Sonntag, 14.07.2013

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Der heutige Sonntag verlief bei uns mal wieder wie ein "typischer" Sonntag in unserem Alltag. Mein Freund saß die meiste Zeit am Computer, war mit seinen Internet-Bekanntschaften am chatten und ich habe mich um den Haushalt gekümmert. 

Der Urlaub neigt sich jetzt dem Ende. Mein Freund muss morgen ja schon wieder Arbeiten gehen und dementsprechend war seine Stimmung heute auch. Es ist kaum zu glauben, dass schon wieder 4 Wochen um sind. Ich gehe dann ja am Dienstag wieder Arbeiten. Schlimm finde ich es nicht. Wenn andere sagen, dass ihnen 2 oder 3 Wochen Urlaub "zu kurz" waren, dann glaube ich es ihnen, aber deswegen nehme ich seit ein paar Jahren ja auch immer 4 Wochen. Das ist "reichlich", in dieser Zeit bekommt man zum beruflichen Alltag genug Abstand, sieht manche Dinge dann auch wieder viel lockerer (als zuvor, als man "urlaubsreif" war) und irgendwie freue ich mich dann sogar wieder darauf. Ja, das meine ich ernst. Wenn ich 4 Wochen Abstand hatte, dann freue ich mich wieder aufs Büro. Das ist halt das Schöne, wenn man einen Beruf hat, der einem Spaß macht. 

O K, alles macht mir bei uns natürlich auch keinen Spaß. Es gibt Aufgaben, die ich total gerne mache (dass das Schreiben dazu gehört, muss ich glaube ich nicht extra erwähnen.....), Aufgaben, die ich gut im Griff habe und deswegen automatisch immer wieder bevorzugt bearbeite (was weg ist, ist weg....) und dann natürlich auch die Aufgaben, mit denen ich Probleme habe, mit denen ich zum Teil kaum voran komme (z. B. Thema Ablage, wenn man nicht weiß, wo die Akten bzw. Ordner sind und irgendwie keinen "Ansatz" findet, wie man diese Aufgabe am besten organisieren kann, um sie in den Griff zu bekommen....). Aber trotzdem, im großen und ganzen machen mir die einzelnen Aufgaben nach wie vor Spaß.

Im Moment habe ich deswegen sehr "gemischte" Gefühle. Einerseits freue ich mich wirklich darauf, aber andererseits bin ich mal wieder auch etwas "ängstlich", wobei ängstlich nicht unbedingt das richtige Wort dafür ist, etwas unsicher würde wohl eher passen. Im Prinzip das gleiche Gefühl, das ich auch im Schwimmbad bei der Wassergymnastik hatte, als ich dort nach 3 Wochen zum ersten Mal wieder rein gegangen bin. Nach so einem "Abstand" ist es für mich zunächst immer erst wieder eine kleine Überwindung. So wie ich mich in der Schulzeit nach den großen Sommerferien immer direkt nach hinten, in die hinterste Reihe verdrückt habe (etwas "verstecken", bloß nicht allzu sehr auffallen), genauso ziehe ich mich auch heute noch zurück. Bei der Wassergymnastik habe ich mich ja nicht "getraut", die Anderen zu begrüßen, habe nur mit denen gesprochen, die auf mich zugekommen sind und auf der Arbeit "verziehe" ich mich gerade am ersten Tag immer intensiv in mein Büro. Zum einen, um die Posteingänge der letzten Wochen zu sortieren (welche Aufgaben in der nächsten Zeit auf mich zukommen), allerdings auch, weil ich halt auch in der heutigen Zeit nach diesem "Abstand" zunächst wieder unsicher bin. Das Sortieren der Post ist dann halt ein schöner Grund, um mich in mein Büro zurückziehen zu können. "Kontakt" zu den Anderen werde ich dann wieder nach und nach aufnehmen. 

Das war Ende 2010, nach der Reha, ganz besonders "schlimm" bei mir (und auch nach den Krankenscheinen wegen der Depressionen). Da war ich total ängstlich und unsicher, habe mich kaum noch aus dem Büro getraut, hätte mich dort zeitweise am liebsten eingeschlossen. Damals fiel es mir sehr schwer, wieder den Kontakt zu den Anderen aufzunehmen. Wobei ich sagen muss, dass meine Kolleginnen und Kollegen alle total nett, freundlich und aufgeschlossen mir gegenüber gewesen sind (gemieden hat mich dort keiner), so dass ich dann nach und nach auch wieder lockerer und etwas aufgeschlossener den Anderen gegenüber geworden bin (dann also wieder mit allen gesprochen habe).  

Letzte Woche bei der Wassergymnastik wurde mal wieder eine Frau in meinem Alter, mit der ich mich immer besser verstehe (ihren Namen konnte ich mir sofort gut merken, weil sie mich sehr an eine Freundin aus der Schulzeit erinnert), von einer der älteren Frauen aus der ersten Gruppe angesprochen, dass die Gruppe voll genug wäre, sie solle doch besser erst zur zweiten Gruppe kommen. Zum Glück scheine ich in der ersten Gruppe "akzeptiert" zu werden. So ein Satz wäre bei mir "gefährlich" (als dieser Satz bei meinem "Probetraining" gefallen ist, da hat mich ja sofort die Gruppenleiterin "in Schutz genommen", dass ich selbstverständlich dabei bleiben kann). Ich würde mich dadurch sofort "abgestoßen" fühlen (solche Sätze nehme ich mir sehr zu Herzen) und würde dann wirklich nur noch zur zweiten Gruppe kommen. Allerdings, abgesehen davon, dass ich dauerhaft nur eine Gruppe, also nur 45 Minuten im Wasser zu kurz finde,  fängt die zweite Gruppe ja immer erst um 20 Uhr an und ich weiß ganz genau, dass ich mich dann gerade im Winter so spät immer schlechter aufraffen könnte und dann dementsprechend immer seltener daran teilnehmen würde (mir würden dann ganz bestimmt immer mehr "Ausreden" einfallen). Das würde für mich dann fast schon "der Anfang vom Ende vom Verein" bedeuten. Deswegen bin ich echt froh darüber, dass ich mich mit den Anderen im großen und ganzen so gut verstehe und dort (also halt auch in der ersten Gruppe) "akzeptiert" werde. 

Ja, und jetzt nach dem Urlaub (wir haben so ziemlich alles geschafft, was wir uns für diese 4 Wochen vorgenommen hatten) fängt für uns das Jahr ja auch erst so richtig an. Jetzt kommt erstmal der Sommer, also die Sommerferien (in dieser Zeit bekommen wir Beide, da wir keine Kinder haben, ja eh nie Urlaub). Ja, und danach geht es dann so richtig los. Anfang September das "Tattoo auf Schalke", in der Woche danach mein 44. Geburtstag. Am Wochenende dann das Essengehen mit der Familie meines Freundes. Im Herbst (wie gesagt, den genauen Tag werde ich hier vorher nicht verraten) dann die Livesendung im Fernsehen, wo wir dabei sind. Für diese Sendung sind die Karten immer schnell ausverkauft, man muss sie etwa ein halbes Jahr vorher kaufen, also ohne zu wissen, welche Promis man an diesem Abend dann überhaupt sehen wird. Ein paar Namen, also die bisherigen Zusagen, wurden bereits im Internet veröffentlicht. Und da ich diese Sänger kenne, steigt die Aufregung vor dieser Sendung jetzt von Woche zu Woche, von Monat zu Monat (auch mit jedem weiteren Internet-Eintrag, mit jeder weiteren Zusage, wen wir dort dann alles live sehen werden). Dann folgen im Herbst noch die Auftritte von Dieter Nuhr und Herbert Knebel mit seinem "Affentheater", wofür wir ja ebenfalls schon die Karten haben. 

Ich bin jetzt erstmal gespannt, wann sich die Firma wegen dem Rollor meldet bzw. wann die dann kommen werden. Langsam nervt mich diese "Dunkelkammer" unwahrscheinlich. Wir haben die Badezimmertüre jetzt immer ganz auf, damit dort, gerade auch nach dem Duschen, etwas Luft rein kommt. Wir haben Angst, wenn sich dort die Feuchtigkeit staut, dass dort dann Schimmel entstehen könnte. Damit hatten wir früher sehr viel Last. Wir sind froh, dass wir das inzwischen im Griff haben und haben Angst davor, dass das wieder anfangen könnte. 

Eigentlich wollte ich heute ja noch Fahrrad fahren, also etwas Sport machen, aber dazu bin ich dann nicht mehr gekommen. Ich habe die Prioritäten diesbezüglich mal wieder etwas "falsch" gelegt, habe mich "zu viel" um den Haushalt gekümmert, bis der Tag schließlich vorbei war. Ja, aber so ist das bei mir halt immer mit den "freien" Terminen, deswegen sind bei mir die "festen Termine" wesentlich sinnvoller und besser. 

Im Moment habe ich zwei große Ziele, die ich mit dem regelmäßigen Sport "irgendwann" erreichen will. Beides betrifft die Arme (die Probleme mit den Beinen sind bei manchen Übungen noch so groß, darin fehlt mir noch so viel Kraft, damit will ich mich nicht unter Druck setzen). Zum einen das sportliche Ziel, dass ich irgendwann mal die Liegestütze richtig schaffen kann. Ich habe ja gar nicht damit gerechnet, dass ich es bis zum jetzigen Pensum überhaupt schaffen würde. Aber so weit, wie ich jetzt schon bin, da will ich die "richtigen" Liegestütze (also weiter runter mit den Armen, ohne dabei sofort zusammen zu klappen) auch irgendwann mal schaffen. Ja, und mein privates Ziel ist es, dass ich es endlich mal schaffen will, alleine die Betten zu machen. Dabei bin ich immer auf Hilfe angewiesen. Die Bettwäsche (Oberbett und Kissen) ist kein Problem, das mache ich regelmäßig alleine. Aber mit den Spanntüchern komme ich bis heute nicht klar. Ich schaffe es nicht, die Matratzen so hoch zu heben, dass ich das Spanntuch über die Ecke ziehen kann. Ich habe es vorhin noch versucht, aber diese Kraft fehlt mir nach wie vor. Ja, und diese Kraft hätte ich gerne in den Armen, dass ich das endlich mal alleine machen kann. Das ist ein persönliches Ziel von mir, das ich mit dem vielen Sport auf Dauer gerne erreichen möchte. 

So, Montag Abend habe ich ja wieder KG. Wenn ich es zeitlich schaffe (je nachdem, wann die Firma wegen dem Rollor kommt), dann will ich etwas früher in die Stadt fahren. Ich würde vorher gerne noch in das Sanitätshaus gehen und mich nach einem neuen Badeanzug umsehen (sie schließen um 18 Uhr, nach der KG schaffe ich es also nicht mehr). Ich finde, bei zwei Mal Wassergymnastik in der Woche sind zwei Badeanzüge auf Dauer zu wenig, ich hätte zum Wechseln gerne noch einen dritten. Zumal ich ja auch nur einen "guten", der wirklich gut passt, habe. Ich habe zwar noch 3 weitere Badeanzüge, die ich dort aber nicht so gerne anziehe. Die sitzen total locker und bei jeder Bewegung mit den Armen fangen die Träger an zu rutschen. Ganz schrecklich, darin fühle ich mich total unwohl und unsicher, die möchte ich dort nicht mehr anziehen. Deswegen hätte ich gerne einen Badeanzug zum Wechseln, der wirklich gut passt, in dem man sich auch bewegen kann. Weil mir der Eine aus diesem Geschäft so gut passt, möchte ich da halt nochmals mein Glück versuchen. 

 

TitelAutorDatumBesucher
Di. 22.10.2019PetraM23/10/2019 - 08:1612
Mo. 21.10.2019PetraM22/10/2019 - 08:1313
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