Kotzt mich alles irgendwie an

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Puh, ich hatte gerade eigentlich schon einen ziemlich langen Eintrag verfasst und habe jetzt - kennt man ja - keine Lust mehr, alles nochmal zu wiederholen.
 
Ich fasse demnach zusammen: Ich bin deprimiert.
Ich weiß aber nicht warum.
 
Winterdepression, Angst und vergebliche Lebenssinnsuche.
 
Ich bin glücklich mit der Dame, aber traurig darüber, dass wir von der Verliebtheitsphase in die Liebesphase hinübergerückt sind und nun sehe ich alles dahingleiten in Normalität und das möcht ich nicht. Ich möchte nicht, dass die schönste Phase schon hinter uns liegt.
 
Ich mag Liebe und Vertrautheit, aber mir fehlt der Kick und mich störts, dass mich das stört,
weil ich Angst habe, meiner Illusion von der ewigen und wahren Liebe Zeit meines Lebens erfolglos hinterher jagen zu müssen.
Wie es bei der Dame aussieht, weiß ich nicht. Sie sagt mir ständig, dass sie mich so sehr liebt. Sie glaubt an uns. Sie denkt an Zukunft.
Ich möchte auch an uns glauben. Ich möchte auch ein Bisschen naiv sein.
 
Nu sei mal nicht so negativ, Mädchen. Echt mal.
 
Schon in zwei Wochen etwa wird sie zu ihrer Mutter ziehen. Das ist eine halbe Stunde mit dem Bus von mir entfernt, also gar nicht mal so cool. Sie wird da auch kein eigenes Zimmer haben, sondern entweder auf dem Sofa oder bei ihrer Mama mit im Bett schlafen. Das macht sie dann so lange, bis sie sich auf die Reise begeben wird. Anfang April soll es los gehen. Jakobsweg.
Ich glaube leider immer noch nicht daran, dass wir das überstehen werden. Selbst, wenn es nur 2 Monate sein sollten. Ich bin da leider Pessimist. Sag ich ihr aber nicht, weil sie sonst wieder sehr traurig wird.
 
Wir distanzieren uns nun also in Etappen von einander. Aber vielleicht ist das ja auch gut?
Wir werden sehen. Leben ist halt irgendwie nicht leicht. Wäre aber ja auch öde ansonsten.
 
Gestern hab ich zwei Klausuren geschrieben. Latein werde ich vermutlich knapp verkackt haben, was mich tierisch ärgert, weil ich lauter Flüchtigkeitsfehler gemacht habe, die absolut vermeidbar gewesen wären. Man darf von 200 Wörtern nur 5 Fehler haben. Das hab ich auf keinen Fall geschafft. Dann hab ich gestern noch Philosophie geschrieben. Gut, da denke ich mal schon, dass ich ne gute Note bekomm. Aber Latein wäre wichtiger gewesen.
Hab diese Nacht auch einfach nur von meinen Fehlern in der Klausur geträumt. "Magni aestimare" nicht "aestimare", "re publica nach cum" nicht "rei publica", "in qua" und nicht "qua". Boa und immer so weiter. Einfach die ganze Nacht. War das schrecklich.
Gestern Abend hatten die Dame und ich wundervollen Sex. Immerhin etwas Positives.
Ich will auch Antidepressiva.

TitelAutorDatumBesucher
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