Sonntag, 14.10.2012 Training (+ "Unfälle" beim Sport)

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Der heutige Tag war wieder schöner, als der gestrige, bei mir schon alleine dadurch, weil ich am Nachmittag ja Training hatte. Auch wenn es zum Teil sehr schwer ist, es macht mir trotzdem nach wie vor Spaß. 

Die Stimmung zwischen meinem Freund und mir war heute auch wieder sehr viel angenehmer als gestern. Kein Wunder, sein Geburtstag ist ja schließlich wieder vorbei...!! Heute herrschte zwischen uns wieder die totale Harmonie. 

Meiner Mutter geht es leider unverändert. Sie hat zur Zeit so dicke Beine (vom Wasser), dass ihr die normalen Strümpfe, also Wollsocken nicht mehr passen, sie schneiden total in die Haut ein. Ihr Freund hat deswegen die Läden "abgeklappert" und hat zum Glück etwas größere Strümpfe ohne Gummizug gefunden. Die passen ihr und drücken nicht. Sobald die 10 Liter Wasser aus dem Körper wieder raus sind, soll mit der ersten Dialyse begonnen werden. Meine Mutter ist vor dieser ersten Behandlung im Prinzip genauso nervös und ängstlich, wie ich vor diesem Seminar (vor einer Gruppe fremder Menschen reden zu müssen) sowie vor dem "Neustart" bei der Wassergymnastik und beim Schwimmen. Wenn ich wieder zu meiner alten Gruppe gehen würde (aber in einem anderen "Umfeld", ganz bestimmt nicht im früheren Institut), das würde ich sofort in Angriff nehmen, von heute auf morgen sozusagen, dort habe ich mich super wohl gefühlt. Es ist bei mir halt die innerliche Angst davor, neue Menschen kennenzulernen. Einerseits möchte ich es, aber dennoch habe ich innerlich Angst davor. Das ist ein ganz blöder innerlicher "Zwiespalt der Gefühle", den Außenstehende auch nur schlecht (oder gar nicht) begreifen können. 

Bei meiner Mutter wissen wir noch nicht, mit welcher Zeitspanne bis zum Beginn der Dialyse zu rechnen ist. Bei mir ist es immerhin ja "überschaubar". Das Seminar beginnt übernächsten Dienstag und mit der Wassergymnastik (und auch dem Schwimmen) will ich 2 Wochen später beginnen (eine Woche später ist Donnerstags ja Feiertag). Meine Mutter lag zunächst am Tropfer, mit dieser Tropflösung, eine Art starke "Wassertablette", sollte es halt voran getrieben werden, dass das Wasser aus dem Körper geschwemmt wird. Das hat leider nicht geklappt. Im linken Arm ist ja bereits das Stent für die Dialyse, dort darf kein Tropfer mehr angeschlossen werden. Am rechten Arm sind die Adern jedoch ziemlich "kaputt". Nachdem die Ader jetzt mehrmals aufgeplatzt ist und mit dem Blut das ganze Bett "versaut" worden ist, wurde der Tropfer abgemacht. Stattdessen bekommt sie jetzt ganz starke Tabletten, stärkere, als man sie üblicherweise in der Apotheke bekommt. Aber dennoch sind Tabletten deutlich schwächer als der Tropfer. Deswegen wird es wohl doch länger dauern, bis das Wasser aus dem Körper raus ist und mit der Dialyse begonnen werden kann. Es kann durchaus 3 Wochen (oder sogar noch länger) dauern. Für meine Mutter ist diese quälende Ungewissheit kaum zu ertragen. 

Ja, heute hatte ich ja Training. Was ich an meinem Trainer wirklich bewundere, das ist sein "Mut", seine Art niemals aufzugeben, auch nach sportlichen "Unfällen" immer sofort wieder "aufzustehen" und mit der Sportart weiter zu machen. Er führt einige Sportarten durch und im Laufe des knappen Jahres, seitdem wir uns jetzt kennen, hatte er bereits mehrere Unfälle, zum Teil kleine, musste zum Teil aber auch im Krankenhaus behandelt werden. Trotzdem hat er mit allen Sportarten weiter gemacht. Das finde ich wirklich enorm. Diesbezüglich ist er für mich schon ein "kleines Vorbild". 

Dieser Mut fehlt mir leider voll und ganz. Wenn ich im Laufe des Lebens kleine "Unfälle" hatte, dann habe ich sofort immer voll und ganz aufgegeben, mir fehlte dann jedes Mal völlig der Mut, um es nochmals durchzuführen.

Z. B. die Sache beim Volleyball. Sobald Ballspiele angekündigt worden sind, habe ich mich in der Schule beim Sport ja immer verdrückt, was meistens auch geklappt hat. Einmal (was selten war) ist es meiner Lehrerin jedoch aufgefallen und sie hat mich aus der Umkleide wieder zurück in die Halle geholt. An dem Tag haben wir Volleyball gelernt bzw. in 2er-Gruppen das Werfen und Fangen dafür geübt. Irgendwie habe ich dabei die Hände falsch gehalten, so dass der Ball meine Handgelenke nach hinten "weg geknickt" hat. Dadurch hatte ich dann eine Zerrung in den Handgelenken. Meine Lehrerin wollte mich noch einige Male dazu überreden, es doch nochmals zu versuchen, hat mir auch ganz dick einen Verband um die Gelenke gemacht, damit sie stabilisiert sind, Hauptsache ich überwinde mich und mache wieder mit. Gar keine Chance, ich hatte ja schon vorher Angst vor Ballspielen im Allgemeinen und nach diesem kleinen "Unfall" konnte sie mich gar nicht mehr dazu überreden.

Dann die Sache mit dem Tauchen. Früher hat es mir kaum was ausgemacht, zumindest deutlich weniger als inzwischen. Immerhin habe ich als Kind (mit etwa 7 oder 8 Jahren) ja auch den Freischwimmer geschafft. Damals bin ich sehr häufig vom Startblock gesprungen. Auch in der Schule hatte ich wenig Probleme damit. Mit dem "Köpper" vom Startblock bin ich damals sehr gut klargekommen. Wenn wir Wettschwimmen gemacht haben und mit "Köpper" vom Startblock gestartet sind, dann hatte ich anfangs so viel Schwung drauf, dass ich immerhin nicht als letzte am Ziel angekommen bin. Die Erste war ich nie, so schnell wie die Anderen bin ich nie gewesen, aber mit dem anfänglichen Schwung klappte es dennoch wesentlich besser. Das ging so lange gut, bis wir den Sprung vom Sprungbrett aus geübt haben. Alle anderen schwammen unter Wasser dann einfach los, nur ich habe dort halt die Orientierung verloren. Ich wusste wirklich nicht, in welche Richtung ich losschwimmen sollte, wo sich der Beckenrand befindet. Als ich da unten dann total "hektisch" geworden bin, ist ja zum Glück ein Klassenkamerad ins Becken gesprungen und hat mich nach oben gezogen. In meiner Klasse waren mehrere Jungen, die sehr gut schwimmen konnten. Ja, aber seit diesem Zeitpunkt war es bei mir aus, seitdem bin ich freiwillig nicht mehr getaucht und auch nicht mehr vom Startblock gesprungen. Es war ja kein richtiger "Unfall", aber trotzdem hat diese Situation bei mir eine solche Ängstlichkeit ausgelöst, dass ich es seitdem niemals mehr gemacht habe. So wie ich meinen Trainer kenne, wäre er in dieser Situation nochmals gesprungen und hätte dann halt versucht, es beim zweiten Mal anders zu machen, besser zu machen. Ja, aber darin bin ich halt leider das totale Gegenteil. Mir fehlte dann total der Mut, ich hatte Angst davor, dass es mir nochmals passieren könnte und dass mir beim zweiten Mal (wenn ich wieder die Orientierung verliere) dann keiner so schnell hilft. Nein, das war damals das letzte Mal, dass ich bewusst getaucht bin und insbesondere auch, dass ich ins Becken gesprungen bin. 

(Es gibt diesbezüglich noch weitere "Beispiele", also Sportarten, mit denen ich Probleme hatte, bei denen anfangs etwas nicht geklappt hatte, womit ich dann schließlich aufgegeben habe, aber das würde heute zu viel werden. )

Wenn ich an das bevorstehende Schwimmen denke (was ich dann auch zwischendurch mal vorhabe, unabhängig von der Wassergymnastik, zu bestimmten Zeiten ist das Schwimmbad wohl speziell für die Vereinsmitglieder geöffnet, so wurde es mir in der Mail geschrieben, besser als nur vor dem Computer zu hängen), dann muss ich auch an die Homepage von diesem Schwimmverein denken. Neben den "üblichen" Abzeichen (also Freischwimmer usw.) gibt es anscheinend eine neue Kategorie, das Ausdauerschwimmen. Dabei kommt es wohl nicht auf die Schnelligkeit an, sondern nur darauf, dass man eine bestimmte Zeit schwimmmäßig in Bewegung bleibt, unterteilt in mehrere Stufen, 15 Minuten, 30 Minuten usw. Ich sage mal so, dieses Thema reißt mich wirklich. Im früheren Institut bin ich ja schließlich nach der KG (oder auch, wenn die KG ausgefallen ist) immer mindestens 30 Minuten am Stück geschwommen, habe erst danach mit den Übungen mit der Wassernudel begonnen. Ich bin zwar seit einem Jahr nicht mehr geschwommen, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich dieses Ziel, wieder 30 Minuten am Stück zu schwimmen, durchaus schaffen kann. Mit diesem kleinen Ziel vor Augen (weil ich weiß, dass ich das schaffen kann) will ich dann auf jeden Fall wieder mit dem Schwimmen anfangen. Ich sage mal so, schließlich ist das ja ein Schwimmverein, ich hoffe mal bzw. gehe mal davon aus, dass ich dort dann einen "Ansprechpartner" finde (vielleicht nicht von heute auf morgen, aber im Laufe der Zeit), der mir dann helfen kann, damit meine Schwimmbewegungen wieder besser werden (eventuell kann ich diesbezüglich ja auch noch auf meinen Trainer zurückgreifen). 

Ja, heute hatte ich ja Training, was zum Teil wieder sehr schwer gewesen ist. Obwohl ich ja eigentlich die Übungen auf dem Rücken liegend am liebsten mache, fand ich heute dennoch die Übungen für die Arme wesentlich leichter. Nicht super einfach, zum Teil musste ich auch dabei "kämpfen", aber dennoch einfacher als die letzten Übungen auf dem Boden. 

Mit den Armen haben wir verschiedene Übungen mit dem Theraband durchgeführt, was im großen und ganzen alles gut geklappt hat. "Hier und da" folgten mal wieder ein paar kleine Korrekturen (er hatte heute mal wieder seinen typischen "Röntgenblick", sah es sofort, wenn ich den Bauch mal kurz locker ließ), aber ansonsten klappten die Übungen dennoch sehr gut. Ebenfalls die Liegestütze auf den Knien (richtige, auf den Füßen, kann ich bisher noch nicht), die gingen mächtig in die Arme, zum Teil sogar mehr als die Übungen mit dem Theraband. 

Mit zwei Übungen hatte ich heute erhebliche Schwierigkeiten. Zum einen bei den Unterarm-Liegestützen auf dem Kasten. Dabei sollte ich dann wieder versuchen (das haben wir letztens schon mal ausprobiert), das Gewicht auf einen Arm zu verlagern, den anderen Arm ganz leicht vom Kasten anheben. Gar keine Chance, auf beiden Seiten nicht. Ich kann mich noch so bemühen, totale Spannung, aber trotzdem kann ich dabei keinen Arm auch nur einen Millimeter vom Kasten anheben. Das finde ich extrem super schwer. Danach sollte ich dann die Beine, also die Füße etwas vom Boden anheben. Ich sage mal so, die Variante, die Knie dabei hoch zur Brust zu ziehen, die finde ich "relativ" leicht, aber die gestreckten Beine nur etwas vom Boden anzuheben, das fand ich dagegen auch schon super schwer. 

Auch mit einer Entspannungsübung hatte ich heute Probleme. Auf dem Rücken liegend, ein Bein aufstellen, das andere Bein locker liegen lassen. Dann mit dem aufgestellten Bein "locker" über das liegende Bein gehen. Das konnte ich nur wenige Zentimeter, dann hatte ich eine totale Sperre, kam nicht weiter. Mein Trainer hat dann aber etwas gegen das Knie gedrückt, so dass ich dann deutlich weiter gekommen bin, aber alleine konnte ich das überhaupt nicht. 

Ja, und dann halt die Übungen auf dem Rücken liegend. 3 Bewegungsabläufe (je etwa 10 Mal) und nach einer Pause nochmals diese 3 wiederholen. Zuerst eine "3er-Kombination". Hände hinter den Kopf, mit dem Oberkörper hoch und die ganze Zeit oben bleiben. Erst das rechte Bein hoch, also nach oben strecken und wieder runter, dann das linke Bein gestreckt hoch und wieder runter, dann beide Beine zusammen angewinkelt anziehen. Den Rücken die ganze Zeit auf den Boden drücken. Diese 3er-Kombination 10 Mal wiederholen. Danach die Beine aufstellen, ebenfalls Oberkörper hoch und oben nur leichte Bewegungen machen, hoch und runter, aber nur ganz leicht, die Schultern sollten den Boden nicht berühren (ich ging mehrmals sehr tief runter und er sprach mich immer wieder an, noch ein Stück höher zu gehen). Beim dritten Durchgang, ähnlich wie ich es von der KG her kenne, ein Bein aufstellen, ein Bein angewinkelt anziehen, Oberkörper wieder hoch und mit der gegengleichen Hand vor das angezogene Knie drücken (es Richtung außen drücken), 10 Mal mit dem linken Bein oben, 10 Mal mit dem rechten Bein. Nach dieser "Runde" dann nochmals alles, mit der 3er-Kombination beginnend. 

Alles in allem fand ich diese Übungen heute mit am schwersten, ich habe es zwar durchaus geschafft, zwar mit ein paar Korrekturen (insbesondere, weil ich mich zwischendurch kaum noch oben halten konnte, mein Oberkörper ging immer wieder zu tief runter), aber trozdem hat es ganz gut geklappt. Weil ich dabei den Oberkörper so lange intensiv oben halten sollte, habe ich mich mit der Zeit dann immer mehr verkrampft. Der BWS-Bereich, die Schulterblätter und Schultern taten mit der Zeit dann immer mehr weh (aber inzwischen spüre ich nichts mehr davon). Ja, aber von der Intensität her fand ich diese Bewegungen auf dem Boden heute auf jeden Fall mit am schwersten, auf jeden Fall halt deutlich schwerer als die Übungen mit dem Theraband zu Beginn des Trainings. 

Das nächste Training habe ich dann am Mittwoch Nachmittag. Morgen habe ich ja "frei", KG fällt aus, meine Therapeutin hat ja Urlaub. Deswegen machen wir am Mittwoch dann ja auch eine Stunde Training. 

TitelAutorDatumBesucher
Do. 26.11.2020PetraM27/11/2020 - 08:046
Mi. 25. Nov. 2020PetraM26/11/2020 - 05:36114
Di. 24. Nov. 2020PetraM25/11/2020 - 08:25119
Mo. 23.11.2020PetraM24/11/2020 - 08:33150
So. 22.11.2020PetraM23/11/2020 - 08:19131
Sa. 21.11.2020PetraM22/11/2020 - 18:29147
Fr. 20.11.2020PetraM21/11/2020 - 22:04143
Do. 19. Nov. 2020PetraM20/11/2020 - 08:31114
Mi. 18.11.2020PetraM19/11/2020 - 09:02158
Di. 17.11.2020PetraM18/11/2020 - 08:42153
Mo. 16.11.2020PetraM17/11/2020 - 08:45172
So. 15. Nov. 2020PetraM16/11/2020 - 08:56127
Sa. 14. Nov. 2020PetraM15/11/2020 - 19:44126
Fr/Sa 13./14. Nov. 2020PetraM14/11/2020 - 17:22142
Do. 12. Nov. 2020PetraM13/11/2020 - 08:16109
Mi. 11. Nov. 2020PetraM12/11/2020 - 08:01132
Di. 10. Nov. 2020PetraM11/11/2020 - 08:0785
Mo. 09. Nov. 2020PetraM10/11/2020 - 07:59150
So. 08. Nov. 2020PetraM09/11/2020 - 03:55135
Sa. 07. Nov. 2020PetraM08/11/2020 - 19:13130
Fr. 06. Nov. 2020PetraM07/11/2020 - 19:29184
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Mi. 04. Nov. 2020PetraM05/11/2020 - 08:2699
Di. 03. Nov. 2020PetraM04/11/2020 - 09:0991
Mo. 02. Nov. 2020PetraM03/11/2020 - 08:14131
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