Sonntag, 30.09.2012 (Gedanken zum Seminar)

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Heute habe ich mich nicht ganz so gut gefühlt. Wir waren zu Hause und ich habe mich um den Haushalt gekümmert. Die Erkältung war heute wieder deutlich schlimmer. Die Nase lief ständig, sie ist inzwischen so verkrustet, dass es richtig weh tut. Mit dem Eincremen kam ich gar nicht mehr nach. Aber "sonst" geht es mir gut. Direkt zum Frühstück habe ich (neben dem Kaffee) eine Aspirin getrunken, so dass ich gar keine Kopfschmerzen mehr bekommen konnte. Kreislaufmäßig ging es mir zum Glück echt gut, so dass ich, trotz "Schniefnase" (die Tempos lagen ständig in greifbarer Nähe), mit dem Haushalt gut durchgekommen bin. Fahrrad bin ich heute deswegen nicht mehr gefahren, aber immerhin hat meine Waage heute morgen nur 77,8 Kg angezeigt, worüber ich mich sehr gefreut habe. 

Immerhin hatte ich heute keine Schmerzen (abgesehen von der roten Nase), gut, dass ich gestern zum Sport (also zum Training) gegangen bin. Auch gut, dass der Schnupfen gestern Mittag während des Trainings nicht ganz so intensiv wie heute gewesen ist, das hätte dann doch ziemlich genervt. Das leichte Ziehen, das ich gestern nach dem Training am unteren Rücken hatte, das ist heute zum Glück auch wieder ganz weg. Das kam bestimmt "nur" von der Anstrengung. Die eine Übung (auf dem Rücken liegend, das Becken nach vorne, die Beine so hoch wie möglich anziehen) war aber auch wirklich verdammt heftig, ich konnte die Spannung, wenn ich die Beine oben halten sollte, kaum halten, war mehrmals drauf und dran aufzugeben. Von den gestrigen Übungen war das mit Abstand die schwerste.

Im Moment mache ich mir Sorgen um meine Mutter. Wir haben vorhin ja in Ruhe telefoniert. Sie hat mir erzählt, dass ihre Füße super dick angeschwollen sind, richtig dicke Klumpen, total voller "Wasser", sie passt kaum noch in Schuhe rein. Morgen will sie deswegen zum Arzt gehen. Sie hat Angst, dass es eine Thrombose sein könnte. Von anderen Personen hat sie schon gehört, dass das auch Durchblutungsstörungen sein können, die man mit einem "Stent" in den Adern beheben kann. Ich denke jedoch in erster Linie an ihre Nieren, die ja immer schlechter und langsamer arbeiten. Ich nehme an, dass die Dialyse damit in "greifbare" Nähe rückt. Hoffentlich ist es nichts schlimmeres...!!! 

Im Prinzip ist jetzt ja schon der 01. Oktober. Ich schreibe diese Einträge ja immer erst nach Mitternacht, wenn ich für den nächsten Tag alles fertig habe und wenn hier Ruhe einkehrt. Diesen "Tagesabschluss", dann meine "tagesaktuellen Gedanken" (und "Ereignisse") usw. aufzuschreiben, daran habe ich mich inzwischen so richtig gewöhnt, so wie das morgendliche "Kaffeetrinken" gehört dieses Schreiben für mich längst als Tagesabschluss dazu. Ja, jetzt ist also Oktober, mit anderen Worten, in diesem Monat fahre ich zu diesem Seminar. Ich schreibe jetzt bewusst nicht, "in diesem Monat MUSS ich zu diesem Seminar", sondern ich werde einfach "versuchen", das Beste aus diesem Seminar zu machen. 

Als ich mich damals, als ich mit Mitte 20 (wegen der Schmerzen) mit dem Tanzen aufhören musste, von allen total zurückgezogen habe, da habe ich mich ja von mir aus, um wieder etwas mehr Kontakte zu bekommen, völlig "freiwillig" bei der VHS (Volkshochschule) bei dem Kurs "Rhetorik I" angemeldet. Dieser Kurs ging über 2 Tage und dort sollten wir lernen, vor anderen relativ sicher zu reden. Dieser Kurs wurde von einer Studentin durchgeführt, die sich "nebenbei" mit der Rhetorik beschäftigt und uns bei diesem Kurs ihr Wissen vermitteln wollte. 

Zu Beginn dieses Kurses war jeder von uns total nervös, brachte zum Teil kaum ein Wort raus. Wir haben jedoch viele kleine "Raucherpausen" gemacht. In diesen Pausen standen wir (auch die Nichtraucher) immer wieder in anderen kleinen Gruppen zusammen, lernten uns so in vielen kleinen Gesprächen etwas kennen. Umso mehr Pausen wir hatten, umso mehr Gespräche wir geführt haben, umso lockerer wurden wir schließlich alle. Am zweiten Tag gingen wir Mittags in einen kleinen Schnellimbiss, wir saßen dort alle locker an einem Tisch und jeder sprach bereits "quer über den Tisch" locker mit jedem. 

Nachmittags, als kleine "Abschlussprüfung", sollten wir dann vor allen einen kleinen Vortrag (von höchstens 2 bis 3 Minuten) halten, die Themen konnten wir selber wählen. Da wir uns alle gut verstanden haben, war das kein Problem. Bis auf eine Frau, die plötzlich gar keinen Ton mehr rausgebracht hat (was ich durchaus nachvollziehen konnte, jeder hat es akzeptiert, keiner hat blöde Sprüche deswegen gemacht), hat ansonsten jeder diesen kleinen Abschlusstest bestanden. 

Das Seminar war am ersten Dezemberwochenende und mein kleiner Vortrag handelte darüber, dass ich es schade finde, dass auf den meisten Weihnachtsmärkten (zumindest die, die ich kenne), die Gastronomie Überhand genommen hat. Äh, Ja, damals ist mir dabei der Begriff "Fressbuden" rausgerutscht und die Anderen meinten direkt (ohne zu Lachen), ich solle doch besser den Begriff Gastronomie benutzen, das würde sich in diesem Fall besser anhören. Als ich noch ein Kind war, konnte man sehr viele schöne Sachen auf den Weihnachtsmärkten kaufen, sehr viele Sachen aus Handarbeit. Dort habe ich immer viele Geschenke für die Anderen aus meiner Familie gekauft. Ja, wie gesagt, aber Heutzutage sind dort die "Fressbuden" (Grins) halt in der Überzahl. Meinen kleinen Vortrag konnte ich damals relativ gut und sicher vor den Anderen halten, immerhin hat meine Stimme damals nicht versagt.

Ja, aber als ich am Montag nach diesem Seminar wieder auf der Arbeit war und die Anderen mich fragten, wie es war, nach dem Motto, erzähl doch mal, wie lief es ab, wie viele wart ihr, usw., da versagte mir völlig die Stimme und ich bekam schon wieder mal kein Wort raus. Ich versuche zwar, auch aus diesem Seminar jetzt das Beste zu machen, habe aber Angst davor, dass mir das gleiche wie damals passiert, dass das Seminar zwar gut verläuft, aber dass es mir im Alltag letztendlich dann doch nichts bringt (wie heißt es so schön, "Abwarten und Tee Trinken", bzw. in meinem Fall lieber Kaffee).

Dazu kommt noch die Sache mit meiner Kollegin, diesbezüglich bin ich mir im Moment total unsicher, ob ich das jetzt positiv oder negativ finden soll. Eine gute Kollegin von mir wird ebenfalls daran teilnehmen. Sie ist total nett und im Grunde verstehe ich mich mit ihr auch sehr gut. Einerseits finde ich das positiv, dass ich nicht ganz alleine dorthin muss, dass eine Person mitkommt, die ich seit Jahren kenne und mit der ich auch gut klar komme. Aber andererseits ist das auch ein "seltsames" Gefühl, so als wenn ich unter "Beobachtung" stehen würde. Ich habe etwas Angst davor, dass mir dort (beim Seminar) gerade anfangs, wenn ich noch keinen kenne, vor Aufregung die Stimme versagt (was nicht zum ersten Mal der Fall wäre) und dass die anderen Kollegen es später von ihr dann erfahren könnten, dass ich dort zunächst "versagt" habe, das wäre mir dann wirklich sehr peinlich. O. k., im Prinzip wissen bei uns natürlich alle, dass ich damit Probleme habe, deswegen fahre ich ja schließlich da hin, deswegen nehme ich an diesem Seminar teil. Aber trotzdem habe ich etwas Angst davor, dass die Anderen dann Sachen (also Situationen) von dem Seminar, also speziell von mir, wie ich mich dort dann gegeben habe, erfahren könnten, die für mich dann peinlich werden könnten. Das ist im Prinzip das gleiche Denken, wie beim Sport bzw. beim Schwimmen. Ich gehe jetzt lieber in eine neue, neutrale Gruppe, wo mich keiner kennt, mache dort einen Neuanfang (Thema Wassergymnastik und Schwimmen), als in den früheren Verein zu gehen, wo mich ein paar von früher her noch kennen. Lieber unter "fremden Menschen" einen Neuanfang wagen. Ja, wie gesagt, ich weiß nicht, wie ich diese Situation finden soll. Einerseits positiv, echt schön, dass mich eine gute Kollegin begleitet, aber andererseits halt, wer weiß, wie das Seminar verläuft, hoffentlich wird es nicht zum Negativen für mich, dass sie mich dorthin begleitet. 

Nächste Woche bzw. in Kürze will ich mich diesbezüglich schon mal erkundigen, wie es läuft, die Fahrtkarten dafür zu kaufen. Ich will auf jeden Fall mit dem Zug dorthin fahren. 

TitelAutorDatumBesucher
Mi. 19.06.2019PetraM20/06/2019 - 11:426
Di. 18.06.2019PetraM19/06/2019 - 07:5928
Mo. 17.06.2019PetraM18/06/2019 - 09:0564
So. 16.06.2019PetraM17/06/2019 - 02:5951
Sa. 15.06.2019PetraM16/06/2019 - 12:5850
Fr. 14.06.2019PetraM15/06/2019 - 05:1361
Do. 13.06.2019PetraM14/06/2019 - 08:3677
Do. 13.06.2019PetraM14/06/2019 - 08:3631
Mi. 12.06.2019PetraM13/06/2019 - 03:3357
Di. 11.06.2019PetraM12/06/2019 - 09:1431
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Dienstag, 04.06.2019PetraM05/06/2019 - 09:0776
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So. 02.06.2019PetraM03/06/2019 - 08:5180
Sa. 01.06.2019 (Nachtrag)PetraM02/06/2019 - 13:56145
Sa. 01.06.2019PetraM02/06/2019 - 10:5667
Fr. 31.05.2019PetraM01/06/2019 - 13:0773
Do. 30.05.2019PetraM31/05/2019 - 04:2789
Mi. 29.05.2019PetraM30/05/2019 - 14:36101
Di. 28.05.2019PetraM29/05/2019 - 04:40137
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