Samstag, 23.02.2013

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Heute war so gar nicht mein Tag, er ist völlig anders gelaufen, als ich es geplant hatte. Im Moment geht es mir nicht ganz so gut, seelisch meine ich jetzt. Ich bin halt mächtig "durcheinander". 

Heute Mittag war ich ja beim Training, worauf ich mich ja "eigentlich" gefreut hatte, was dann aber ebenfalls völlig anders verlaufen ist. 

Mittags war ich zunächst noch ganz gut drauf. Ich sage mal so, ich habe auf der Arbeit "ein paar" Probleme, an denen ich aber mehr oder weniger selber Schuld bin. Wie ich schon des Öfteren geschrieben habe, habe ich (so ziemlich in allen Bereichen) Probleme damit, immer die richtigen Prioritäten zu setzen, mich "in allen Lebenslagen" für die richtigen Reihenfolgen zu entscheiden. Im Berufsleben kann das natürlich zum Teil zu großen Problemen führen, wenn man die "kleineren" Aufgaben immer mal wieder bevorzugt (nach dem Motto "Was weg ist, ist weg"), dadurch aber andere Aufgaben, die zum Teil auch mal wichtiger sein können, notgedrungen liegen bleiben (was mir leider immer mal wieder passiert). Die Beschwerden, die ich deswegen telefonisch bekommen habe, die konnte ich bisher ganz gut vertrösten (mit Urlaub, Krankheit usw.). Ja, aber jetzt ist anscheinend mindestens eine dieser Beschwerden bei meinem Chef gelandet, der sich natürlich darum gekümmert hat. Ganz klar, was anderes hätte er ja auch gar nicht machen können, er musste dieser Sache dann ja nachgehen. Und natürlich wurde dann auch ich darauf angesprochen, was los ist, weshalb bzw. wodurch der Rückstand kommt.

Ja, und seitdem "zermarter" ich halt meinen Kopf, wie ich das zukünftig besser in den Griff bekommen soll, wie ich die Abläufe besser organisieren kann, um einem solchen Ärger zukünftig aus dem Wege zu gehen. 

Mein Trainer kennt mich inzwischen ja schon "ein paar Tage" (seit etwas über einem Jahr) und irgendwie scheint er bei mir inzwischen den Unterschied zu kennen, ob ich wirklich gut drauf bin oder ob mich was beschäftigt bzw. belastet. Er "hinterfragt" die Sachen dann oft so geschickt, dass ich ihm auch heute Mittag mal wieder von meinen Problemen erzählt habe (es bedrückt mich halt mächtig), dass ich mit dem Legen der richtigen Prioritäten mal wieder große Probleme habe.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es für mich die gold-richtige Entscheidung gewesen ist, dass ich mich mit ihm in Verbindung gesetzt habe. Abgesehen davon, dass mir sein Training immer Spaß macht und ja auch super gut hilft (ich bin weiterhin schmerzfrei) und er mir mit seiner Art (mit seiner Unterstützung und Motivation) immer wieder zu weiteren Erfolgen verhilft, kann man mit ihm auch super gut reden. Wie ich schon mehrmals geschrieben habe, er hört einem immer zu (bei ihm hat man ganz bestimmt nicht das Gefühl, dass man "vor eine Wand" reden würde), geht auf einen ein, "versucht", sich in einen reinzuversetzen (da er charakterlich ja wesentlich selbstbewusster ist als ich) und gibt einem dann Tipps, wie man bzw. natürlich ich in der jeweiligen Situation am besten vorwärts kommen könnte, wie ich mich am besten verhalten könnte (er macht dann "Nägel mit Köpfen" sozusagen). Allerdings "erwartet" er dann natürlich auch eine entsprechende Reaktion meinerseits, dass ich mir auch helfen lasse und seine Tipps so gut es geht anwende. Ja, und darin kann er dann genauso hartnäckig werden, so wie er es auch im Rahmen des Trainings bei den verschiedenen Übungen ist. Wenn ich dann sage, dass ich "versuche", seine Tipps so gut es geht im (beruflichen) Alltag anzuwenden, das reicht ihm dann nicht, er will dann auf jeden Fall mehr "Entschlossenheit" merken, dass man es nicht nur "versuchen" will, sondern die vorgeschlagene Änderung auf jeden Fall ausprobieren wird. Was sich dann daraus ergibt, ob diese Änderung was bringt, das wird sich dann zeigen, darüber wird dann in einem weiteren Gespräch, zu einem späteren Zeitpunkt gesprochen. Darauf spricht er einen dann immer wieder an, darin ist er total hartnäckig.

Ich möchte jetzt nicht, dass er hier falsch rüber kommt. Ich bin wirklich froh darüber, dass man mit ihm so gut reden kann. Im Laufe des Jahres hat er mir schon mehrere gute Tipps gegeben, wofür ich ihm auch total dankbar bin, die ich allerdings nicht unbedingt alle realisiert habe. Zu einem Gespräch mit meinem Chef konnte er mich z. B. nicht überreden, das war ein Thema für sich (als er mich darauf angesprochen hat, da bin ich so rot geworden, wie schon lange nicht mehr, das war mir total peinlich, aber dagegen bin ich nicht angekommen), aber für zukünftige Situationen habe ich jetzt ja meinen "Kollegen" als Ansprechperson, zu dem ich bei Problemen auf jeden Fall eher gehen werde als zu meinem Chef. Aber für manche Probleme hat man nunmal nicht immer die richtigen Ansprechpartner und dann finde ich es halt gut, wenn ich mit meinem Trainer mal offen darüber reden kann. 

Für heute hatte ich so ein Gespräch mit ihm nicht im geringsten eingeplant. Aber erstens kommt es halt immer anders und zweitens als man denkt.... Er hat dann anfangs halt gefragt, wie es mir geht und wie es jetzt auf der Arbeit läuft, dann sind wir halt ins Gespräch gekommen und ich habe ihm von meinen Problemen erzählt, von den Rückständen, die immer wieder entstehen, weil ich die Prioritäten immer mal wieder falsch lege. Auf das darauf folgende Gespräch, auf seine Argumente, Tipps usw., das sich über etwa eine halbe Stunde hingezogen hat, möchte ich hier nicht näher eingehen, es hat mich seelisch auf jeden Fall mächtig aufgewühlt. Nach etwa einer viertel Stunde war ich schon drauf und dran zu sagen, "lass uns das Gespräch jetzt einfach abbrechen und mit dem Training beginnen", aber dieses "Verhalten" hätte mir letztendlich ja auch nichts gebracht. Wir waren schon mitten im Gespräch und er kam schon mit den ersten Möglichkeiten an, wie ich den Arbeitsalltag seiner Meinung nach besser in den Griff, besser organisiert bekommen könnte. 

Das Problem ist halt auch, dass ich ein großes "Gewohnheitstier" bin, dass mir Veränderungen zum Teil sehr schwer fallen (wie man z. B. ja auch an der Übung mit der Nudel merkt, die ich am liebsten weiterhin nur "andeuten" würde, weil ich sie mir nicht zutraue, wozu die Anderen aus der Gruppe mir jedoch keine Chance lassen, sie unbedingt mit mir üben wollen). Ich habe dann mehrmals gesagt, dass ich seine Ideen "versuchen" werde, probieren werde, ob es mir bei den Abläufen was bringt. Ja, aber dieses "versuchen", das gefiel ihm nicht. Genauso wie beim Training (egal ob beim Fahrrad fahren oder beim Abnehmen), entweder man will was ändern oder halt nicht, mit "versuchen" kommt man nicht wirklich weiter. Ich lege mich bei solchen Veränderungen aber nicht so gerne von Anfang an fest, ich habe dann immer Angst, dass ich den neuen Rhythmus nicht hinbekomme und mich dann letztendlich als "Versager" fühle (was mir in verschiedenen Situationen schon passiert ist). Auf dieser "Basis", dass ich seine Tipps auf jeden Fall ausprobieren soll, es nicht nur "versuchen" soll und dass er mich demnächst dann auch danach fragen wird, wie es gelaufen ist, wie sich die Rückstände dadurch dann entwickeln, verlief dann das weitere Gespräch, das mich innerlich immer mehr aufgewühlt hat. Dass sich bei mir im beruflichen Alltag auf jeden Fall was ändern muss, das ist mir völlig klar, ich habe keine Lust, wegen der Rückstände immer wieder neuen Ärger zu riskieren.

Nach diesem Gespräch haben wir noch knapp eine halbe Stunde lang ein paar Übungen gemacht, ich war seelisch jedoch nicht mehr so wirklich bei der Sache (was nach diesem Gespräch ja auch kein Wunder gewesen ist). Ein paar Übungen mit den Hanteln (in Verbindung mit Kniebeugen, die heute nicht so gut wie sonst geklappt haben, dafür war ich mit den Gedanken viel zu weit weg) und ein paar Übungen für die Bauchmuskeln (auf dem Kasten sitzen, mit dem Oberkörper zurück in die Diagonale und die Beine im Wechsel möglichst hoch anziehen). 

Ja, das heutige Training hatte ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt, aber trotzdem bin ich halt froh darüber, dass man mit ihm überhaupt so gut reden kann. Auf dem Weg nach Hause musste ich noch Einkaufen gehen. Im ersten Moment wollte ich dann mal wieder Schokolade kaufen, habe heute aber darauf verzichtet. Nächste Woche Samstag ist ja schließlich die nächste "Kontrolle", an die er mich vorhin noch erinnert hat. Wenn ich mich heute (wegen der "seelischen Aufregung") dann wirklich mit Süßem "vollgestopft" hätte, dann hätte ich mir das Fahrrad fahren an den letzten Tagen voll und ganz sparen können. Nein, auf Süßes habe ich heute dann lieber verzichtet.

Mein Nachmittag war trotzdem "gelaufen", abgesehen davon, dass ich etwas gelesen habe, habe ich die meiste Zeit vor dem Fernseher gesessen und habe mir verschiedenes angeguckt. Ja, ich muss sagen, dass mich dieses Gespräch im Prinzip genauso aufgewühlt hat, wie die damaligen Gespräche bei den Psychologen. Ich habe den ganzen Nachmittag über die einzelnen Punkte des Gesprächs nachgedacht. 

Heute Abend haben wir dann Wetten Dass geguckt. Also ich finde Markus Lanz nach wie vor total klasse, er kommt total sympathisch rüber. Es gab mehrere Situationen während der Sendung, in denen ich seine Reaktionen total locker und gut fand. Ich finde ihn um ein vielfaches Besser als Thomas Gottschalk. 

Als Wettkandidat hätte ich auch den Fahrrad fahrer gewählt, der die Bierflaschen mit dem Rad geöffnet hat. Dafür brauchte er enorm viel Kondition, was ihm zum Schluss hin immer schwerer fiel, das hat man ihm so richtig angemerkt. An seiner Stelle (sein Vater, dessen Idee diese Wette ja war, ist im letzten Jahr gestorben) hätte ich mit Sicherheit ganz genauso emotional reagiert, hätte meine Tränen ganz bestimmt nicht unterdrücken können. An zweiter Stelle kam bei mir allerdings der ältere Herr, der die Karts für den Radwechsel angehoben hat. Diese Kraft, diese Leistung fand ich ebenfalls enorm. An dritter Stelle kam bei mir die Sache mit dem fahrenden Bus und den gefangenen Bällen und an vierter Stelle dann halt die Mädchen, die geturnt haben.

Ich fand es gut, als die Promis anfangs den Sprung über den Bock versucht haben. Bei ein paar hat es ja ganz gut ausgesehen. Ich wäre wahrscheinlich, so wie Markus Lanz, etwas "unkontrolliert" darüber hinweg geschossen. Ohne Hilfestellung konnte ich solche Übungen früher gar nicht durchführen. 

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