Taubheitsgefühl

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Da ich vor kurzem 23 geworden bin und nicht mehr studiere oder irgendwelche Einkünfte habe, musste ich mich freiwillig versichern. Familienversichert war ich bis zum 30.9. noch. Den Antrag habe ich rausgeschickt, aber sie haben immer noch kein Geld abgebucht oder mir eine Karte zugeschickt. Und natürlich geht plötzlich bei meinem Körper alles kaputt. Eine Zahnfüllung ist weggebrochen, aber das ist nicht so schlimm, ich denke nicht, dass die Wurzel frei liegt. Es sei denn, die ist bereits tot. Nicht so schlimm. Eher schlimm ist dass ein Viertel meines Körpers sich ziemlich taub anfühlt. Schon vor etwa einem Monat hat eine Stelle meines Unterbauchs öfter irgendwie stechend gejuckt und wenn ich gekratzt habe, hab ich es kaum Gefühlt. Habe mir etwas Sorgen gemacht, aber meine Mutter meinte, sie hätte das auch mal gehabt und es ist dann von selbst wieder verschwunden. Das Jucken ist auch weniger geworden. Vor zwei Tagen ist mir dann aber aufgefallen, dass mein rechter Oberschenkel taub ist. Ich muss schon ziemlich fest reinkneifen, um es fühlen zu können. Und am Linken war alles normal. Es war schon ein sehr starker Kontrast. Und auch wieder dieses Jucken, diesmal etwas unterm Beckenknochen. Gestern Abend war es schon deutlich schlimmer als morgens. Jetzt gerade bin ich nicht sicher, ob es weniger geworden ist, oder ob ich links nicht auch etwas taub geworden bin.
Ich hab relativ viel gegooglet, aber die harmloseren möglichen Ursachen kann man fast ausschließen. Ich habe sicher keinen Vitamin-B12-Mangel und zumindest im Rücken habe ich mir auch keinen Nerv eingeklemmt oder so. Ich denke schon, dass ich das merken würde. Und zu enge Kleidung ziehe ich auch nicht an.

Ich mache mir schon etwas Sorgen. Eigentlich habe ich mittlerweile so vieles, über das ich mich sorge, dass es unmöglich ist, alles gleichzeitig im Kopf zu haben. Positives kann ich an einer Hand abzählen.
Leider sind die meisten Hausärzte in der Stadt, in die ich gerade zurückziehe, wahnsinnig inkompetent. Laut denen sind sogar meine chronischen Knieschmerzen psychosomatisch, obwohl ich wegen denen als Kind schon in Behandlung war. Der Orthopäde, zu dem ich immer geschickt werde, weil ich bei dem schon mal war, obwohl ich ausdrücklich wünsche, zu einem seiner Kollegen zu dürfen, hat mich schon mehrmals zum weinen gebracht, weil er einfach so ein Arschloch ist. Noch bevor ich mein Problem schildern kann, hat er mein gesamtes Selbstbewusstsein so auseinandergenommen, dass ich kaum noch ein Wort rauskriege.
Die Ärzte hier sind einfach super. Aber selbst, wenn in den nächsten Tagen meine Versicherungskarte kommt, kommt sie an der neuen Adresse an und ich weiß auch nicht, wie sinnvoll es wäre, hier noch hinzugehen, wenn ich vielleicht mehrere Termine habe und hier nächsten Monat nicht mehr wohne.

Die Situation mit meinem Ex ist noch etwas komisch, aber ich habe mit einer Freundin gesprochen, die mich ziemlich beruhigt hat. Entweder merkt er von selbst, dass die Dreckshure eine Psychopathin ist oder wenn nicht, ist es wohl besser, ihn los zu sein. Ich bin eigentlich zuversichtlich, dass ich ihm viel bedeute und sie eher wenig, dennoch könnte ich einfach nur kotzen. Positiv von mir zu überzeugen fällt mir auch nicht sehr leicht, weil ich psychisch doch eeetwas angekratzt bin. Weiß nicht, ob es besser wäre, zu versuchen, positiv zu denken oder mit dem Schlimmsten zu rechnen, aber insgeheim aufs Beste zu hoffen. Vielleicht sind meine Bauchschmerzen auch stärker als mein guter Wille.

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