Thema Hobby, Sport & Therapie

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Ich wollte noch mal kurz auf meinen letzten Eintrag eingehen.

Nicht, dass es hier manche falsch verstehen. Wobei diejenigen, die mich kennen, also die schon längere Zeit bei mir mitlesen, die wissen eh, wie ich es meine.

Hobby, Sport & Therapie.

Sport war schon immer mein Hobby. Schon als kleines Kind. Mit 3 Jahren habe ich ja mit Ballett angefangen (mit mehreren Auftritten in der Stadthalle usw.).

Aber Sport ist nicht gleich Sport. 

Ich habe ja auch rund 13 Jahre lang Jazz-Tanz mit mehreren schönen (auch großen) Auftritten gemacht. Aber Tanzen hat nichts mit Muskelaufbau zu tun. Das Tanzen war Just for Fun, ein reines Hobby.

Ab dem 6. Lebensjahr, der Einschulungs-Untersuchung, habe ich ja über viele, viele Jahre (Jahrzehnte) regelmäßig Krankengymnastik gemacht. Muskelaufbau. 

Ein reines Hobby kann man im Grunde jederzeit abbrechen. Oder auch mal über Monate liegen lassen. Keine Lust zum Lesen? Egal, das Buch kann man später, in ein paar Monaten weiter lesen. 

Keine Lust zum Tanzen? Auch dieses Hobby konnte ich mal ausfallen lassen. 

Aber keine Lust zum Training, zum Muskelaufbau?

Das bedeutet für mich schon nach wenigen Tagen heftige Schmerzen. Insbesondere in den Beinen. Knie und Oberschenkel sind immer am schlimmsten. Diese Erfahrung habe ich schon viele Male gemacht. Was bin ich schon gehumpelt. Konnte zeitweise kaum noch Laufen (hatte deswegen auch schon einige Krankenscheine).

Freiwillig, ohne diese heftigen Schmerzen, wäre ich 2010 auch nicht 3 Wochen alleine in die Reha gefahren. Ich habe mich bezüglich Hilfe an jeden kleinen "Strohhalm" geklammert. 

Ich bin ja froh, dass Sport, Bewegung an sich immer schon mein Hobby war. Wenn das Training für mich jetzt (wegen der Erkrankung) eine reine Pflicht wäre, dann wäre es seelisch sehr hart für mich. Immer am Ball zu bleiben, es regelmäßig durchführen zu müssen.

Laut vieler Orthopäden, bei denen ich im Laufe der Jahre war, soll ich ja eigentlich täglich ein Programm durchführen. Zumindest ein "Grundprogramm" der Krankengymnastik. Aber dazu kann ich mich halt nicht so richtig aufraffen.

Aber deswegen bin ich froh, dass ich für mich den "richtigen" Sport gefunden habe. Also dass ich durch bzw. dank meines Trainers Übungen gefunden habe, die mir Spaß machen, die zu meinem Hobby geworden sind, die ich gerne mache, bei denen ich auch immer besser werden kann. Also auch zur Motivation schöne Ziele setzen kann, immer besser zu werden, dabei immer am Ball zu bleiben. 

Ja, es macht mir inzwischen wirklich so richtig Spaß, ist für mich zu einem richtig großen Hobby geworden.

Aber zu einem "Pflicht"-Hobby. Einem Hobby, das ich für immer beibehalten muss, dass ich (egal warum) nicht aufgeben darf. 

Wenn ich abends müde bin, dann muss ich mir immer selber Motivation suchen. 

Das sind zum einen die Ziele, die ich mir bei den Übungen gesetzt habe. Immer besser werden. Das geht nur, wenn ich die Übungen regelmäßig durchführe. 

Dass ich meinen Trainer habe, der mir dabei auch immer wieder hilft. Er unterstützt mich seelisch dabei, gibt mir immer die "Basis-Übungen" (verschiedene Übungen), damit Abwechslung in mein Programm kommt (und ich einen Anreiz habe, mein Training durchzuführen, da ich diese Basis-Übung durchführen "muss" - im eigenen Interesse natürlich). 

Ich sehe mir viele Sportler, also Hobby-Sportler an. Egal ob in Zeitschriften, Internet usw. (Facebook, Instagram und YouTube). Wenn sie Sport machen, dann sage ich mir, wenn sie es machen, dann kann ich es auch machen, dann werde ich es auch machen. 

Und auch mit diesen Einträgen (und meinen Einträgen auf Sportseiten im Internet). So wie andere ihre sportlichen Sachen im Internet eintragen, so mache ich es auch. 

Damit will ich mich selber etwas "unter Druck" setzen. Sport machen, damit ich dort was eintragen kann. Auch ein bisschen als "Vorbild". Wenn ich andere damit etwas motivieren kann, selber auch etwas Sport zu machen, das finde ich dann auch schön. 

Ja, das ist halt der Unterschied. Reine Hobbys kann man jederzeit beenden, sich was anderes suchen. 

Ich bin keine Leistungs-Sportlerin. 

Damals beim Tanzen hätte ich mir mehr (mehr Leidenschaft) durchaus vorstellen können. Egal ob beim Ballett oder Jazz-Tanz. Das war reines Hobby. 

Aber der Muskelaufbau ist im Vordergrund die absolute bzw. reine "Pflicht". 

Ja, aber für mich halt trotzdem eine Pflicht, die mir zum Glück Spaß macht. Mit jedem weiteren kleinen Erfolg, wovon ich ja schon einige hatte, steigert sich mein Spaß, mein Ehrgeiz, dabei noch besser zu werden, weiterhin intensiv am Ball zu bleiben.

Das war für mich halt das Beste, was mir passieren konnte, dass die Pflicht zu meinem Hobby geworden ist. 

Ja, und diesbezüglich natürlich auch mein Trainer. Ganz wichtig, dass die Chemie stimmt, dass wir uns so gut verstehen. Ganz abgesehen davon, dass er mir schon so gut geholfen hat. 

Angefangen, als wir uns (mitten in meiner depressiven Phase) kennengelernt haben. Die Idee für das Glückstagebuch kam ja von ihm (was ich bis heute gut finde, es auf jeden Fall weiter führen werde).

Es waren damals keine richtigen Depressionen, ganz bestimmt nicht. Nur eine depressive Phase. Ausgelöst durch das damalige Chaos in meinem Leben, insbesondere durch meinen Autismus, dem Asperger-Autismus, wovon ich ja erst Jahre später erfahren habe. 

"Richtig" Depressive haben zu nichts mehr Lust, denken zum Teil auch an Selbstmord.

Nein, das war so bei mir niemals der Fall. Ganz bestimmt nicht. Und meine Hobbys Lesen usw. habe ich auch in dieser "depressiven" Zeit nie vernachlässigt. 

Es war halt damals sehr schwer, als ich auf der Arbeit über Monate einen "Leerlauf" hatte (keine richtigen Aufgaben, Tag für Tag etwas Arbeit suchen musste) und dazu Dauerschmerzen. Alle Ärzte sagten, dass ich mich daran "gewöhnen" sollte. Dass Schmerzen zu meinem Leben "dazu" gehören würden. 

Ach ja? Aktuell bzw. seit ein paar Jahren bin ich (dank meines Sports) ja so gut wie schmerzfrei. Habe so gut wie nie Schmerzen (nur super selten, wenn ich den Sport vernachlässigt habe, der innere Schweinehund über Tage gesiegt hat). 

Dank meines Trainers habe ich inzwischen ja ein ganz anderes Leben. Zum einen schmerzfrei. Was natürlich für alle meine Lebensbereiche (Partnerschaft, Arbeit) absolut positiv ist. Aber auch bezüglich seiner Hilfe im Allgemeinen. Insbesondere Thema Handy und Computer erwähnt. Durch das Smartphone, woran ich mich alleine nicht getraut hätte, sähe mein Leben heute ebenfalls anders aus. Damit (verschiedene Funktionen) hat man in der heutigen Zeit doch viel bessere Möglichkeiten. Gerade wenn man, so wie ich, täglich unterwegs ist. Ich meine jetzt mit Zug usw. Thema Nachrichten, Zugverspätungen, Kontakte zu anderen usw. Ich bin froh, dass er mich dazu "überredet" hat, mir damit alles erklärt hat (auch viele Fragen beantwortet hat).

Ja, und somit freue ich mich auch (zusätzlich) auf jedes Training. Neben dem Sport lerne ich dabei immer mal wieder neue Sachen dazu. Ein sehr schöner, sehr positiver "Nebeneffekt" sozusagen. 

Für mich ist Sport medizinisch absolut notwendig, aber auch das schönste und beste Hobby, das es gibt, das ich nicht mehr missen möchte. 

Und wenn ich einen "Durchhänger", eine Flaute habe, dann baut mein Trainer mich wieder auf, motiviert mich immer wieder aufs Neue. Erinnert mich immer wieder an meine Ziele. 

Ja, so viel zum Unterschied Hobby, Sport und Therapie. Ich brauche meinen Sport, die Therapie (Muskelaufbau) und bin froh, dass es zu meinem Hobby geworden ist, das mir immer wieder Spaß macht (wenn ich den inneren Schweinehund besiegt habe).

TitelAutorDatumBesucher
Fr/Sa 29/30 Mai 2020PetraM30/05/2020 - 21:377
Do. 28.05.2020PetraM29/05/2020 - 09:11110
Mi. 27.05.2020PetraM28/05/2020 - 09:1678
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