So. 07. Jan. 2018

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Der Sonntag war, ähnlich wie der Samstag, auch ziemlich ruhig.

Ich fand es schön, dass ich wieder mein Training hatte. Auch, dass ich abends wieder zusätzlich Fahrrad gefahren bin, die 15 Kilometer in 30:20 Minuten. Durchschnittlich mit 25 km/h, mit 6 Powereinheiten von jeweils 100 Sekunden mit etwa 35/38 km/h.

Das war meine 5. eigene Sporteinheit in diesem Monat, 75 gefahrene Kilometer für den Monat Januar. Im Jahr 2018 bisher insgesamt 75 Kilometer.

Ich fand es auch schön, dass ich mir heute Abend mit einer früheren Freundin geschrieben habe. Als Kinder waren wir Nachbarn, haben viel zusammen gespielt. Vor kurzem ist sie schon Oma geworden. Da merkt man erst mal, dass man alt wird (Grins). Sie ist in meinem Alter.

In den Fotoalben habe ich unter anderem Fotos von ihrem Kindergeburtstag entdeckt, auf dem wir beide sind. Ich habe es eingescannt und ihr heute Abend (über Facebook, worüber wir seit Jahren befreundet sind) per PN geschickt. Sie hat sich sofort gemeldet, dass sie sich darüber sehr gefreut hat. Von damals hat sie nur noch wenige Fotos. Eine schöne Erinnerung an damals. Ich fand es schön, mal wieder mit ihr zu schreiben, nach langer Zeit mal wieder etwas Kontakt zu haben.

Diesbezüglich wollte ich auch nochmals kurz über Freitag schreiben, als ich mit der Quasselstrippe im Bus zusammen saß. Eigentlich lese ich unterwegs ja immer gerne, aber trotzdem fand ich es auch schön, mich mit ihr zu unterhalten.

Die meisten Personen, die ich kenne, egal ob Männer oder Frauen, die einen guten Freundeskreis haben, sind sehr offen und aufgeschlossen. Das ist bei mir halt nicht so der Fall.

Bei mir ist es nach wie vor so, dass ich meine, dass ich den meisten zu still bin. Und so, wie ich mich immer wieder zurückziehe, haben die meisten wahrscheinlich das Gefühl, dass ich mit ihnen nichts zu tun haben möchte, was aber nicht richtig ist. Ja, und deswegen freue ich mich halt immer wieder darüber, wenn sich andere freuen, wenn sie mich sehen. Wenn sie sich, trotz meiner stillen Art, gerne mit mir unterhalten.

Ja, und so war es am Freitag an der Haltestelle halt auch. Die Quasselstrippe sah mich, kam direkt auf mich zu, hat mich total nett begrüßt, mir natürlich auch ein frohes neues Jahr gewünscht, schön, mich mal wieder zu sehen, wie es mir denn gehen würde, ja und schon waren wir mitten im Gespräch. Ich habe mich halt auch über ihre nette, freundliche Begrüßung gefreut.

Ich finde es auch schön, dass ich mich mit einer anderen Tagebuchschreiberin leicht angefreundet habe. Wir haben unsere E-Mail-Adressen ausgetauscht und unsere Fotos geteilt. Nein, das werde ich hier nicht mit jedem machen, grundsätzlich werde ich anonym bleiben. Aber sie ist mir sehr sympathisch und ich finde es schön, dass wir so in Kontakt getreten sind.

Wir haben übrigens unseren Hausmeister getroffen. Er hat den Schlüssel von unserer Nachbarin, kümmert sich um deren Blumen, Briefkasten und besucht sie auch regelmäßig im Krankenhaus (sie sind seit Jahren befreundet).

Sie liegt ja seit Ende November im Krankenhaus. Am Dienstag 02.01. war erst die OP. Die Keime im offenen Bein waren schon sehr tief. Die Wunde musste sehr tief behandelt werden, dann kam die Hauttransplantation. Was sie in den letzten Wochen (zuvor) gemacht haben, das weiß ich nicht. Er sagte, sie wird noch mehrere Wochen dort liegen.

Heute war ja der 07.01. Das heißt, heute sind wir seit 29 Jahren verlobt. Aber uns ist der Jahrestag, an dem wir zusammen gekommen sind, also der 01.02. immer wichtiger. Der Tag bedeutet uns mehr.

Die Verlobung war ja im Grunde auch nur, weil meine Mutter uns Beide damals so gedrängt hat. Sie konnte sehr hartnäckig sein. Wenn sie etwas wollte, sich was in den Kopf gesetzt hatte, dann kam man gegen ihren Willen kaum noch an. In den Jahren haben wir es nur wenige Male geschafft, dann eine eigene Entscheidung zu fällen.

Meine Mutter fand unseren Verlobungstag immer wichtig, hat uns immer gratuliert, mir bzw. uns zum Teil auch was geschenkt. Für sie war es immer wie eine kleine Hochzeit, wie ein Hochzeitstag.

So hat sie die Verlobung damals ja auch aufgezogen, wie eine kleine Hochzeit. Sie hat damals, so wie üblich, alles organisiert.

Meine Eltern haben sich ja bei der Silbernen Hochzeit von Oma und Opa (von ihren Eltern) verlobt. Bei der Goldenen Hochzeit, also 25 Jahre später, waren wir Beide dann ja seit einem Jahr zusammen. Für meine Mutter war dieser Zeitpunkt "ideal", dass wir uns "endlich" verloben sollten.

Wir haben nur zugestimmt, weil Oma und mein Vater schon so krank waren. Bei meiner Oma bin ich als Kind ja monatelang aufgewachsen (als meine Mutter so krank war), zu ihr hatte ich ein enges Verhältnis. Oma ist genau einen Monat später, am 07.02., am Geburtstag meiner Mutter gestorben (sie ist, genau wie meine Mutter, 72 Jahre geworden).

Mein Vater ist rund 3 Monate später, am 19.04., gestorben.

Als meine Oma hörte, dass wir uns auf ihrer Goldenen Hochzeit verloben würden, da hat sie so gestrahlt, war so glücklich, da haben wir es halt durchgezogen.

Das war der letzte Tag, an dem meine Familie so zusammen gekommen ist. Wie gesagt, kurz danach kamen dann die Todesfälle. Deswegen sind wir beide auch froh, dass wir es tatsächlich an dem Tag so durchgezogen haben.

Wahrscheinlich war ich heute deswegen auch so still, war ich viel an diesen damaligen Tag gedacht habe.

Meine Oma und meine Mutter waren "Neuapostolisch" (ähnlich wie Evangelisch). Meine Oma war oft in der Kirche. Bei der Goldenen Hochzeit waren auch Vertreter von der Kirche dabei. Wir haben uns vorher Ringe geholt. Es war dann alles offiziell. Mein Freund hat meinen Vater "um die Hand seiner Tochter gebeten", worüber mein Vater super stolz war. Dann ging er vor mir auf die Knie, was mir vor allen total peinlich war (Grins) und hat mir dann einen goldenen Ring angesteckt. Der Kuss folgte und dann haben wir alle mit einem Glas Sekt angestoßen. Davon gibt es noch so einige Fotos.

Ich glaube, meine Oma hatte nur noch auf diesen Tag gewartet, denn danach ging es bei ihr gesundheitlich rapide bergab, man konnte ihrem Verfall Tag für Tag richtig zugucken.

Ja, auch wenn uns diese Verlobung nichts bedeutet hat, es nur "Show" für die Familie war, trotzdem sind wir froh, dass wir es gemacht haben (auch die Familie meines Freundes war natürlich komplett dabei).

Ja, aber im Gegensatz zu vielen Paaren, die sich in dieser Zeit wieder getrennt haben, sind wir beide halt immer noch zusammen.

Für mich war heute deswegen seelisch ein "seltsamer" Tag. Es kamen halt viele Erinnerungen hoch. Einschließlich meiner Mutter, dass es halt jetzt das erste Mal ist, dass sie uns nicht dazu gratuliert. Sie hat jedes Jahr daran gedacht. Dadurch war ich heute halt ziemlich still und "sentimental", hing viel den Erinnerungen nach.

Aber deswegen bin ich froh, dass ich meinen Sport habe. Abends halt das Fahrradfahren (um mich nochmals so richtig auszupowern) und Mittags mein Training. Mit meinem Trainer habe ich mich auch wieder über einige interessante Themen unterhalten, so dass ich dabei auf ganz andere Gedanken gekommen bin.

Das heutige Training war wieder sehr gut. Danach habe ich in Armen und Beinen mal wieder jeden Zentimeter gemerkt.

Schon das Aufwärmtraining war voller Power. Zum einen auf dem Steppbrett, immer wieder hoch und runter, unten jeweils eine Kniebeuge. Dann Kniebeugen und beim Hochkommen im Wechsel mit dem Bein nach vorne kicken. Runter, mit den Händen auf das Steppbrett, eine Liegestütze und wieder hinstellen sowie noch weitere Bewegungen, um den Körper im ganzen in Schwung zu bekommen.

Nach diesen beiden Durchgängen war ich ordentlich am Schwitzen.

Dann kam ein Block, der sehr intensiv war. Die Hälfte hatte ich gut im Griff, mit der anderen Hälfte musste ich ordentlich kämpfen, habe einmal sogar aufgegeben (da hat er die Übung schnell geändert).

Es fing mit Schritten durch den Raum an. Also jeweils einen tiefen Ausfallschritt, unten nachwippen, dabei die 5 kg Hanteln in den Händen halten (seitlich runter, Richtung Knöchel).

Es folgten noch Kniebeugen, dabei die 8 kg Kugelhantel vor der Brust halten.

Gerade vorbeugen und mit den 3 kg Hanteln mit gestreckten Armen hinter/oberhalb vom Rücken arbeiten. Das war schon deutlich schwerer, dabei musste ich schon kämpfen (das fällt mir immer wieder schwer).

Dann nochmals auf dem Steppbrett. Mit einem Bein oben stehen bleiben. Das andere Bein/Knie vorne hochziehen, dann hinten/unten abstellen und runter in den Ausfallschritt. Dabei musste ich wieder mit dem Gleichgewicht kämpfen.

Dann ging es runter. Zuerst auf die Knie, mit den Händen auf das Steppbrett, eng zusammen und Liegestütze. Zwar immer wieder schwer, aber dennoch kann ich es etwas besser als früher. Anfangs konnte ich es gar nicht, inzwischen klappt es etwas besser. Also so gut wie mein Trainer bin ich dabei noch lange nicht, aber dennoch schon etwas besser.

Danach mit dem Rücken auf das Steppbrett legen. Mit einer 5 kg Hantel über/hinter dem Kopf arbeiten. Dabei darauf achten, dass die Arme hinter dem Kopf bleiben, nicht bis zur Senkrechten hoch gehen. Dabei hat er etwas mit aufgepasst, weil meine Bewegungen sonst zu intensiv waren. Mehr nur im hinteren/unteren Bereich arbeiten. Zwar relativ schwer, aber ich habe es gut hinbekommen (dabei merke ich jedes einzelne Training positiv, dass ich dabei immer besser werde).

Dann habe ich zunächst "versagt". Mit den beiden 5 kg Hanteln enges Bankdrücken. Also Oberarme am Körper und die Hanteln über dem Bauch nach oben drücken.

Das hat nicht geklappt. Alleine mache ich es (hin und wieder beim Training) mit den 3 kg Hanteln. Das klappt ganz gut (schwer, aber ich bekomme es hin). Bei ihm machen wir es öfters mit den 4 kg Hanteln. Noch schwerer, aber mit größter Kraftanstrengung bekomme ich auch das hin.

Ja, aber die 5 kg Hanteln bekam ich in dieser Haltung nicht nach oben. Irgendwie eine Sperrung, die Arme wollten nicht nach oben. Als wenn mich einer von oben kräftig nach unten drücken würde.

Also hat er schnell improvisiert, die Arme wieder seitlich und normales Bankdrücken. Das hat natürlich wieder sehr gut geklappt.

Aber nun gut, es gab schon einige Übungen, die ich anfangs absolut nicht konnte, bei denen er mit anpacken musste, weil meine Muskeln versagt haben. Ja, und von diesen Übungen gehören manche inzwischen sogar zu meinem Grundprogramm.

Das war im Liegen beim Überkopf-Arbeiten auch der Fall, was ich heute ja "locker" mit den 5 kg Hanteln hinbekomme, bei jedem Training dabei habe (beim ersten Mal bekam ich die Arme nicht mehr hoch, da musste er mit anpacken, mir die Hantel ab nehmen). Ebenso bei der Brücke, die 5 kg Hantel dabei auf die Hüfte legen. Beim ersten Versuch kam ich so gar nicht hoch, als wenn "ein Zentner" auf dem Bauch liegen würde. Auch das klappt inzwischen gut, das führe ich immer mal wieder durch.

Ja, noch ist nicht aller Tage Abend, im Laufe der Zeit werde ich es bestimmt hinbekommen. Aber heute habe ich es halt nicht geschafft.

Dafür habe ich die anderen Übungen umso besser hinbekommen.

Dabei haben wir wieder sehr interessante Gespräche geführt.

Ich ändere das Programm (egal ob bei Hantelübungen oder beim Dehnen) nicht so gerne alleine ab (so wie letztens mit dem Kettlebell Swing). Damit ich Abwechslung in mein Programm bekomme, spreche ich mit ihm ab, welche Übungen und Dehnübungen wichtig sind, was ich wechseln kann oder was ich regelmäßig machen soll. Die Unterschiede der einzelnen Übungen (z. B. auch die verschiedenen Übungen für den Triceps usw.) erklärt er mir dann immer mit Beispielen.

Alles in allem war es auch heute wieder ein sehr gutes Training (auch wenn ich beim engen Bankdrücken versagt habe, dafür habe ich die anderen Übungen halt umso besser hinbekommen).

So, nach diesem ruhigen Wochenende bin ich wieder startklar für die nächste/neue Woche.

Seelisch hing mir halt auch noch die letzte Woche, die Aufregung rund um die Bank (wegen der Karte) "in den Knochen". Ich brauche immer ein paar Tage, um solche Situationen (solche seelischen Aufregungen) voll und ganz verarbeiten zu können (das hat mich halt mächtig aufgewühlt). Aber dafür hatte ich am Wochenende genug Zeit, so dass mein Kopf jetzt diesbezüglich wieder frei ist.

TitelAutorDatumBesucher
Fr. 25. August 2017PetraM26/08/2017 - 13:41402
Do. 24. August 2017PetraM25/08/2017 - 04:13416
Mi. 23. 08. 2017PetraM24/08/2017 - 02:53413
Di. 22. 08. 2017PetraM23/08/2017 - 02:27363
Montag 21. 08. 2017PetraM22/08/2017 - 02:45380
So. 20. 08. 2017PetraM21/08/2017 - 01:50321
Sa. 19.08.2017PetraM20/08/2017 - 13:59334
Fr. 18. August 2017PetraM19/08/2017 - 09:29409
Do. 17. August 2017PetraM18/08/2017 - 02:32438
Mi. 16. August 2017PetraM17/08/2017 - 01:31445
Di. 15. August 2017PetraM16/08/2017 - 01:59491
Mo. 14. August 2017PetraM15/08/2017 - 07:22375
So. 13.08.2017PetraM14/08/2017 - 01:52490
Samstag, 12. August 2017PetraM13/08/2017 - 12:00520
Fr. 11. August 2017PetraM12/08/2017 - 09:00413
Do. 10. August 2017PetraM11/08/2017 - 06:07404
Mi. 09. August 2017PetraM10/08/2017 - 03:05428
Di. 08. August 2017PetraM09/08/2017 - 02:17427
Mo. 07. August 2017PetraM08/08/2017 - 03:15396
So. 06. August 2017PetraM07/08/2017 - 01:06469
Sa. 05. August 2017PetraM06/08/2017 - 09:11359
Fr. 04. August 2017PetraM05/08/2017 - 13:06359
Do. 03. August 2017PetraM04/08/2017 - 01:59403
Mi. 02. August 2017PetraM03/08/2017 - 02:30398
Di. 01. August 2017PetraM02/08/2017 - 02:01444
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