Sonntag, 31.03.2013 (Haustiere)

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Mein heutiger Tag fing im Grunde erst am späten Nachmittag, gegen Abend an. Irgendwie war ich heute zunächst total lustlos, eine total tote Phase, konnte mich zu nichts so richtig aufraffen. Gegen Abend hat sich das dann jedoch wieder geändert und nach dem Motto, "Am Abend werden die Faulen fleißig", war ich dann sogar noch super fleißig. Ich habe heute einen Schrank aufgeräumt, in dem unter anderem Fotoalben waren, die ich schon seit Ewigkeiten, also seit Jahren (seit etwa 5 Jahren, seitdem wir hier eingezogen sind) nicht mehr in der Hand hatte. Es war dann richtig schön, darin mal wieder zu blättern. In dem Schrank waren noch so einige Sachen, an die ich schon lange nicht mehr gedacht habe. Ja, manchmal lohnt sich so ein Aufräumen wirklich.

Heute Abend habe ich dann auch noch Sport gemacht. Heute Morgen war ich zunächst auf der Waage. Also auf meiner Waage hatte ich 78,4 kg. Das hört sich zumindest nicht mehr ganz so negativ an wie die 79,2 kg am Freitag bei der "Kontrolle". Auch heute habe ich wieder nur 2 Quarks gegessen (irgendwann muss ich ja schließlich mit der Ernährungsumstellung mal beginnen), wobei mir das schwer gefallen ist. Davon könnte ich unzählige jeden Tag essen. Bei Aldi gibt es doch diese großen "Eimer" mit Joghurt, die haben glaube ich ungefähr 500 Gramm Inhalt. Vor ein paar Jahren habe ich davon locker täglich einen Eimer gegessen. Wenn ich einmal damit anfange, dann finde ich kein Ende mehr. Um besseren Überblick zu haben, bin ich dann aber lieber auf die kleinen Portionen umgestiegen. Das kann man im Laufe des Tages besser dosieren.

Ja, heute Abend bin ich dann wieder Fahrrad gefahren, in 35 Minuten 10 Kilometer. Anschließend wieder das Sportprogramm, wofür ich heute 16,40 Minuten gebraucht habe. Bei dem anfänglichen "Vorbeugen" (die Arme in U-Haltung) muss ich mich immer mächtig konzentrieren, die Arme oben zu halten aber gleichzeitig mit geradem Rücken vor zu gehen. Meistens will ich spontan nach vorne gehen, wobei der Rücken dann allerdings rund werden würde. Das geht nur langsam und mit Konzentration.

Die wenigsten Probleme habe ich seltsamerweise mit den Übungen auf dem Bauch liegend. Egal ob nur so mit dem Oberkörper hoch (die Arme in U-Haltung) oder die Arme dabei noch vorne zu strecken. Ausgerechnet die Übung, mit der ich früher immer die meisten Probleme hatte (dass ich dabei kaum hoch komme), die klappt bei diesem Ablauf im Moment am besten.

Bei den Liegestützen bin ich wieder sehr weit runter gekommen, also wieder bis auf den Boden. Allerdings hatte ich dabei mit dem Rücken ein paar Probleme. Ich weiß auch nicht, aber ich hatte ständig das Gefühl (auch wenn ich den Bauch "etwas" angespannt habe), dass ich dabei im Hohlkreuz bin. Das hatte ich nicht so richtig unter Kontrolle. Das ist ja die "typische" Übung, bei der ich beim Training aber auch bei der KG ständig an die Bauchspannung, den geraden Rücken erinnert werde und das Becken etwas nach vorne. Alleine darauf zu achten und mich gleichzeitig auf die Arme zu konzentrieren (dass ich von unten auch wieder hoch kome), das fällt mir im Moment noch ziemlich schwer.

Das "Ausrollen", also das "Fahrradfahren" auf dem Rücken liegend fiel mir dagegen wiederum ziemlich leicht. Ich habe wieder alle Übungen in 10er-Etappen gemacht. Bei diesem "Fahrradfahren" ebenfalls 10 Mal, kurz die Beine runter, wieder hoch, die Spannung im Bauch (also der gerade Rücken) wieder neu aufbauen und dann die nächsten 10. Ansonsten, bei 30 Mal am Stück, könnte ich die Spannung nicht lange genug halten. Nach etwa 10 Mal gehe ich automatisch mit dem Rücken etwas hoch, so dass ich dann halt lieber eine Mini-Pause einlege und die Spannung neu aufbaue. Aber mit diesen 3 10er-Etappen hat diese Übung gut geklappt.

Mit Abstand am schwersten fällt es mir, im Vier-Füßler-Stand die Knie vom Boden hochzudrücken. Ich soll es ja 2 x 15 Mal machen. Die ersten 5 sind jeweils kein Problem, aber dann verlässt mich schlagartig die Kraft. Die nächsten 5 gehen dann noch einigermaßen (mit etwas größeren Pausen) und die letzten 5 dann jeweils mit deutlich größeren Pausen. Vorhin war ich dann schon drauf und dran, die letzten 10 Durchgänge davon wegzulassen (also nach 5 Mal aufzuhören), was ich dann letztendlich aber doch noch durchgezogen habe. Es fiel mir aber mächtig schwer, dann jedes Mal aufs Neue genug Kraft aufzubauen, um nochmals nach oben zu gehen.

Dann wollte ich noch über meine damaligen Haustiere schreiben:

Als ich noch ganz klein war, da hatte mein Vater ein großes Aquarium im Wohnzimmer. Die Pflege wurde ihm jedoch mit der Zeit zu viel, da er ja auch selten zu Hause war. Im Jahr mehrmals im Urlaub, die ganzen Dienstreisen und in seiner Freizeit im Prinzip fast täglich auf dem Platz, also im Turnverein. Schließlich hat er das dann aufgegeben.

Ich habe von Kindheit an Tiere geliebt, wollte unbedingt Haustiere haben. Aufgrund seines Aquariums kam mein Vater dann auf die "tolle" Idee, mir eine Schildkröte zu schenken. Damit konnte ich als Kind nun wirklich gar nichts anfangen. Ich hatte sie mehrere Monate, bis sie in den Winterschlaf fiel. Mit dem Begriff Winterschlaf konnte ich damals jedoch nichts anfangen und habe ständig geweint, weil sie sich nicht mehr bewegt hat. Ich habe ständig gedacht, sie wäre tot. Unsere damaligen Nachbarn sind jedes Jahr für mehrere Wochen auf einen Campingplatz an einen See gefahren, wo es wohl viele Schildkröten gab. Sie haben meiner Mutter dann vorgeschlagen, die Schildkröte mitzunehmen und sie dort zu den anderen zu setzen. "Offiziell" hieß es bei uns dann, dass sie wirklich tot wäre, stattdessen haben die Nachbarn sie dann mitgenommen. Ob sie dort am See überhaupt eine richtige Überlebenschance hatte, das weiß ich nicht.

Mein Vater hielt mich damals zu jung für ein Haustier, wollte mir zunächst nichts Neues geben. Er glaubte nicht, dass ich für so eine Verantwortung schon alt genug sei. Dann fuhr meine damalige Freundin für mehrere Wochen in den Urlaub und ich bekam ihren Hasen zur Pflege. Darum habe ich mich sehr intensiv gekümmert. Als sie aus dem Urlaub zurück war, da hätte ich den Hasen dann am liebsten behalten. Der Abschied fiel mir sehr schwer, er war mir so richtig ans Herz gewachsen. Aber immerhin war ich ja sehr oft bei ihr und konnte mich dann weiterhin etwas um den Hasen kümmern.

Der Wunsch nach einem Haustier blieb bei mir bestehen. Meine Oma (die Mutter meines Vaters) schenkte mir daraufhin einen Vogel, einen Wellensittich, den ich Hansi genannt habe. Ich hatte Schulfreundinnen, die ebenfalls Vögel hatten, die aber sehr zutraulich waren. Die kamen sogar auf die Schulter, blieben dort sitzen. Das konnte man bei Hansi leider vergessen. Er war und blieb super scheu. Sobald man in seine Nähe kam, flog er immer sofort weg. Wenn wir ihn gelegentlich aus dem Käfig geholt haben, damit er in meinem Zimmer ein paar Runden fliegen konnte, dann hatten wir danach immer reichlich Mühe, ihn mit unzähligen Tricks wieder in seinen Käfig zu bekommen.

Meine andere Oma (die Mutter meiner Mutter) merkte mir die Enttäuschung an und schenkte mir daraufhin 2 Tanzmäuse, die ich Max und Moritz nannte (damals habe ich viele Geschichten auf Kassette gehört). Die Beiden waren einfach nur süß. Ich spielte stundenlang mit ihnen. Ich "baute" ihnen in ihrem großen Käfig mit leeren Klopapierrollen immer wieder neue "Tunnel-Varianten", durch die sie mit Begeisterung durchflitzten. Leider sind die Beiden nicht ganz so alt geworden. Ich weiß gar nicht, wieso so viele Frauen Angst vor Mäusen haben. Ich finde sie einfach nur süß (o k, dafür habe ich halt vor anderen Tieren Angst, jeder Mensch ist halt anders.....).

Dann hatte ich etwa für ein Jahr kein Haustier mehr. Meine Mutter ist mit Katzen aufgewachsen und wollte unbedingt wieder eine haben. Mein Vater war jedoch lange Zeit dagegen. Er glaubte nicht daran, dass wir (bzw. ich) uns wirklich intensiv darum kümmern würden. Der beste Freund meines Vaters konnte meine Mutter dagegen sehr gut verstehen. Er hatte ja 2 Söhne und ich war für ihn eigentlich immer der "Tochterersatz", habe mich mit ihm super gut verstanden (er ist leider vor ein paar Jahren gestorben, ist zuletzt ein schwerer Alkoholiker gewesen). Auch er wollte mir den Wunsch nach einem Haustier erfüllen.

Als mein Vater dann mal wieder auf Dienstreise war, da sind die Beiden zusammen losgefahren. In unserer Nähe war ein Bauernhof. Dort liefen immer sehr viele Katzen rum. Die Beiden suchten sich dort dann eine kleine Katze aus und nahmen sie mit (das war dort erlaubt, dort gab es sehr viele Katzen, es kamen immer mal wieder Familien vorbei, um sich dort eine zu holen). Meine Mutter nahm sie zunächst kurz mit in die Wohnung (ich war zu der Zeit in der Schule), fütterte sie und setzte sie dann mit Essen und Trinken auf unseren Balkon (wir wohnten im Erdgeschoss, also in Hochparterre). Die Katze lief zunächst wieder weg, sprang vom Balkon runter, lief etwas über die großen Wiesen hinter unserem Haus, hat sich aber "gemerkt", dass es bei uns Essen gab und kam Nachmittags wieder auf unseren Balkon, wollte wieder was zu Essen haben.

Ich kam gerade aus der Schule nach Hause (ich war gerade 10 Jahre alt). Meine Mutter rief mich direkt, was für ein Zufall, siehe mal da, uns ist eine Katze zugelaufen...... (Diese "Geschichte", dass sie uns zugelaufen ist, die kannte ich über viele Jahre, erst als ich viel älter war hat mir meine Mutter die Wahrheit erzählt, dass sie sie vom Bauernhof geholt hat).

Ich war sofort total begeistert und spielte mir ihr. Allerdings brauchte ich ein paar Wochen, um mich richtig an sie zu gewöhnen. Nach dem Vogel und der Maus war ich so ein "großes" Tier halt nicht gewöhnt. Aber nach wenigen Wochen waren wir unzertrennlich. Ich habe mich sehr viel mit ihr beschäftigt, habe stundenlang mit ihr gespielt und geschmust. 

Mein Vater war anfangs alles andere als begeistert. Aber er meinte, wenn sie immer wieder kommen würde, dann würde er sie halt auch "akzeptieren" (später hat auch er sie ins Herz geschlossen, hat stundenlang mit ihr auf dem Sofa gelegen und geschmust). Meine Mutter stellte ihr anfangs dann immer wieder heimlich Milch, Wasser und Essen in eine Ecke auf den Balkon und die Katze kam immer wieder. Schließlich gehörte sie dann fest zu unserer Familie.

Es war zwar eine "Hauskatze", aber sie blieb eine Wildkatze. Zum Schlafen, Essen, Trinken, Spielen und Schmusen kam sie immer wieder zu uns rein, aber insbesondere nachts zog sie stundenlang um die Häuser. Ein Klo brauchten wir für sie nicht, das machte sie immer draußen. 

Sie liebte das Wasser. Wenn man einen Wasserhahn auf machte, dann hing sie sofort mit dem Kopf drunter und fing an zu trinken. Wenn meine Mutter für mich die Wanne fertig machte, dann musste sie die Türe schließen, weil die Katze ansonsten mit einem Sprung im Wasser war (was mehrmals der Fall gewesen ist). Und sobald es regnete und man die Regentropfen am Fenster hörte, dann gab es für sie kein Halten mehr. Sie rannte sofort raus und tobte wie wild über die Wiese. Alle Nachbarn kannten sie dadurch. Die anderen Katzen verschwanden bei Regen, versteckten sich irgendwo, aber unsere tollte über die Wiese. 

Wenn wir im Urlaub waren, dann hat sich meine Oma (die Mutter meiner Mutter) darum gekümmert, nahm die Katze zu sich. Da sie ja nicht aufs Klo ging, bekam sie dann ein "Katzengeschirr" um und meine Oma ging mit ihr regelrecht "Gassi". Anfangs gab es deswegen etwas Probleme, aber im Laufe der Zeit hat das dann super geklappt. 

Sie ist 14 Jahre alt geworden, ist gestorben, als ich schon Anfang 20 war, schon am Arbeiten war. Der Verlust hat mich sehr hart getroffen. Sie gehörte halt fest zu unserer Familie.

1986 war doch die Katastrophe in " Tschernobyl". Mein Vater hat damals sein Messgerät von der Arbeit mitgebracht, mit dem angezeigt wird, wie hoch die radioaktive Strahlung ist. Mit dem Regen kam das "Gift" hier rüber, dieses Messgerät schlug in der Nähe der Wiese total heftig und laut aus. Alle Katzen, die viel draußen auf der Wiese waren, wurden damals krank, alle bekamen Krebs und sind gestorben. Unsere Katze bekam Nierenkrebs. Zunächst war es ganz wenig, so dass sie behandelt werden konnte. Wir waren sehr viel beim Tierarzt und sie bekam viele Spritzen. 1989 ist mein Vater ja an Darmkrebs gestorben (er hat ja nie auf Schutzkleidung geachtet, war den hohen Röntgenstrahlen über viele Jahre völlig schutzlos ausgeliefert). Etwa 2 Jahre später musste unsere Katze dann eingeschläfert werden. Der Krebs war zuviel geworden, jede weitere Behandlung wäre "Tierquälerei" gewesen. 

Mein Freund hatte ebenfalls eine Katze, die auch er als Kind bekommen hat. Er hat mich damals, als wir zusammen gekommen sind, "vorgewarnt", dass seine Katze sehr eigensinnig ist. Das war gar nicht nötig. Als die Katze mich sah, kam sie direkt zu mir, ab auf meinen Schoß und wollte gestreichelt werden. Es war sozusagen "Liebe auf den ersten Blick". In den ersten Jahren hat sich sein Vater (also mein Schwiegervater) noch sehr intensiv um die Katze gekümmert. Dann wurde mein Schwiegervater krank, bekam einen Schlaganfall und alles änderte sich. Von da an habe ich mich dann intensiv um die Katze gekümmert (so wie damals um meine Katze), wir wurden fast schon "Ein Herz und eine Seele". Vor 20 Jahren, als sie ebenfalls 14 Jahre alt gewesen ist, da lag sie auf dem Bett und stand von alleine nicht mehr auf. Sie hatte einen Schlaganfall und konnte plötzlich alleine den Kopf nicht mehr anheben. Sie war dann noch 2 Tage bei der Tierärztin, die versucht hat, sie wieder etwas aufzupäppeln, hatte aber keine Chance mehr. An dem Geburtstag meines Freundes musste sie dann eingeschläfert werden.....

Mein Schwiegervater wollte dann schnellstmöglich eine neue Katze haben, damit er sich, wenn wir Arbeiten sind, nicht so alleine fühlt. Rund einen Monat später haben wir dann unsere jetzige Katze, unsere Susi von einem Züchter geholt (die Anzeige stand damals in der Zeitung). Eine Art Perser, eine kleine "Main Coon", meine kleine "graue Maus", wie ich sie immer nenne, weil ihr Fell verschiedene grau Töne hat. Ja, Mitte August (laut Züchter war der Wurf am 13.08., das haben wir schriftlich bekommen) wird sie jetzt 20 Jahre alt. 

 

TitelAutorDatumBesucher
So. 17.11.2019PetraM18/11/2019 - 04:193
Sa. 16.11.2019PetraM17/11/2019 - 16:396
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