Sonntag, 25.11.2012 (Gedanken Training + Weihnachtsfeier)

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Heute war ein relativ normaler Sonntag, an dem ich wieder überwiegend mit dem Haushalt beschäftigt war. Zum Fahrrad fahren bin ich heute zwar nicht mehr gekommen, der Tag ging sehr schnell um, aber nächste Woche muss ich mich diesbezüglich unbedingt zusammen reißen, den "inneren Schweinehund" überwinden. In dieser Woche fällt ja 2 Mal der Sport aus. Montag fällt die KG aus (meine Therapeutin hat einen Tag Urlaub) und am Donnerstag fällt wegen der Weihnachtsfeier des Schwimmvereines ja auch die Wassergymnastik aus. 

Ich will in Kürze unbedingt wieder Fahrrad fahren, zumal ich letzte Woche wieder etwas zugenommen habe (wieder rund einen halben Kilo mehr). Die nächste Kontrolle, die auf jeden Fall noch in diesem Jahr durchgeführt werden wird, die habe ich mehr oder weniger schon "abgehakt". Ich hoffe jedoch, dass ich bei der darauffolgenden Kontrolle dann wieder deutlich bessere Werte haben werde. Noch wichtiger als das Gewicht, also das Abnehmen an sich (obwohl das natürlich zusammen hängt), wäre für mich, dass der Umfang am Bauch endlich abnimmt, dass ich endlich wieder in die Sachen passe, die in meinem Schrank hängen. Zur Zeit bin ich kleidungsmäßig sehr eingeschränkt. Aber trotzdem will ich mir keine neuen Sachen kaufen, vielleicht hin und wieder ein neues Teil, aber keine komplette neue Ausstattung. Zum einen natürlich aus Kostengründen, aber auch aus Platzgründen. Ich will endlich wieder in die Sachen passen, die in meinem Schrank hängen (Größe 48/50 bzw. XL). Natürlich wäre es positiv, wenn ich dann noch weitere Erfolge hätte, da hätte ich absolut nichts dagegen, ich habe auch noch (von früher) einige Sachen in Größe 46 bzw. L (Ja, mein Schrank platzt bald aus allen Nähten). Aber ich bin ja froh, wenn ich erstmal den ersten "größeren" Teilerfolg geschafft habe. 

Dass mir das Training an sich sehr viel bringt, das habe ich ja am Donnerstag bei der Wassergymnastik gesehen. Es waren mehrere Übungen mit den Hanteln, also mit den Armen dabei, die ich früher absolut gar nicht konnte. Die Anderen aus der Gruppe haben mit der Zeit bei manchen Übungen etwas "gestöhnt" und haben die Hanteln schließlich zur Seite gelegt, haben die Übungen dann ohne Hanteln mitgemacht, aber diese Übungen (für die Arme) habe ich komplett mit den Hanteln durchgezogen, das habe ich tatsächlich geschafft, damit hätte ich selber nicht gerechnet. Darüber habe ich mich echt gefreut, dass ich zumindest dabei so gut mitgekommen bin (bis auf ganz wenige Ausnahmen, insbesondere halt, was die Geschwindigkeiten unter Wasser angeht, damit hatte ich halt ganz erhebliche Schwierigkeiten). Ja, aber nur mit der KG hätte ich diesen Erfolg ganz bestimmt nicht gehabt. Ich bin immer noch froh darüber, dass ich zusätzlich mit dem Training angefangen habe. Auch wenn mich die Hartnäckigkeit meines Trainers zum Teil mächtig nervt, ohne seine Hilfe wäre ich am Donnerstag ganz bestimmt nicht so gut mitgekommen.

Von dem gestrigen Training habe ich zumindest in den Armen auch keinen Muskelkater. Die Arme sind völlig in Ordnung. Den Rücken (dieses Mal allerdings mehr der obere Bereich, der BWS-Bereich) habe ich zeitweise etwas gemerkt. Ja, aber der Muskelkater in den Beinen, von unten bis oben (Waden und Oberschenkel), ist vom Feinsten, der war heute sehr intensiv. 

Deswegen habe ich mich heute sogar schon wieder mit meiner Mutter "angelegt". Im Moment nervt sie mich einfach nur. Früher habe ich zu allem, was sie gesagt hat, sozusagen "Ja und Amen" gesagt, habe niemals Widerworte gegeben, habe alles einfach nur "geschluckt". Aber diese Zeit ist bei mir im Moment vorbei. Wenn mir etwas nicht passt, auch an ihren Äußerungen, dann gebe ich seit kurzem "Contra", was sie bei mir gar nicht kennt und was ihr auch nicht gefällt (da ich ja immer noch das "kleine Kind" bin). Im Moment enden irgendwie alle unsere Gespräche im Streit, das geht mächtig an meine Nerven.

Heute Nachmittag am Telefon fragte sie mich doch tatsächlich, weshalb ich gestern Nachmittag so gereizt gewesen bin, als sie mich spontan besucht hat. Sie konnte wirklich nicht verstehen, dass ich total kaputt war und einfach nur meine Ruhe haben wollte. Sie fragte mich dann, wie es mir heute gehen würde und ich erzählte ihr von dem Muskelkater in den Beinen. Daraufhin konnte ich mir von ihr so einiges anhören und wir bekamen den nächsten Streit.

Sie hat etwa 1972 (als ich etwa 3 Jahre alt war) ihren Übungsleiterschein gemacht, hat dann mehrere Mutter- und Kind-Gruppen geleitet, wo sie mich ja immer mit hin genommen hat. Sie meinte dann zu mir, dass nach ihrem "Training" (wobei man das spielerische Turnen ganz bestimmt nicht Training nennen kann) keiner einen Muskelkater gehabt hätte. Man dürfe nach einem Training keinen Muskelkater haben, ansonsten wären die Übungen viel zu anstrengend. Wenn ich Muskelkater hätte, dann hätte ich anscheinend doch den falschen Trainer (sie war mit meinem Trainer ja von Anfang an nicht einverstanden, was mir jedoch völlig egal ist). 

Das ist doch totaler blödsinn. Wenn man auf den Internetseiten von verschiedenen Trainern die Einträge der Kunden liest, dann liest man immer wieder, dass auch bei denen das Training anstrengend ist und dass die Kunden anschließend Muskelkater haben. Dass ich mit seinem Training schon sehr gute Erfolge hatte, dass die Rückenschmerzen so gut wie weg sind und dass ich viel mehr Kraft in den Armen habe, das interessiert meine Mutter nicht im geringsten, für sie zählt nur, dass ich einen Muskelkater habe, was nach einem Training ihrer Meinung nach nicht sein dürfe. 

Ja, vorhin am Telefon habe ich mich dann mal wieder mächtig mit ihr angelegt. Sie hat 1972 "nur" einen Übungsleiterschein gemacht und meint jetzt mehr zu wissen (worauf es beim Training ankommt), als mein Trainer, der eine völlig andere (natürlich bessere) Ausbildung als sie hat. Ich bin froh, wenn ich Menschen finde, die mir so gut helfen, da lasse ich sie nicht von meiner Mutter so "runter ziehen". Schlimm genug, dass sie mich immer wieder (seit meiner Kindheit) als "Versagerin" hinstellt, dass ich eh zu nichts "taugen" würde, dass sie die Beste ist, dass sie in allem besser ist als ich. Da lasse ich es nicht zu, dass sie die Menschen, die mir helfen, ebenfalls so negativ da stehen lässt. Darüber haben wir vorhin am Telefon dann mächtig gestritten. 

Dann ging es auch um die Weihnachtsfeier am Donnerstag (ich werde wohl zu 95 % daran teilnehmen!). Meine Mutter findet das sehr gut, dass ich endlich wieder von mir aus unter Menschen gehen werde, an so etwas teilnehmen werde (das habe ich ja seit Jahren nicht mehr gemacht). Meine Unsicherheit kann sie absolut nicht verstehen, sie ist charakterlich ja auch völlig anders als ich. Sie war heute zu einer Weihnachtsfeier (über eine Bekannte) eingeladen, wo sie so gut wie keinen anderen kannte (außer die Bekannte halt). Trotzdem hat sie dort letztendlich mit fast allen gesprochen, war sofort "Hahn im Korb" (so wie immer) und stand im Mittelpunkt. Sie ging (wie sie selber erzählt hat) auf einige Teilnehmer zu, nach dem Motto, ich bin die "....", darf ich mich kurz vorstellen. Und schon war sie mit allen im Gespräch.

Das kann ich nicht, diesen Mut habe ich nicht. Ich habe auch in den beiden Gruppen bei der Wassergymnastik (außer am Anfang, wo ich nicht wusste, wo ich hin musste, als ich mich erst durchfragen musste), mit keinem von den anderen gesprochen. Also ich meine jetzt von mir aus. Wenn mich andere ansprechen, dann antworte ich natürlich sofort und gehe auf alles ein, unhöflich bin ich ganz bestimmt nicht. Aber von mir aus den Mund aufmachen, von mir aus andere Menschen spontan ansprechen, das kann ich bis heute nicht, dieser Mut fehlt mir voll und ganz. 

Ich fand es gut, dass die Gruppenleiterin mich anfangs sofort "entdeckt" hat, dass sie mich kurz angesprochen hat, ansonsten hätte ich (so wie früher bei den Gymnastikgruppen) bis zum Ende gewartet und hätte sie dann erst ganz zum Schluss, wenn die anderen aus der Gruppe soweit gegangen wären, kurz angesprochen und mich halt vorgestellt. Aber direkt zu Beginn vor der ganzen Gruppe hätte ich sie niemals ansprechen können, diese Überwindung hätte ich nie gehabt. 

So bin ich im Prinzip auch auf der Arbeit. Ich arbeite in einem großen Gebäude. Je nachdem, wie ich drauf bin, fahre ich auch für 2 Etagen schon mal mit dem Aufzug (z. B. wenn ich halt Muskelkater habe). Wenn ich darin dann eine Kollegin bzw. einen Kollegen treffe, den ich zumindest "etwas" kenne, womit ich schon mal Kontakt hatte, dann grüße ich auch von mir aus, dann komme ich schon mal ins Gespräch. Aber sobald es ein Kollege/eine Kollegin ist, die ich praktisch gar nicht kenne, dann würde ich nie von mir aus grüßen, von mir aus ein kleines "Gespräch" beginnen. Wenn ich dann angesprochen werde, darauf gehe ich dann natürlich wieder sofort ein, aber von mir aus würde ich auch in diesem Fall nicht den Mut finden.

Was die Weihnachtsfeier auf der Arbeit betrifft, diesbezüglich bin ich mir immer noch sehr unsicher. Einerseits würde ich gerne daran teilnehmen, aber andererseits nachdem ich so viele Jahre nicht daran teilgenommen habe, weiß ich wirklich nicht, wie das dann laufen würde. Was mich halt diesbezüglich auch so verunsichert hat, das war ein Satz in der Einladung (zur Weihnachtsfeier), bei dem sich meine Kollegin wahrscheinlich gar nichts gedacht hat. Diesbezüglich, weil es für mich halt nach so vielen Jahren das erste Mal wäre, bin ich leider etwas "empfindlich" bzw. total unsicher geworden. Wie gesagt, ich war seit vielen Jahren nicht mehr dabei und kenne auch das Restaurant nicht, in dem es stattfinden wird. Sie hat dann geschrieben, wo es stattfindet und dass wir den Weg dorthin ja wüssten.... Mit anderen Worten, wer es nicht weiß, brauch auch nicht zu kommen.... O. k., das ist wahrscheinlich mein Fehler, ich interpretiere mal wieder zu viel in diesen Satz rein. Theoretisch müsste ich ja nur jemand ansprechen, wo das genau ist. Stattdessen fühlte ich mich mit diesem Satz sofort "ausgegrenzt", mit der Einladung nicht angesprochen, da ich halt nicht weiß, wo das überhaupt ist. Deswegen weiß ich auch noch nicht, ob ich daran teilnehmen werde. Ja, ich weiß, in manchen Dingen bin ich etwas "empfindlich", wobei das bei mir viel mehr Unsicherheit ist, ob die Anderen mich dann überhaupt dabei haben wollen. 

Nach dem Telefonat mit meiner Mutter war ich dann schon wieder innerlich total gereizt und aufgewühlt. Mein Freund hatte kurz zuvor Baguette-Brötchen im Backofen aufgebacken. Ich schnappte mir dann ein Brötchen, war innerlich total hektisch und schnitt mir kräftig in den Daumen (ein langer Schnitt, quer drüber). Ich habe mächtig aufgeschrien, schon alleine, weil ich mich total erschrocken habe. Mein Freund kam sofort angerannt, sah das Blut und rannte los, kam dann direkt mit Pflaster an. Also scharf ist das Messer auf jeden Fall...!!! Er hat dann erstmal versucht, mich seelisch wieder etwas zu beruhigen. Den Schnitt merke ich jetzt noch heftig (ich habe später noch Wund- und Heilsalbe drauf getan), es ist im Moment etwas am "schrienen" und hämmern, ist außerdem sehr berührungsempfindlich, tut ziemlich weh. 

TitelAutorDatumBesucher
Sa. 17. Nov. 2018PetraM18/11/2018 - 13:2514
Fr. 16. Nov. 2018PetraM17/11/2018 - 13:1622
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