschließlich der Diät (und auch mehr zu Trinken, wenn man zu wenig trinkt, dann nimmt man auch viel langsamer ab, darüber habe ich heute von ihm einen Zeitungs-Artikel bekommen).

Dann ging es um mein Seminar in Raunheim, das ihn inhaltlich sehr interessiert hat. Er hat mächtig auf mich eingeredet, dass ich unbedingt an der Weihnachtsfeier auf der Arbeit teilnehmen soll, dass ich diesbezüglich (mit meinen Kollegen was zusammen zu machen) endlich einen Start wagen soll. 

Dann ging es auch noch um die Wassergymnastik. Er findet es total gut, dass ich damit jetzt weitermachen will (am Donnerstag will ich damit endlich wieder starten, werde dann aber immer 2 Handtücher mitnehmen, um mich zwischendurch auch mal abtrocknen zu können, diesen Fehler werde ich ganz bestimmt nicht mehr machen). In meinem früheren KG-Institut hat er mir mehrmals "Gutscheine", also 10er-Abos zum Geburtstag oder zu Weihnachten von dort für die Wassergymnastik geschenkt (sonst habe ich sie mir ja immer selber gekauft). 

Dann haben wir uns noch allgemein über Filme und Schauspieler unterhalten, wobei es einiges zu Lachen gab. Bei meinem "tollen" Englisch habe ich die Angewohnheit, alle Namen, also auch die englischen (und amerikanischen) so auszusprechen, wie ich sie "auf Deutsch" lese. Dabei kommen dann die abenteuerlichsten Namen heraus. Ich schreibe hier jetzt lieber nicht, welche Schauspieler ich vorhin erwähnt habe, aber die anderen konnten zunächst damit nichts anfangen. Ich sollte die Namen dann buchstabieren und als die anderen dann begriffen haben, wen ich meinte, da ging das ganz große Gelächter los. Nun gut, aus Verlegenheit habe ich dann allerdings auch mitgelacht. Ja, damit kann ich in meiner Familie immer wieder für "Stimmung" sorgen. 

Allerdings bin ich dabei auch "etwas" rot geworden. Damit habe ich in letzter Zeit eh etwas zu kämpfen. In den unmöglichsten Situationen, in denen dazu eigentlich gar kein Grund besteht, werde ich total rot, merke richtig, wie die Wärme in meinen Kopf steigt. Total peinlich, dagegen komme ich nicht an. Keine Ahnung, was im Moment mit mir los ist, weshalb mir das in letzter Zeit des Öfteren passiert ist. 

Beim heutigen Training fand ich das Gespräch gut, das wir "nebenbei" geführt haben. Ich habe heute ja auch den aktuellen Trainingsplan bekommen, in dem er halt auch die Wassergymnastik am Donnerstag berücksichtigt hat. Ich sage mal so, auch er plant unser Training ja dauerhaft mit ein und die Ziele, die er dabei mit mir verfolgt, die werde ich zum Teil auch nicht allzu schnell erreichen, dafür werde ich zum Teil viel Zeit benötigen. Aber ich finde es gut, dass ich mich diesbezüglich (mit dem regelmäßigen, dauerhaften Training) so gut auf ihn verlassen kann, das hat mich vorhin wirklich beruhigt. 

In Kürze haben wir mit dem Training ja auch "Einjähriges". Vor einem Jahr zu dieser Zeit hatte ich 3,5 Wochen einen Krankenschein, heftige Depressionen, habe nur geweint, Schmerzen ohne Ende und wusste nicht, wie alles weitergehen soll. Ja, im letzten Jahr hat sich bei mir zum Glück so einiges absolut ins Positive gewandelt. 

Das heutige Aufwärmtraining lief dann mal völlig anders ab (von Routine bei den Abläufen kann bei ihm wirklich keine Rede sein). Heute hat er mich zum ersten Mal an das "Boxen" herangeführt, also so richtig mit den Handschuhen. Bei der Wassergymnastik im früheren Institut habe ich das Boxen geliebt, damit (und gleichzeitig auf der Stelle laufen) konnte ich mich nach einem stressigen Tag oder Ärger immer so richtig "auspowern" und abreagieren, das tat dann immer so richtig gut (dort wurden die großen Nudeln in kleine Stücke "geschnitten", in die Größe von Hanteln, damit haben wir immer sehr viele Übungen durchgeführt). Wir (mein Freund und ich) haben sogar mal überlegt, uns so einen Sandsack z. B. in der Garage an die Decke zu hängen, auch damit könnte man sich mal so richtig abreagieren (dieser Gedanke ist dann allerdings "im Sande verlaufen").

Beim Thema Boxen muss ich in erster Linie an meinen Vater denken. Als Jugendlicher war Boxen sein größtes Hobby (neben dem Joggen, die Leichtathletik kam dann erst später dazu). Meine Eltern wohnten damals nur eine Straße voneinander entfernt, sie haben sich damals als Jugendliche auf der Straße kennengelernt. Mein Vater wäre mir damals ganz bestimmt auch aufgefallen, er hatte optisch viel Ähnlichkeit mit James Dean, einschließlich der Frisur (wir haben von früher noch einige Fotos von ihm). Er fuhr damals einen Vespa-Roller und nahm meine Mutter darauf so einige Male mit. Mit etwa 20 Jahren sind die beiden dann zusammen gekommen. Mein Vater sah dank seines Hobbys bei jedem Treffen anders aus, blaue Augen usw. Als die beiden dann ein Paar wurden, hat meine Mutter ihn vor die Entscheidung gestellt, Boxen oder sie. Meine Mutter hasst Boxen, sieht es sich auch nie im Fernsehen an. Ich finde die Klitschko-Brüder ganz sympathisch, habe mir schon mehrere Kämpfe der beiden angeguckt, verfolge es aber dennoch nicht intensiv. Mein Vater hat sich dann für meine Mutter entschieden und hat sich dann ab Anfang 20 voll und ganz auf die Leichtathletik konzentriert. 

Ja, vorhin mit dem Boxen hatte ich große Schwierigkeiten. Er hat mir zunächst die Techniken, die Bewegungen an sich erklärt. Er nahm dann auch so eine Art Handschuhe und ich sollte gegen seine Hände boxen. Das war für mich eine enorme Überwindung, was ich nicht so richtig konnte. Kräftig mit den Nudeln im Wasser oder bei "Wut" gegen einen Gegenstand, das ist ja in Ordnung, aber gegen eine Person im Allgemeinen, dabei hatte ich dann Hemmungen ohne Ende. Ich habe zwar mehrmals etwas kräftiger zugeschlagen, aber bei Weitem nicht so kräftig, wie ich es eigentlich könnte. Im Prinzip ist mir zwar klar, dass er meine Schläge mit Sicherheit halten könnte, aber trotzdem konnte ich mich nicht so richtig überwinden. 

Er hat zwar versucht, mich mit ein paar Kommentaren etwas zu "provozieren", also woran ich dabei denken soll, aber auch das hat nichts so wirklich genützt. Manche "Emotionen" kann ich auch nicht auf "Knopfdruck" herstellen. Und auch, wenn ich ihn bei schwierigen Übungen am liebsten "auf den Mond schießen würde", so richtig sauer bin ich dann ja trotzdem nicht. Sollte es eines Tages passieren, wovon ich nicht ausgehe, dass ich so richtig sauer auf ihn bin, dann müssten wir dringend offen darüber reden, bevor das Vertrauenshältnis völlig darunter leidet. Aber "nur", weil ich gelegentlich von ihm genervt bin, vorhin dann kräftig bzw. kräftiger zuzuschlagen, das konnte ich dann wirklich nicht. 

Danach ging es mit mehreren Übungen für die Arme, also mit den Hanteln weiter (natürlich alles in der "Grundhaltung", also Spannung in den Beinen und mit geradem Rücken). Anfangs fielen mir die meisten Übungen davon sehr schwer (und ich hatte echte Bedenken, ob ich es auch schaffen würde), aber letztendlich klappte dann alles besser, als ich gedacht habe. Dass ich ausgerechnet mit dem linken Arm, den ich ja rund 40 Jahre nur geschont habe, heute solche Übungen durchführen kann, damit hätte ich selber nie im Leben gerechnet. Ich konnte zwar nicht alles perfekt, hin und wieder (auch wenn die Kraft nachließ) hat er mich dann etwas unterstützt, aber trotzdem hat es ziemlich gut geklappt. 

Zwischendurch haben wir auch eine Übung mit dem Theraband durchgeführt, die im Vergleich zu den Hanteln sehr gut (bzw. besser) geklappt hat. Ebenfalls die Unterarm-Liegestütze auf dem Kasten, die heute ebenfalls ziemlich gut geklappt haben.

Dann ging es auf dem Boden, auf den Matten weiter. Zuerst aus allen Vieren hochdrücken, also die Beine strecken, was inzwischen schon ziemlich gut und zügig klappt. Allerdings habe ich (auch bei vielen anderen Übungen) Probleme damit, die Beine dann ganz durchzudrücken, also auch die Knie. Darauf, dort mehr Spannung reinzubringen, werde ich gerade in letzter Zeit ständig beim Training und auch bei der KG angesprochen. Als die Beine dann endlich ganz gerade waren, mit dem Oberkörper nach vorne, also mit dem Kopf vor die Arme. Dort konnte ich die Spannung heute dann allerdings nicht allzu lange halten (letztens war ich dabei besser), die Oberschenkel fingen an zu zittern und ich klappte zusammen. Das haben wir 3 mal wiederholt, jedes mal die gleichen Probleme, erst die Beine richtig durchdrücken und dann fing das Zittern in den Oberschenkeln an.

Danach kam dann auch noch der große Gymnastikball ins Spiel. Zuerst die Unterarme darauf (so wie zuvor auf den Kasten), davor mit den Knien auf den Boden, mit dem Oberkörper möglichst weit nach vorne. Dann sollte ich nur mit den Armen den Ball vor und zurück Rollen, also nur aus den Schultern heraus. Das fand ich extrem schwer, das zog mächtig in den Schultern und Oberarmen. Automatisch ging ich mit dem Oberkörper immer wieder ein ganzes Stück nach hinten, wobei dann natürlich einige Korrekturen erfolgten. Ich habe es dabei nicht geschafft, den Körper an sich ruhig zu halten und die Bewegung nur aus den Armen heraus zu machen. Diese Übung fand ich heute mit am schwersten (anfangs das Boxen war ja nicht wirklich "schwer", mir fehlte halt die Überwindung dazu).

Dann hinlegen, mit den Füßen auf den Ball und ein paar Crunches, also mit dem Oberkörper möglichst hoch kommen. Dabei ist seine Motivation immer vom Feinsten. Ich gehe immer so hoch, wie ich es schaffe, aber sobald er dann dran ist, dass ich noch einen Zentimeter höher kommen soll, dann versuche ich automatisch, noch ein weiteres Stückchen höher zu kommen. 

Zum Schluss hin kam dann noch eine sehr schwere Übung, mit der ich anfangs ganz große Probleme hatte. Auf dem Rücken liegend, den Rücken, den LWS-Bereich die ganze Zeit flach auf der Matte. Die Beine dann zunächst angewinkelt anziehen und dann mit den Beinen zur Seite hin, also mit den Füßen an den Seiten (im Wechsel rechts und links) eine 8 "malen", also einen Kreis machen. Ich habe mich dabei zunächst nur auf die Beine konzentriert, bin zwar zu den Seiten gegangen, aber ohne dabei einen Kreis zu machen. Bis ich diesen Ablauf endlich "drin" hatte, das hat eine Zeitlang (und einige Korrekturen) gedauert, aber auch dann fand ich diese Übung noch ziemlich schwer. 

Ja, wie gesagt, alles in allem war ich heute so richtig gut drauf, meine Erkältung ist schon deutlich weniger geworden (nächste Woche will ich endlich mit dem Fahrrad fahren weiter machen, damit ich mein Ziel mit den 75 Kilo oder auch mehr im Laufe der Zeit dann verwirklichen kann, letztendlich will ich unter 70 kommen). Auch wenn ich mich beim Training nicht überwinden konnte, mit ganzer Kraft zuzuschlagen, trotzdem hat es so wie immer Spaß gemacht (es war halt interessant, mal was Neues kennenzulernen). Der Nachmittag mit meiner Schwägerin und meinem Schwager war dann halt auch sehr schön, wir haben dort einiges zu Lachen bekommen (nicht nur wegen meiner englischen Aussprache!!). Und heute Abend haben wir im Fernsehen einen Comedian gesehen, den ich bisher nicht kannte, über den ich Tränen lachen musste. Wolfgang Trepper. Im Fernsehen zog er über so einige Texte von deutschen Schlagern her und nahm jeden Satz wörtlich (unter anderem "Micaela" von Bata Illic und "Tränen lügen nicht" von Michael Holm). Die Sprüche waren einfach nur super gut, ich habe gelacht ohne Ende. Bei YouTube habe ich vorhin dann ähnliche Auftritte gefunden, worüber ich ebenfalls Tränen lachen musste. Diesen Namen muss ich mir unbedingt merken!!!

http://www.youtube.com/watch?v=qoEVFZW4xnc

http://www.youtube.com/watch?v=01jIw2lnlRo&feature=related

 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 02. Dez. 2020PetraM03/12/2020 - 08:314
Di 01. Dez. 2020PetraM02/12/2020 - 09:1594
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