Sonntag, 07.10.2012 (Gedanken zum Sport)

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Heute war ein sehr ruhiger Tag, den ich mal wieder überwiegend mit dem Haushalt verbracht habe. Meiner Erkältung geht es zum Glück von Tag zu Tag besser, völlig weg ist der Schnupfen noch nicht, aber schon bei Weitem besser als in der letzten Woche. O. K., rein theoretisch hätte ich heute auch wieder Fahrrad fahren können, stattdessen habe ich die "Prioritäten" mal wieder völlig falsch gelegt, habe mich halt nur um den Haushalt gekümmert. Die Zeit ging dabei sehr schnell um und schon war es wieder Abend. Aber in der nächsten Woche will ich unbedingt wieder mit dem regelmäßigen Fahren beginnen. Heute Mittag war ich mal wieder auf der Waage, eine "Schnapszahl", genau 77,7 Kg. Ja, langsam aber sicher geht es immer weiter bergab. Trinkmäßig habe ich es heute auf rund 1,5 Liter gebracht, allerdings nicht mit purem Wasser. Laut meinem Trainer soll ich auch verdünnte Säfte eigentlich nur während des Essens trinken, aber nachdem ich in der letzten Woche extrem wenig getrunken habe, immer nur einen halben bis höchstens einen Liter am Tag, habe ich mir gestern je eine Flasche O-Saft und Apfelsaft geholt. Ich habe heute dann immer im Wechsel getrunken (Mischung 1/3 Saft und 2/3 Wasser), ein Glas mit Apfelsaft-Schorle und ein Glas mit O-Saft-Schorle, bin dadurch aber immerhin auf rund 1,5 Liter (oder eventuell sogar ein bisschen mehr) gekommen. 

Heute Abend haben wir dann den Film Men in Black 3 geguckt. Ich fand ihn total klasse, hatte was von den Filmen "Butterfly-Effekt", die ich ebenfalls gut finde. Dinge, die man in der Vergangenheit ändert, die verändern natürlich auch die gesamte Zukunft. Das ist natürlich eine reine Geschmacksache, aber ich fand den Film wirklich gut, zumal ich ja auch Will Smith an sich gut finde. Das ist aber nicht der einzigste Schauspieler, den ich gut finde. Brendan Fraser (bekannt aus "Die Mumie", aber auch "Tintenherz" und "Reise zum Mittelpunkt zur Erde") finde ich auch total gut, mit ihm habe ich auch schon so einige Filme gesehen. Es gibt noch weitere Schauspieler, von denen ich ebenfalls alle Filme verfolge (u. a. auch Ben Stiller), aber darauf werde ich demnächst noch näher eingehen.

Heute wollte ich noch auf den Kommentar von "Redseelig" (im "Tagebuchland.de") unter meinem gestrigen Eintrag eingehen.

Du,ich beneide dich immer,wie eisern du dein Training durchziehst und gebe dir natürlich darin Recht,das es in einem Fitnesscenter nicht so persönlich ist...ABER,es ist nicht so Terminfixiert,das es mir oftmals erleichtert hat..auch wenn ich grad nicht gehe... 
Mache dir nu doch nicht so viele Gedanken darum,das er es abbrechen könnte...Herr X hat doch mit Herr Y nix zu tun.Vorallem erlese ich aus deinem Beitrag herraus,das dein erster Trainer nicht so wirklich freundschaftlich persönlich war wie dein jetziger...Kann das sein??? 
DU, der eine sieht es als BERUF nebenbei und der andere als BERUFUNG,weil es einfach Spaß macht!!! 

Zum einen, charakterlich kann man die beiden Trainer, meinen früheren und meinen jetzigen, eigentlich nicht vergleichen, damit hast du schon recht. Mein früherer war ziemlich "steif" von seiner Art her, sein Training war zwar auch nicht schlecht, aber bei ihm musste man immer aufpassen, wenn man ihm Fragen stellte. Er gehörte sozusagen zu der Sorte, die sich gerne Reden hört. Wenn er einmal angefangen hat, dann fand er kein Ende mehr und ich musste ihn zum Teil mehrmals daran erinnern, dass ich noch ein bisschen Sport machen möchte, noch ein bisschen Bewegung haben möchte. Das war an meinem früheren Trainer eigentlich das Negativste. Unsere Gespräche drehten sich auch nur um das Sportliche und die Ernährung, über das Private oder auch das Berufliche haben wir nur ganz minimal am Rande gesprochen. 

Diesbezüglich ist mein jetziger Trainer völlig anders. Man kann mit ihm zwar über alles mögliche gut reden (auch über private Sachen sowie berufliches), aber meistens führen wir solche Gespräche am Anfang oder am Ende, während ich mich umziehe. Ich ziehe mich schon seit einiger Zeit im Trainingsraum um, stehe dabei dann halt in einer Ecke, während er schon mal alle Sachen, die Matten, den Gymnastikball, die Therabänder usw. nach vorne holt, damit wir beim Training dann alles griffbereit haben. Das Umziehen geht bei mir auch immer sehr schnell, das bin ich ja von der KG her gewöhnt, dabei kommt es ja auch auf jede Minute an, umso länger ich dazu brauche, umso kürzer ist anschließend die Zeit für die KG. Auch im Anschluss muss ich mich immer beeilen, weil der nächste Patient im Prinzip schon vor der Türe steht und nur darauf wartet, dass ich aus diesem Raum komme, damit er sich für seine Therapie ebenfalls umziehen kann. Aber diesbezüglich bin ich total "pflegeleicht" und schnell, brauche keinen Spiegel und sonstiges, das geht bei mir immer "ruck zuck". Ja, aber dabei unterhalten wir uns dann meistens. Während des Trainings fallen hin und wieder schon mal ein paar Kommentare, die dann aber meistens mit der jeweiligen Übung zu tun haben (wenn ich Probleme damit habe oder wenn ich sie z. B. anders von früher her kenne). Ansonsten sind während des Trainings die Gesprächspausen nur sehr kurz, das Training steht absolut im Vordergrund. Also charakterlich ist mein jetziger Trainer wirklich voll und ganz in Ordnung, im Prinzip die richtige "Mischung", zum einen halt das intensive Training (wobei mir seine Übungen wirklich sehr gut helfen), zum anderen aber auch das persönliche, dass er sehr gut auf einen eingeht, wenn man irgendwelche Probleme hat. So gesehen kann man ihn mit meinem ersten Trainer gar nicht vergleichen.

Was ich bei meinem jetzigen Trainer halt von Anfang an so gut fand, das ist zum einen seine lockere Art, wie er von Anfang an auf mich zugegangen ist, dass er nicht so "steril und steif" ist wie viele Physiotherapeuten, die ich früher schon hatte, sondern dass er direkt beim Probetraining total locker zum Du übergangen ist. Das ist mir beim Sport tausend Mal lieber als ein steifes "Sie". Außerdem dass er bei den Übungen direkt "aufs Ganze" gegangen ist, keine Schonung, so wie es viele Therapeuten machen, sondern direkt sehen, was ich kann (oder auch nicht), wo meine Grenzen sind und wie weit er bei den einzelnen Übungen gehen kann. Nach den ganzen Schmerzen aus den Jahren davor hatte ich bereits nach seinem Probetraining zumindest für ein paar Stunden nach langer, langer Zeit mal wieder eine kleine Schmerzfreiheit. Muskelaufbau hilft mir halt am Besten, besser als Wärme-Bestrahlungen, aber das haben die meisten Therapeuten, die ich früher hatte, leider nicht begriffen. 

Zu der Sache mit dem Sport: Das habe ich wohl von meinem Vater geerbt, ich bin zwar keine "Sportskanone", so wie er, aber dennoch macht es mir immer schon Spaß. Ich bin halt von klein auf damit (in seinem Verein) groß geworden. Die Krankengymnastik war immer schon Verpflichtung, dafür hatte ich häufig (als Kind) keine Lust, aber die anderen Sportarten haben mir dennoch Spaß gemacht. 

Bereits als 2 oder 3-jährige, als ich gerade Laufen konnte, habe ich ja bereits mit KG begonnen, damals nur für die Beine, weil meine X-Beine damals ganz extrem gewesen sein müssen. Seitdem ich Laufen konnte, hatte ich ständig rot gescheuerte Knie, sie rieben ständig aneinander. Dafür folgten dann die ersten KG-Einheiten. Das merkt man mir heute zum Teil noch an. Zum einen wenn ich müde werde, dann habe ich die Beine nicht so wirklich unter Kontrolle und die Knie kommen sehr schnell wieder zusammen und natürlich auch beim Sport. Es gibt genug Übungen, z. B. bei den Sit-Ups, wenn ich mich auf den Bauch konzentriere, dass die Beine dann "völlig automatisch" zusammen gehen, das habe ich dann nicht unter Kontrolle, werde aber von meinen Therapeuten immer sofort darauf angesprochen. 

Dann wollten meine Eltern ja, dass ich vor der Schule schon das Schwimmen lerne, damit habe ich mit etwa 4 oder 5 Jahren begonnen, einmal wöchentlich. Etwa zur gleichen Zeit habe ich auch mit dem Ballet angefangen, damit dann zweimal wöchentlich. Mit 6 Jahren, bei der Einschulungsuntersuchung, wurde dann die Sache mit dem Rücken festgestellt und es folgte zweimal wöchentlich die KG. Eine Zeitlang ging das tatsächlich gut. Etwa mit 8 oder 9 Jahren (2. oder 3. Klasse) wurde es dann zuviel für mich, ich wurde immer nervöser, total hibbelig und meine Lehrerin sprach meine Eltern an, dass sich bei mir dringend was ändern müsse. Die Hausaufgaben machte ich ja häufig in der Umkleide auf dem Schoß, meine Schrift konnte ich zum Teil selber kaum noch Lesen. Schließlich haben meine Eltern dann reagiert und haben mich aus dem Ballet rausgenommen. Das war super hart für mich, ich hätte es damals liebend gerne weiter gemacht. Wir hatten damals viele Auftritte und es gibt noch so einige Zeitungsausschnitte von damals, auf denen ich (auf dem Foto) zu sehen bin. 

Die KG für den Rücken habe ich vom 6. Lebensjahr bis zur 6. Klasse (als ich das Gipskorsett wieder losgeworden bin) durchgezogen, danach habe ich damit aufgehört, keiner konnte mich mehr überreden, ich habe mich völlig auf stur gestellt. Etwa ein Jahr später habe ich dann ja mit dem Jazz-Tanz angefangen.

Das Schwimmen in der damaligen Gruppe ging etwa bis zur 3. oder 4. Klasse, danach haben immer mehr in andere Gruppen oder Vereine gewechselt, so dass die Gruppe schließlich aufgelöst worden ist. Ein paar von den Anderen sind richtig gut geworden, deren Namen habe ich später noch in der Zeitung gelesen, sie haben richtige Erfolge gehabt. Ja, aber da ich ja die schlechteste in dieser Gruppe war, eh bei jedem Wettschwimmen verloren habe, habe ich das Schwimmen dann schließlich aufgegeben. Ich hatte ja schon genug Probleme damit, um den Freischwimmer zu schaffen. Das Seepferdchen ging ja noch, aber mit dem Freischwimmer hatte ich echte Probleme. Alle Anderen aus der Gruppe hatten ihn schon vor mir und haben mich schließlich mehr oder weniger überredet, endlich auch damit anzufangen. Es hat dann eine ganze Zeit gedauert, bis ich dafür endlich alle Voraussetzungen erfüllt hatte (einschließlich des Schwimmens innerhalb einer bestimmten Zeit). Das Wechseln in eine andere Gruppe oder gar in einen anderen Verein, das habe ich mir damals nicht getraut, es wäre mir viel zu peinlich gewesen, mit meinen schlechten Voraussetzungen in eine andere Gruppe zu kommen, dort hätte ich mich doch total lächerlich gemacht. Notgedrungen, weil mir dann fürs Weitermachen einfach der Mut gefehlt hat, habe ich damit dann ganz aufgehört. Wie ich letzte Tage schon geschrieben habe, ich weiß wirklich nicht, wie manche Menschen im Wasser so schnell sein können, sich darin so schnell bewegen können, ich bin halt immer froh, wenn ich überhaupt von der Stelle komme. Wenn meine frühere Gruppe weiterhin bestanden hätte, dann wäre ich dort ganz bestimmt noch länger drin geblieben, aber bei der Auflösung habe ich dann damit halt aufgehört. 

Aber ich plane es dennoch jetzt wieder ein, diesbezüglich einen neuen Start zu wagen. Wenn es gar nicht klappen sollte, dann werde ich mich halt nur auf die Wassergymnastik konzentrieren, Hauptsache Bewegung im Wasser zu haben. Aber versuchen werde ich das Schwimmen dennoch. Wie schon geschrieben, inzwischen habe ich ja, insbesondere in den Armen, etwas stärkere Muskeln bekommen, vielleicht komme ich jetzt ja auch etwas schneller voran und nicht nur in Zeitlupe. O. K., anfangs könnte es mit meinen falschen Bewegungen und mit meiner "tollen" Geschwindigkeit natürlich auch etwas peinlich werden, aber schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wie ich immer so schön sage, Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, vielleicht klappt es inzwischen ja wirklich besser. Außerdem habe ich bei einem Personal-Trainer einen interessanten Bericht über Depressionen gelesen, wie man sie mit Sport ebenfalls gut in den Griff bekommen kann. Zur Zeit habe ich zwar keine richtigen Depressionen, aber je nach Situation immer mal wieder eine "depressive Phase". Ein Satz aus seinem Artikel fand ich besonders interessant:

Die Gesellschaft von Menschen, denen man vertraut, sowie das Nachgehen von neuen Hobbys können Wunder bewirken und ganz neue Facetten an der eigenen Persönlichkeit eröffnen. Man sollte seine Ziele nur nicht zu hoch stecken und geduldig zu sich selber sein.

Ja, diesen Satz beziehe ich bei mir im Moment auf das Thema Schwimmen und die Wassergymnastik. 

Zu der Sache mit den flexiblen Terminen im Fitness-Studio. Das ist leider gar nichts für mich, damit habe ich erhebliche Probleme (leider immer schon gehabt). Das ist das gleiche, wie mit dem Fahrrad fahren zu Hause. Im Fitness-Studio, wo ich nicht weiter "auffalle", wo ich die Termine frei legen kann, da lege ich die Prioritäten immer wieder falsch, genauso wie in den Gymnastikgruppen. Ich kümmere mich dann um viele andere Sachen, schiebe den Sport immer weiter vor mir her und mache letztendlich kaum etwas. Feste bzw. abgesprochene Termine waren für mich immer schon wesentlich besser (sie müssen ja nicht immer "fest" legen, können auch so wie jetzt beim Training abgesprochen werden). Das Schwimmen war damals eine relativ kleine Gruppe, deswegen wurde sie ja auch aufgelöst, nachdem ein paar ausgestiegen sind, den Verein gewechselt haben, dort fiel es sofort auf, wenn einer mal gefehlt hat. Beim Tanzen ja sowieso, erstens hat es mir echt Spaß gemacht und zweitens hatte jeder bei den Tänzen seinen festen "Stellplatz" und wenn diese Stelle beim Tanzen plötzlich freigeblieben ist, fiel das natürlich ebenso auf. KG sind natürlich ebenfalls feste Termine. Ja, und beim Training bin ich froh, dass das ebenfalls in Einzeltherapie durchgeführt wird. Es gibt auch einige Trainer, die es für kleine Gruppen anbieten. Ich glaube, dass ich in solchen Gruppen schon mal eher in "Versuchung" kommen würde, so wie letzte Woche, bei einer Erkältung die Teilnahme abzusagen. Ob ich das dann ebenfalls so regelmäßig durchziehen würde, darüber bin ich mir alles andere als sicher. O. K., in so kleinen Gruppen würde das ebenfalls sofort auffallen, wenn ich dabei fehlen würde, auch dort müsste ich mich dafür dann "rechtfertigen", es mag sein, dass ich dort das Training dann ebenfalls durchziehen würde, sicher bin ich mir aber nicht. So wie in der Schulzeit, als Stillste aus der Klasse bin ich dort ja auch nur sehr selten aufgefallen, wenn ich mich zwischendurch verdrückt habe, das hat meine Lehrerin so gut wie nie gemerkt. Ich glaube irgendwie nicht, dass das heute in Gruppen völlig anders wäre, wenn man still ist, dann fällt man halt nicht auf, dann geht man in Gruppen halt "unter". 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 18.09.2019PetraM19/09/2019 - 04:466
Di. 17.09.2019PetraM18/09/2019 - 16:2213
Mo. 16.09.2019PetraM17/09/2019 - 14:2431
So. 15.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3730
Sa. 14.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3531
Fr. 13.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3223
Do. 12.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:3019
Mi. 11.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2715
Di. 10.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2414
Mo. 09.09.2019PetraM17/09/2019 - 02:2114
So. 08.09.2019PetraM09/09/2019 - 07:1496
Sa. 07.09.2019PetraM08/09/2019 - 15:0177
Fr. 06.09.2019PetraM07/09/2019 - 13:4471
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Mi. 03.09.2019PetraM05/09/2019 - 08:5070
Di. 03.09.2019PetraM04/09/2019 - 08:3773
Mo. 02.09.2019PetraM03/09/2019 - 09:1179
So. 01.09.2019PetraM02/09/2019 - 03:4866
Sa. 31.08.2019PetraM01/09/2019 - 15:1256
Fr. 30.08.2019PetraM31/08/2019 - 14:0551
Do. 29.08.2019PetraM30/08/2019 - 08:35121
Mi. 28.08.2019PetraM29/08/2019 - 02:4679
Di. 27.08.2019PetraM28/08/2019 - 08:2872
Mo. 26.08.2019PetraM27/08/2019 - 03:0761
So. (Nachtrag)PetraM26/08/2019 - 03:3362
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