So. 07.07.2019

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Am Sonntag fand ich es schön,

dass wir auf dem Balkon einen kleinen Grashüpfer gerettet haben. Das kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen, hatte noch keinen in Natura gesehen. Er hüpfte in hohem Bogen über unseren Balkon.

Bevor wir versehentlich auf ihn treten, hat mein Freund ihn vorsichtig mit der Hand eingefangen (was ein mächtiger Akt war, da er sehr schnell gehüpft ist) und hat ihn ins Blumenbeet getan. Darin war es für ihn auf jeden Fall viel sicherer. 

dass ich heute Abend noch Fahrrad gefahren bin. 16 Kilometer in 30:35 Minuten. Durchschnittlich mit 25 km/h, in den Powereinheiten mit etwa 33/34 km/h. Das war meine 6. eigene Sporteinheit in diesem Monat, 96 gefahrene Kilometer für den Monat Juli. Im Jahr 2019 insgesamt 1.407,00 Kilometer.

dass ich schon mal meine Sachen (Arbeitstasche) für morgen sortiert habe. Ja, der Urlaub ist nun rum. Aber diese Woche hat mir echt gut getan, auch wenn sie von negativen Sachen überschattet war (der Aufregung rund um den kaputten Reifen usw.). 

Ich weiß nur noch nicht, was ich morgen anziehen soll. Ich fand es heute mächtig kalt, bin den ganzen Tag im dicken Jogging-Anzug (Hose und Jacke mit langen Armen) rumgelaufen. Morgen soll es noch 2 Grad kälter sein. Höchsttemperatur nur bis 19 Grad. Das finde ich schon richtig kalt. Bluse kann ich da vergessen. Ich werde wohl einen dünnen Pulli anziehen. Ich wollte eigentlich meine neuen Blusen anziehen, die ich im Urlaub geholt habe. Aber dafür ist es etwas zu kühl. Dafür brauche ich mindestens 25 Grad (wenn ich Vormittags noch eine dünne Jacke, eine Art Blaser drüber ziehe). 

dass es meinem Trainer gut geht. Er hatte einen "kleinen" Autounfall (jemand anders hat nicht aufgepasst, ist reingefahren). Zum Glück nur Blechschaden. 

Er hat mir davon beim Training erzählt. Es folgte dann eine schwere Übung, bei der ich mich konzentrieren musste. Auch bei der nächsten Übung musste ich mich zunächst auf den Ablauf konzentrieren. Das Thema Autounfall war dann zunächst raus aus meinem Kopf.

Erst als er raus war (also nach dem Training) fiel mir spontan der Autounfall wieder ein. Ja, Blechschaden, aber was war mit ihm? War er davon eigentlich auch betroffen? Nein, zum Glück nicht (ich habe ihn dann nochmals per WhatsApp angeschrieben, weil es mir keine Ruhe ließ). 

Ich musste an damals denken. Als ich etwa 15 Jahre war, da hatte meine Mutter einen Unfall. Sie war im Sommer auf einer Gartenfete, hatte Schuhe mit Absätzen an. Sie ist unglücklich auf einen Stein getreten und umgeknickt. Der Fuß wurde sofort ganz dick. Ab ins Krankenhaus. Der Fuß, der Mittelfußknochen war gebrochen und es folgte eine sehr langwierige Behandlung (der Knochen wurde zur besseren Heilung genagelt, der Nagel ist abgebrochen und blieb dann für immer im Knochen stecken, womit sie immer mal wieder Probleme und Schmerzen hatte). 

Nun gut, als sie abends dann nach Hause kam, mit Gipsfuß und am Weinen war, sagte, dass sie einen Unfall hatte, da war die erste Frage meines Vaters "Was ist mit meinem Auto...???" (damit war alles in Ordnung, das stand immer noch auf dem Parkplatz). 

Diese Reaktion, diese Frage nach dem Materiellen, das hat sie ihm nie mehr verziehen. Er hat sich damals zig Mal für seine Reaktion entschuldigt, hat ihr, auch bei ihren vielen Krankenhaus-Aufenthalten, immer wieder sehr gut geholfen. Aber vergessen konnte meine Mutter es trotzdem nie mehr.

Sie kommt mit Gipsbein ins Wohnzimmer, sagt weinend, dass sie einen Unfall hatte und anstatt zu fragen, was ist passiert, wie geht es dir, fragt er nur, was mit seinem Auto ist. 

Aber das war halt ganz typisch für meinen Vater. Krankheiten gab es für ihn nicht. Für ihn zählten halt immer nur die Leistungen und die materiellen Sachen. 

Das erinnert mich auch daran, als ich endlich meinen Ausbildungsplatz (nach den vielen Absagen) bekommen hatte. Ich war ja noch in der Schule, in der Höheren Handelsschule. Ich kam nach Hause, öffnete den Brief und las darin, dass ich ab 01.09. mit der Ausbildung zur Bürokauffrau beginnen konnte. Ich war glücklich ohne Ende, wusste gar nicht, wie ich meine Freude in den Griff bekommen sollte und hüpfte durch die Wohnung (Grins).

Dann rief ich meinen Vater im Büro an, erzählte ihm sofort überglücklich von dieser Zusage.

Und wie reagierte er darauf? "Gut (ganz ruhig und sachlich), und welche Fächer hattest du heute in der Schule, welche Hausaufgaben musst du heute noch machen, welche Fächer müssen wir heute Abend noch zusammen üben?".

Ganz ehrlich, in dem Moment hat mich die Schule überhaupt nicht mehr interessiert. Mir war klar, dass ich die Schule in wenigen Monaten (zu den Sommerferien) abbrechen würde (die zweijährige Handelsschule nach einem Jahr beenden würde) und dann endlich Arbeiten gehen werde. 

Ich dachte, abends würde noch eine "bessere" Reaktion von ihm kommen. Er würde mich in den Arm nehmen oder so. Aber nichts. Abends lief es ganz normal, so wie jeden Abend, dass wir uns, wie üblich, für die Hausaufgaben zusammen gesetzt haben (ich war 17 Jahre, 3 Monate später bin ich 18 geworden).

Meine Mutter war mehr das Gegenteil. Sie hat sich so richtig mit mir gefreut. Ja, aber so war mein Vater halt, immer nur auf Leistung und materielle Dinge konzentriert. 

Ja, aber deswegen bin ich froh, dass bei meinem Trainer wirklich nur das Auto betroffen war. Natürlich auch ärgerlich (mit Werkstatt-Termin usw.), aber dennoch viel besser, als wenn er dabei etwas abbekommen hätte. 

Für mich war es heute eher ein negativer Tag. Mein Fuß tat plötzlich heftig weh. Ganz heftige Stiche in der Ferse. Ich laufe hier ja immer in Gymnastik-Schläppchen rum. Die musste ich ausziehen, den Druck vom Gummi hinten auf die Ferse konnte ich nicht aushalten.

Ich habe mich auf die Couch gesetzt und habe die Ferse mit Voltaren Emulgel eingerieben. An der Ferse ist ein richtiger Knubbel, der ist nicht zu übersehen. Dieser Knubbel ist ganz weich, tut bei Druck (beim Einreiben) so weh wie ein dicker blauer Fleck.

Nun gut, die meiste Zeit des Tages saß ich dann schließlich auf der Couch, habe die Beine hoch gelegt. Habe mehrmals die Ferse eingerieben (das ist ja gegen Entzündungen und Schmerzen). 

Keine Ahnung, was das ist. Ich hoffe, dass das schnell wieder weg ist.

Nach dem Fahrradfahren wollte ich heute Abend noch eine kleine Sporteinheit durchziehen. Beim Fahren habe ich immer feste Turnschuhe an. Das war kein Problem. Für die Gymnastik habe ich, wie immer, die Gymnastik-Schläppchen angezogen.

Ich habe 5 Kniebeugen gemacht. Aber das Gummi von den Schläppchen drückte hinten so auf diesen Knubbel, das war so ein heftiger Schmerz, so dass ich das geplante Training sofort abgebrochen habe. Gut, dass ich heute Mittag schon das Personal-Training hatte.

dass ich mittags mein Personal-Training hatte, das wieder total klasse war, zum Teil auch sehr intensiv.

Das Aufwärmprogramm bestand aus einigen Kniebeugen (dabei die 6 kg Kugelhantel vor der Brust halten), Laufen auf der Stelle sowie ein paar Bewegungsabläufen, um den Oberkörper im Ganzen etwas aufzuwärmen.

Danach ging es dann so richtig los. Zunächst mit Ausfallschritten, den hinteren Fuß auf dem Steppbrett. Vorderes Bein (Unterschenkel) senkrecht halten und mit dem hinteren Bein immer wieder tief runter. Das ging mit der Zeit mächtig in die Oberschenkel.

Kniebeugen mit einem kleinen Sprung (beim Hochkommen kleiner Sprung, immer wieder tief runter gehen).

Kniebeugen mit der 6 kg Kugelhantel, diese von unten nach oben (nach oben strecken) mitnehmen.

Sumo Squats mit der 6 kg Kugelhantel (also tief runter, Beine weiter auseinander).

Dann wurde es noch intensiver, es ging auf dem Steppbrett liegend weiter.

Zuerst "harmlos" mit dem Bankdrücken mit der Hantelstange. Sozusagen als "Einstiegsübung" für diesen Bereich. Immer wieder gut (das gehört halt mit zu meinen Lieblingsübungen, die ich inzwischen sehr gut im Griff habe). 

Dann wurde es heftig. Zuerst mit den 4 kg Hanteln arbeiten. Ebenfalls das Bankdrücken, aber unten (Arme in Schulterhöhe) jedes Mal eine Sekunde länger halten. Anfangen mit einer Sekunde (total leicht) bis hoch zu 10 Sekunden. Das ging total in die Oberarme und Ellenbogen. Die Sekunden wurden immer "länger".

Dann das ganze "Rückwärts". Mit den 3 kg Hanteln. Die gestreckte Variante. Also die Arme zur Seite strecken (Schulterhöhe). Beginnend mit 10 Sekunden halten, hoch bis fast zur senkrechten, wieder runter in die Waagerechte und 9 Sekunden halten usw. Die letzten Wiederholungen (3, 2, 1 Sekunde) waren harmlos, aber bei 10 bis 5 Sekunden musste ich von Wiederholung zu Wiederholung mehr kämpfen.

Das ging mächtig in die Arme.

Danach ging es im Stehen weiter. Es folgte die "Basis-Übung" (also die "Hausaufgabe" für mein eigenes Training). Die hatte es wieder so richtig in sich.

Gerade Stehen. Mit dem Theraband arbeiten. Um die Türklinke binden. Die Enden in eine Hand nehmen. Seitlich Stehen. Arm gestreckt nach vorne. So gestreckt (mit dem angespannten Theraband) dann zur anderen Seite rüber ziehen (leicht runter ziehen, Richtung Hüfte). Zurück nur bis Arm gerade ist, das Theraband auf jeden Fall noch unter Spannung ist. Arm (Ellenbogen) nicht beugen, gerade und unter Spannung halten.

Dabei auf die gerade Haltung achten (Bauch und Po, wie üblich, fest anspannen).

Ja, diese Übung hatte es in sich, dabei musste ich mich auch so richtig konzentrieren, wobei dennoch so einige Korrekturen kamen.

Die Gespräche drehten sich unter anderem (so wie häufig) um die Motivation, weil er zur Zeit (über Monate) an einem Seminar zum "Motivations-Coach" teilnimmt, wovon er mir erzählt hat, was ich sehr interessant finde. Es ist halt manchmal echt schwer, den inneren Schweinehund zu besiegen. Jeder geht damit anders um.

Alles in allem, mit den Gesprächen und dem intensiven Training, war es wieder eine super gute Trainingseinheit.

TitelAutorDatumBesucher
So. 10.11.2019PetraM11/11/2019 - 03:5533
Sa. 09.11.2019PetraM10/11/2019 - 16:1921
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So. 03.11.2019PetraM04/11/2019 - 03:0147
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Mo. 28.10.2019PetraM29/10/2019 - 08:4572
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